Für das zweite Juli-Wochenende plant
WWE noch mehr
Gegenprogramm. Am 12. Juli findet in Arlington bei Dallas die wichtigste
AEW-Show des Jahres statt:
All In: Texas im großen Stadion.
WWE kontert mit einem prall gefüllten Event-Wochenende in
Atlanta. Neben Saturday Night’s Main Event werden auch der NXT Great American
Bash und die zweite Auflage von Evolution stattfinden.
AEW-Boss Tony Khan hatte All In bewusst auf den
Samstagnachmittag gelegt – um dem direkten Konkurrenzkampf mit Saturday Night’s
Main Event aus dem Weg zu gehen. Mit dem gleichzeitig stattfindenden Bash
zwingt ihn
WWE jedoch erneut in den direkten Showdown.
Beide Events werden um 21:00 Uhr deutscher Zeit beginnen.
Ähnlich sieht es wohl auch Tony Khan. Er zeigte sich bei der
Pressekonferenz nach Double or Nothing gewohnt selbstbewusst und ließ keinen
Zweifel daran, dass seine Promotion auf einen langen Wettstreit mit
WWE gut
vorbereitet ist.
Er bezeichnete die Gegenprogrammierung als „ziemlich
konstant“ und zog einen Vergleich zu den 1980er-Jahren: „Das ist die konsequenteste Head-to-Head-Planung, die ich
seit Jim Crockett Promotions gesehen habe. Aber ich kann euch sagen: Dieses Mal wird [das Duell] ganz anders enden.“
JCP veranstaltete einst große Events wie Starrcade und trat
dabei immer wieder direkt gegen
WWE an. Teilweise sogar zeitgleich. Doch
finanzielle Schwierigkeiten, hohe Ausgaben und Managementprobleme führten dazu,
dass JCP im Jahr 1988 an Ted Turner verkauft wurde. So entstand WCW.
Im Gegensatz zu JCP ist
AEW heute finanziell besser
aufgestellt. Und das nicht nur, weil die Khans zu den reichsten Familien in den
USA zählen. Hinzu kommt, dass man inzwischen einen lukrativen TV-Vertrag
unterzeichnete.
WWE redet
AEW indes zwar öffentlich klein. Doch hinter den
Kulissen setzt man alles daran, der Konkurrenz das Leben schwer zu machen. So
platzierte man etwa kurz vor dem Start von Dynamite im Oktober 2019
die NXT-Show im gleichen Zeitfenster, um das AEW-Debüt zu erschweren.