Überraschungen, Titelwechsel, Koffer-Vergaben: Jede Menge Sports-Entertainment bei WWE Money in the Bank 2018. Alles zu einer aufregenden Wrestling Show in Chicago zusammengefasst!

DIE WICHTIGSTEN ENTWICKLUNGEN IN ALLER KÜRZE
  • Bludgeon Brothers blieben mit einer Double Powerbomb gegen Erick Rowan und Luke Harper SmackDown Tag Team Champions
  • Daniel Bryan besiegte Big Cass durch Aufgabe mit einem Heel Hook
  • Lashley besiegte Sami Zayn mit Leichtigkeit und drei Vertical Suplexes in Folge
  • Seth Rollins blieb gegen Elias Intercontinental Champion. Zur Entscheidung griff Rollins beim Einroller allerdings an Elias‘ Hose
  • Alexa Bliss wurde zur zweiten Ms. Money in the Bank der WWE-Geschichte
  • Roman Reigns bes. Jinder Mahal mit einem Spear. Das Publikum turnte gegen das Match.
  • SmackDown Women’s Champion Carmella bes. Asuka – dank Rückkehrer James Ellsworth, der Asuka im Asuka-Kostüm ablenkte
  • WWE-Champion AJ Styles bes. Shinsuke Nakamura in einem Last Man Standing Match nach einem Phenomenal Forearm, den Styles über die Seile sprang. Beide Männer krachten durch einen Tisch. Nakamura konnte nicht mehr reagieren.
  • Gerade als Ronda Rousey einen Armbar gegen Nia Jax durchziehen wollte, griff Alexa Bliss in das Match ein. Das Match wurde beendet. Alexa hämmerte mit dem Koffer auf beide Frauen ein, löste dann den Koffer gegen Nia Jax ein. Zum Titelwechsel: Alexa Bliss wurde zur fünffachen Women’s Champion!
  • Braun Strowman wurde zum MONSTER IN THE BANK. In einem aufregenden Leiter-Match der Männer!

MEHR: Raw nach Money in the Bank im Review – hier! 

MONEY IN THE BANK RÜCKBLICK IM PODCAST

Am Montag gibt es einen ausführlichen Rückblick auf WWE Money in the Bank mit Christian Bruns und Marcus Holzer im Podcast-Format. Zuerst für alle Patrons auf www.patreon.com/powerwrestling, kurz darauf aber auch auf unseren freien Kanälen.

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LIVE-TICKER

Die Kickoff-Show beginnt ab Mitternacht, der Pay-Per-View (auf Sky und dem preisgekrönten WWE Network) ab 1 Uhr. Im Laufe der Nacht gibt es hier ständig alle Ergebnisse und Eindrücke zur Show. Schaut regelmäßig rein!

Ein Wrestler, über dessen mögliche Rückkehr wir Anfang der Woche bereits berichtet haben, ist tatsächlich Backstage. Spoiler: Um wen es sich handelt, könnt ihr hier nachlesen. 

Falls ihr es verpasst habt: Im Oktober gibt es Triple H vs. Undertaker vor bis zu 100.000 Zuschauern in Australien – und auch live auf dem WWE Network. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen. 

Am Vorabend fand ein hervorragendes NXT Takeover-Event statt. Die Ergebnisse könnt ihr hier nachlesen. 

Nach der Show kam es zu einem Zwischenfall mit Paige und einem Fan. Mehr dazu hier. 

Das Schönste an MITB ist übrigens jedes Jahr die „Money, Money, Money“-Musik zur Show. Damals kam mit diesen Klängen auch der Catch-Präsident Donald Trump zum Ring.

SMACKDOWN TAG TEAM CHAMPIONSHIP – THE BLUDGEON BROTHERS bes. LUKE GALLOWS & KARL ANDERSON

Die Bludgeons heute mit grünen Leiberln. Vielleicht als Würdigung für die Deutschland-Bezwinger. Harper blieb früh in den Ringseilen hängen und hielt sich das Knie. Daraufhin prügelten sich beide Teams außerhalb des Rings. Doppelter Dropkick außerhalb gegen Gallows. Und danach erst einmal eine Werbeunterbrechung.

Die Bludgeons dominierten Karl Anderson für einige Zeit. Rowan mit einem Big Splash. Gallows lag nach dem Double Dropkick weiterhin angeschlagen vor dem Ring. Rowan kollidierte schließlich mit dem Ringpfosten statt mit seinem Gegner. Dann ein Spinebuster von Anderson gegen Harper. Und jetzt war auch wieder Gallows zum Wechsel zur Stelle. Gallows mit dem Pumphandle Slam gegen Harper. Die Herausforderer beförderten Rowan dann gemeinsam über die Seile. Rowan konnte im letzten Moment den Magic Killer verhindern. Anderson wurde aus dem Ring befördert und sogleich mit der Double-Powerbomb gegen Gallows zur Entscheidung nachgesetzt.

Sieger: Bludgeon Brothers – weiterhin SmackDown Tag Team Champions (7:36)

Ein okayes Kickoff-Match auf dem üblichen Niveau.

Tim und Calvin für das deutschsprachige Universum am Start. Der Carsten nicht am Pult, obwohl er sich in den sozialen Medien anwesend in Chicago gezeigt hat. Hoffentlich geht es ihm gut. (Carsten Schaefer informierte mittlerweile über seinen Gesundheitszustand.)

15.214 (offiziell) in der Allstate Arena.

DANIEL BRYAN bes. BIG CASS

Klare Dominanz von Big Cass in der Anfangsphase. Bryan musste sich gegen einen Bear Hug des Hünen behaupten. Cass auch noch mit dem Bossman Slam. DB sah in den ersten Minuten kein Land. Umso schöner, als Bryan doch noch seine Möglichkeit fand, zu beweisen, dass kleine Leute im Ring auch überzeugen können. Bryan trickste Cass aus und setzte Aktionen gegen das linke Knie, unter anderem schlug er das Knie gegen den Ringpfosten. DB folgte mit dem Missile Dropkick, dann der Running Dropkick in die Ecke. Beim dritten Anlauf wollte Cass kontern, landete letztlich aber im Yes-Lock. Cass rettete sich in die Ringseile.

Cass ging aus dem Ring. Bryan schleuderte ihn erst mit einem Dropkick durch die Seile gegen die Absperrung, dann folgte ein hoher Flug von den Seilen über den Turnbuckle raus auf Cass. Zurück im Ring, wollte Bryan von den Seilen nachsetzen. Doch Cass kam ihm zuvor und Bryan knallte auf die Seile. „CM Punk“-Rufe kurz bevor Cass mit einem Fallaway Slam von den Seilen gegen Bryan nachsetzte. Cass versuchte sich mit einem Torture Rack und versprühte damit so viel Charisma wie einst Lex Luger. Bryan blieb dran. Er warf sich mit seinem ganzen Gewicht in Cass‘ linkes Knie, um den Riesen auf die Knie zu bringen. Yes-Kicks wehrte Cass erst ab. Wieder hielt Cass Bryan auf und zerstörte seine Offensive mit einem Big Boot. Wieder das Torture Rack, doch dieses Mal landete Bryan auf den Beinen und schlug mit seinem Knie ein. Es folgte der Heel Hook gegen das angeschlagene Knie von Cass. Dieser klopfte schließlich ab.

Sieger: Daniel Bryan durch Aufgabe (15:24)

Ordentlicher Opener, besonders durch den Input von Daniel Bryan. 

Kevin Owens brachte The New Day einen Müllbeutel mit Pfannkuchen vorbei, um sie zu bestechen: „Wie wäre es, wenn die beiden, die nicht im Match stehen, sich um Braun Strowman kümmern?“ – „Wir sind vieles, aber keine Cheater“, gab es als Antwort. Als Kevin Owens auch noch zugab, keine Pancakes zu mögen, eskalierte die Situation. Eine Zusammenarbeit war damit ausgeschlossen.

LASHLEY bes. SAMI ZAYN

Der Superstar mit dem putzigen Taxifahrerkapperl versuchte seinem Gegner erst einmal aus dem Weg zu gehen. Dann erarbeitete sich Zayn einen Vorteil mit einem Augenkratzer. Dieser Vorteil sollte bald verfliegen.

Und Lashley packte erstmals seine Powermoves gegen Zayn aus. Etwa einen Fallaway Slam, dann einen Running Shoulderblock in die Ecke. Zayn sah schon bald ziemlich zerknautscht aus. Beim Vertical Suplex blieb Sami wieder die Luft weg. Lashley gefiel es indes so gut, dass er den Vertical Suplex sogar noch einmal wiederholte. Den dritten Vertical Suplex hielt Lashley zeitweise mit einer Hand. Erneut knallte Zayn auf die Matte. Zum 1-2-3.

Sieger: Bobby Lashley (6:36)

Dieses Match wurde als Showcase für Lashley genutzt, der seine Power in Szene setzte. Ob es ihm dabei half, endlich besser beim Publikum anzukommen? Hier in Chicago machte es nicht unbedingt den Eindruck. Aber Lashley ist schon ein ganz schönes Biest. Zayn dagegen heute nur ein Jobber. Der freche Sami wurde nach Wochen mit einer großen Klappe zum Schweigen gebracht. 

Nia Jax und die schattenboxende Ronda Rousey (mit Natalya in ihrer Kabine) wurden in der Vorbereitung zum Titel-Match gezeigt.

Elias erfreute uns mit einem Konzert! Mehr oder weniger. Letztlich brach er den Versuch ab. Chicago habe ihn auch gar nicht verdient.

INTERCONTINENTAL CHAMPION SETH ROLLINS bes. ELIAS

„Burn it down!“-Rufe der Fans zum Auftakt. Rollins zeigte seinem Gegner erstmal wie Wrestling geht und hielt ihm mit einem Hammerlock auf der Matte. Dann ein Okada-esker 1A-Dropkick vom Champion. Vom Ringrand wollte Rollins dann einen Big Boot auspacken, Elias wich aus und hämmerte Rollins mit einer Clothesline auf den Apron. Die Kommentatoren wiesen auf Rollins‘ angeschlagenen Nacken (durch den Gitarrentreffer kürzlich bei Raw) hin. Passend um gegen den Nacken weitere Treffer zu setzen, packte Elias einen harten DDT im Ring gegen Rollins aus.

Elias‘ Offensive brachte das Publikum leider beinahe zum Einschlafen, drum waren alle happy, als Rollins mit einem Slingblade überraschte. Elias ging raus, Rollins setzte mit seinem patentierten Topé nach. Dann (zurück im Ring) der Blockbuster von Rollins zum 2-Count. Rollins wollte mit einem Springboard die Seile einsetzen, landete aber ungünstig auf seinem linken Bein und kassierte sogleich einen Kniestoß von Elias zum 2-Count. Es kam zum Schlagabtausch auf beiden Seiten, dann einem Superkick von Rollins zu einem 2-Count. Wieder wollte Rollins die Seile nutzen, hatte aber Probleme aufgrund seines Knies. Als er endlich den Frog Splash brachte, landete Rollins auf Elias‘ angezogenen Knien.

Elias wollte nun selbst von den Seilen kommen, wurde aber vom humpelnden Rollins aufgehalten. Rollins setzte einen Suplex von den Seilen an, Elias wehrte ihn erst ab … konnte aber dann doch den Superplex bringen. Gefolgt von einem Falcon Arrow. Nun waren beide Männer am Boden, Rollins hielt sich weiter sein Knie. Nun ließ Rollins die Band spielen, brachte den Kick ins Ziel, doch Elias entkam dem Stomp. Sofort wollte Rollins den Topé nach draußen bringen, doch Elias wehrte ihn ab. Rollins flog gegen die Absperrung, dann gegen die Ringtreppe. Rollins wurde zurück in den Ring befördert, Elias folgte mit einem Top-Rope Elbow Drop. Nur zum 2-Count – eine schnelle Sequenz, die gut ankam.

Beide befanden sich wieder in den Seilen. Rollins wollte Elias mit einer Powerbomb in den Ring befördern. Doch das Knie des Champions gab nach. Elias versuchte einen Einroller, Elias konterte mit dem Near Fall. Schließlich war Rollins wieder an der Reihe – und schaffte den 3-Count mit dem Griff an Elias Hose! Titelverteidigung!

Sieger: Seth Rollins (17:01)

Das Match steigerte sich mit der Zeit und lebte eindeutig von der Qualität eines Seth Rollins. Elias wurde im letzten Drittel mitgezogen. Anfänglich sah er in seiner Offensive nicht sonderlich überzeugend aus. 2018 bleiben alle großen Rollins-Matches letztlich aber sehenswert. 

Jetzt steht die erste Koffer-Entscheidung an. Ladies First!

… Fortsetzung auf Seite 2.