WWE: Absurde Zensur! Jetzt trifft es Brock Lesnars T-Shirt

WWE News
Donnerstag, 16 Juli 2026 um 19:00
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Die Nachbearbeitung der WWE-Inhalte auf Netflix nimmt groteske Züge an. Nun wurde sogar ein aktueller WWE-Fanartikel zensiert.
Wer dachte, die WWE-Selbstzensur habe mit den Eingriffen bei Night of Champions ihren Höhepunkt erreicht, wurde nun eines Besseren belehrt. Diesmal geht es jedoch nicht um unerwünschtes Blut oder Sprechchöre. Sondern um vier Buchstaben auf einem offiziellen (!) Brock-Lesnar-Shirt.

Das „verbotene“ S-Wort

In der On-Demand-Version von WWE Raw vom 13. Juli wurde das Wort „Sh*t” kurzerhand digital retuschiert. Betroffen sind Netflix-Zuschauer in den USA und anderen internationalen Märkten. In Deutschland läuft die Show bekanntlich live auf Bild.de, zeitversetzt auf ProSieben Maxx.
Das Ganze wirkt ziemlich dreist. Immerhin wurde das T-Shirt von der WWE selbst entworfen und ist nach wie vor im offiziellen Online-Shop erhältlich. Hinzu kommt, dass das „unflätige S-Wort“ bereits mit einem Sternchen versehen und somit selbstzensiert war.
Das reichte WWE bzw. Netflix aber offenbar nicht aus.
Auch einige Kameraschnitte, die Brock Lesnar – und damit auch dessen Shirt – beim Entrance sowie während Femis Promo zeigten, wurden entfernt. Die Retusche fiel gleich zu Beginn der Show auf, als Lesnar zusammen mit Paul Heyman auf Oba Femi traf. Das Wortduell war ein Vorgeschmack auf ihr bevorstehendes Hell-in-a-Cell-Match beim WWE SummerSlam.

Zensur bereits bei WWE Night of Champions

Bereits bei der Netflix-Wiederholung von Night of Champions hatte WWE mehrere Änderungen vorgenommen. Ein Event, das auch hierzulande über den Streamer verfügbar war. Dort wurde das blutüberströmte Gesicht von Bron Breakker nach einem folgenschweren Sturz durch einen Tisch mit einem Blur-Effekt versehen.
Zusätzlich tauschte WWE einige Kameraperspektiven aus, um die Verletzung aus dem Bild zu halten. Außerdem ersetzte man den spontanen „Holy Shit”-Chant des Publikums durch das deutlich harmlosere „This is awesome!”.
Mit dieser übertriebenen Säuberungsaktion schießt sich WWE ins eigene Knie. Keine Frage, die Zeiten der „Attitude-Ära“ sind lange vorbei. Die Promotion möchte breite Zielgruppen ansprechen und möglichst niemanden verärgern.

WWE macht sich lächerlich

Wenn die Selbstzensur jedoch bereits beim eigenen Merchandise nicht haltmacht, wo soll das noch enden? Treten die Stars künftig etwa in blanken, unbedruckten Shirts und Outfits auf? Damit im Nachhinein genehme Slogans und Statements, die mit allen Abteilungen abgesprochen sind, eingefügt werden können?
Und noch eine Frage bleibt: Wer trifft diese Entscheidungen? Ist es Netflix, das auf Nummer sicher gehen will? Oder WWE selbst, das vorauseilenden Gehorsam leistet?
Wir können nur spekulieren, was genau in den Verträgen mit Netflix vereinbart wurde. Das Ergebnis ist jedenfalls eine Farce, die der Glaubwürdigkeit der Promotion schadet.
Wer WWE authentisch und ungefiltert erleben will, muss künftig live einschalten. Alle anderen bekommen eine bereinigte, mitunter weichgespülte Version vorgesetzt. Bei der nicht einmal das eigene Merchandise „sicher“ ist. Schöne neue Welt.
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