Doch bei
Night of Champions bekamen die Live-Zuschauer mehr zu sehen als jene,
die den PLE später schauten.
Seth Rollins vs. Bron Breakker: Zwischenfall im WWE Steel
Cage
Im Verlauf des Duells ereignete sich ein folgenschwerer
Zwischenfall: Als Breakker einen Superplex vom obersten Seil durch einen Tisch
ausführte, zerbrach dieser. Dabei wurde Breakker von einer Tischkante beim Auge
getroffen. Die Folge war eine stark blutende Platzwunde, die bis zum Ende des
Matches nicht versorgt werden konnte.
Im Wrestling sorgt Blut traditionell oftmals für zusätzliche
Dramatik. Oftmals wird eine solche Wunde sogar bewusst herbeigeführt.
Bei WWE
ist dies jedoch seit geraumer Zeit – bis auf wenige Ausnahmen – nicht mehr
üblich. Doch passieren kann immer etwas, schließlich ist Wrestling eine äußerst
körperliche Unterhaltungsform. So wie in diesem Fall.
So krass griff WWE nachträglich ein
Während der Live-Übertragung war die Verletzung für alle
Zuschauer sichtbar. Nach der Ausstrahlung wurde das Gesicht beziehungsweise der
Kopf des 28-Jährigen jedoch unkenntlich gemacht. Das bedeutet: Wann immer er im
Bild erscheint, ist sein Kopf durch den sogenannten Blur-Effekt digital
verdeckt.
Doch damit nicht genug: Die WWE ersetzte teilweise sogar
Kameraeinstellungen durch alternative Perspektiven, um die blutende Wunde zu
verbergen. Tatsächlich ist nun sogar für einige Sekunden statt der Action im
Ring das Publikum zu sehen.
Zudem wurde – wie bei Wiederholungen von WWE auf
Netflix mittlerweile üblich – der „Holy Shit“-Sprechchor nach dem Superplex
durch „This is awesome!” ersetzt.
WWE-Fans reagieren erbost
In den sozialen Medien beschwerten sich zahlreiche WWE-Fans
über die nachträgliche Bearbeitung. Hauptkritikpunkt ist, dass dadurch die
Intensität und Authentizität dieses Duells erheblich gemindert worden sei.
Dabei nahmen sie vor allem Netflix als Anbieter in die Pflicht. Fakt ist
jedoch, dass WWE selbst für die Bearbeitung des Bildmaterials verantwortlich
ist. Auf YouTube und WWE.com sind die Szenen übrigens ohne Blur-Effekt zu sehen.
Ob diese Praxis bei künftigen Veranstaltungen fortgesetzt
wird, bleibt abzuwarten. Es ist jedoch stark davon auszugehen. Wer also in
Zukunft wirklich alles sehen und hören möchte, muss alle WWE-Shows wohl oder
übel live schauen. Auch wenn das aufgrund der Zeitverschiebung oftmals
schwierig ist.
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