Doch die Schläge verpufften einfach. Kurz darauf schrie
Brock Lesnar dem Deutsch-Russen wutentbrannt ins Gesicht und warf ihn aus dem
Ring.
Warum der Royal-Rumble-Moment keine Niederlage war
Viele hartgesottene Fans waren entrüstet. Vor allem die
Tatsache, dass Lesnar die Schläge einfach wegsteckte, ohne sie zu „verkaufen“,
sorgte für Verärgerung. Zumal es keine weiteren Konsequenzen gab, wie
beispielsweise ein Match der beiden.
Aber wie bewertet Dragunov den
Moment selbst? Dies verriet er nun bei
Ariel Helwani. Im Verlauf seiner Karriere habe er es immer wieder mit
sogenannten „Monstern“ zu tun bekommen. Das sei Teil seines Charakters und
zeichne ihn auch aus.
„Wenn jemand wie Brock Lesnar vor dir steht, würden die
meisten Menschen davonlaufen. Ich als Ilja Dragunov bin jedoch mental und
körperlich hart im Nehmen“, erklärte er. „Angesichts dessen, was mir gegeben
wurde, und wie sich die gesamte Situation entwickelt hat, habe ich das Beste
daraus gemacht. Ich kann nichts mehr daran ändern.“
Ilja Dragunov: „Habe keinen Gedanken daran verschwendet!“
Die besten Momente seiner Karriere seien aus Verletzlichkeit
entstanden. „Ich bin nicht dadurch bekannt geworden, dass ich immer derjenige
war, der andere dominierte. Ich habe mir einen Namen in Momenten gemacht, in
denen ich übel zugerichtet wurde.“ Er verwies auf seine mehrfach gebrochene
Nase, die davon Zeugnis ablege.
„Entscheidend war immer, wie ich mich von solchen Momenten
erholt und zurückgekämpft habe. Aus eben diesen Momenten entstehen großartige
Geschichten.
Ich sehe das nicht als Niederlage. Ich freue mich, dass sich die
Leute für mich aufregen. Vielleicht hätte es auch anders laufen können, aber
ich habe keinen zweiten oder dritten Gedanken daran verschwendet!“
Ilja Dragunov ist froh, dass er den WWE-Fans nicht egal ist
Laut Ilja Dragunov gäbe es genau zwei Arten von Menschen,
die seine Arbeit verfolgen: „Entweder stehen sie voll und ganz hinter mir,
verstehen mich wirklich und fiebern emotional mit mir mit. Oder sie sind das
komplette Gegenteil und halten mich für den peinlichsten Menschen der Welt.
Aber genau das liebe ich, denn es zeigt, dass ich den Leuten nicht egal bin.“
Ganz in rot: Ilja Dragunovs AEW-Debüt am 17. Oktober
Nach dem Vertragsende bei der WWE im August ist er
seit
vergangenem Samstag offiziell Teil von AEW. Dort wartet zwar kein Brock
Lesnar, dafür aber jede Menge anderer spannender Gegner. Und wir sind
überzeugt, dass diesmal mehr aus solchen Momenten gemacht wird als im
vergangenen Januar.
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