WWE kürzte das Gehalt um 58 Prozent
Dabei schilderte er zum ersten Mal in eigenen Worten, wie
sich seine Situation zugespitzt hatte. Im vergangenen Jahr unterschrieb er
einen neuen Einjahresvertrag bei
WWE. Zu deutlich schlechteren Konditionen als
zuvor.
„Ich verstehe wirklich nicht, wo diese 58 Prozent [Gehaltskürzung]
herkamen“, gab er zu. „Außer der Tatsache, dass sie keinen besonders hohen Wert
in mir sahen.“
Ursprünglich wollte
WWE ihn für drei Jahre zu neuen
Konditionen an das Unternehmen binden. Der 37-Jährige bestand jedoch auf nur
einem Jahr, um sich neu zu beweisen. Sein Plan: Über
NXT, EVOLVE oder TNA wollte
er den Sprung zurück nach oben schaffen.
Die drastische Gehaltskürzung hatte jedoch massive
finanzielle Auswirkungen auf den dreifachen Familienvater. Um den
Einkommensausfall auszugleichen, musste er seine Ersparnisse angreifen. Hinzu
kamen Probleme mit drohenden Zwangsvollstreckungsverfahren für sein Haus. Und
dann noch die Verletzung…
WWE-Ersparnisse aufgebraucht
Mitte Oktober erfuhr der gebürtige Engländer schließlich,
dass
WWE seinen bis zum 14. November laufenden Vertrag nicht verlängern würde.
Nur wenige Wochen zuvor hatte er sich bei einem TNA-Event eine schwere
Mittelfußverletzung zugezogen. Aus Enttäuschung über den Umgang des
Unternehmens machte er seinem Frust in den sozialen Medien Luft. Dies führte
zur fristlosen Entlassung.
Kurz darauf ging eine GoFundMe-Kampagne online. Ziel war es,
ihn und seine Familie in dieser schwierigen Phase zu unterstützen. Einige Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich daran, darunter Chelsea Green, Omos,
Kyle Fletcher und Nick Jackson.
Neben viel Zuspruch gab es jedoch auch Kritik: In den
sozialen Netzwerken wurde Menzies plötzlich vorgeworfen, Spendengelder
missbräuchlich anzunehmen.
War alles nur ein großer Betrug?
Er betonte, dass er mit der Spendenaktion nichts zu tun
hatte. Seine Mutter habe sie aus Sorge um die finanzielle Lage der Familie
eingerichtet. Ohne ihn vorher zu konsultieren.
„Ich wurde als Betrüger und Stück Scheiße bezeichnet. Das
ist alles falsch. Die GoFundMe-Kampagne wurde ohne mein Wissen ins Leben
gerufen“, so der gebürtige Engländer weiter.
„Als ich davon erfuhr und mir ansah, wer gespendet hatte,
war ich zuversichtlich, dass die Leute die Situation verstehen würden. Als eine
bestimmte Summe erreicht war, dachte ich: ‚Damit komme ich über die Runden, bis
ich wieder auf eigenen Beinen stehe.‘“
Inzwischen ist die Kampagne beendet. Zudem kündigte der
Ex-WWE-Star an: Sobald er genügend verdient
habe, möchte er dieselbe Summe für wohltätige Zwecke spenden. Als Dank für die Großzügigkeit, die ihm entgegengebracht wurde. Und aus eigener Tasche. „Aus einem unbekannten Grund wurde
das als Betrug ausgelegt. Ich bin kein Betrüger!“
Zu stolz für Hilfe?
Auf die Frage, warum er die Unterstützung ursprünglich nicht annehmen
wollte, antwortete Menzies: „Als stolzer Mann bin ich fest davon überzeugt,
dass ich mein eigenes Kreuz zu tragen habe. Ich habe nie um Hilfe gebeten.
Vielleicht bin ich zu stolz für mein eigenes Wohl.“
Die kritischen Beiträge im Internet sorgten für zusätzliche
Belastung. „Ich habe negative Kommentare von Leuten bekommen, die meine
finanzielle Situation nicht begreifen konnten. ‚Warum benötigt dieser Typ ein
GoFundMe?‘“ Es sei darum besser gewesen, all das rasch zu beenden.
„[Die Kampagne] war keine schlechte Sache. Aber wenn sie
mich vorher gefragt hätten, ob sie eine GoFundMe-Kampagne ins Leben rufen
sollen, hätte ich abgelehnt. Diese Situation muss ich selbst bewältigen.“
WWE bezahlt trotzdem wichtige OP
Trotz der harten Trennung gibt es in gesundheitlicher
Hinsicht positive Nachrichten: Menzies hat einen Termin bei einem Chirurgen
wegen seines Nackens. Eine Fusion der Wirbel C5–C6 sei wahrscheinlich. Er
rechnet mit einer Rückkehr im Mai 2026.
Auf die Frage nach den Kosten für die Operation erläuterte
er: „Da es sich noch um einen offenen Fall handelt, wird
WWE die Operation
bezahlen.“ Auch die Kosten für die Reha werde sein ehemaliger Arbeitgeber
voraussichtlich übernehmen.
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