Ex-WWE-Wrestler Ridge Holland beteuert: „Ich bin kein Betrüger!“

WWE News
Dienstag, 11 November 2025 um 17:00
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Nach dem WWE-Aus und dem medialen Wirbel um eine GoFundMe-Kampagne wehrt sich Ridge Holland mit deutlichen Worten.
Ridge Holland (Luke Menzies) hatte in den vergangenen Tagen nicht nur mit der WWE-Entlassung, sondern auch mit öffentlichen Anschuldigungen zu kämpfen. Der Grund: Eine GoFundMe-Kampagne löste im Internet Diskussionen aus. Jetzt bezog der frühere SmackDown-Star in Busted Open Radio Stellung.

WWE kürzte das Gehalt um 58 Prozent

Dabei schilderte er zum ersten Mal in eigenen Worten, wie sich seine Situation zugespitzt hatte. Im vergangenen Jahr unterschrieb er einen neuen Einjahresvertrag bei WWE. Zu deutlich schlechteren Konditionen als zuvor.
„Ich verstehe wirklich nicht, wo diese 58 Prozent [Gehaltskürzung] herkamen“, gab er zu. „Außer der Tatsache, dass sie keinen besonders hohen Wert in mir sahen.“
Ursprünglich wollte WWE ihn für drei Jahre zu neuen Konditionen an das Unternehmen binden. Der 37-Jährige bestand jedoch auf nur einem Jahr, um sich neu zu beweisen. Sein Plan: Über NXT, EVOLVE oder TNA wollte er den Sprung zurück nach oben schaffen.
Die drastische Gehaltskürzung hatte jedoch massive finanzielle Auswirkungen auf den dreifachen Familienvater. Um den Einkommensausfall auszugleichen, musste er seine Ersparnisse angreifen. Hinzu kamen Probleme mit drohenden Zwangsvollstreckungsverfahren für sein Haus. Und dann noch die Verletzung…

WWE-Ersparnisse aufgebraucht

Mitte Oktober erfuhr der gebürtige Engländer schließlich, dass WWE seinen bis zum 14. November laufenden Vertrag nicht verlängern würde.
Nur wenige Wochen zuvor hatte er sich bei einem TNA-Event eine schwere Mittelfußverletzung zugezogen. Aus Enttäuschung über den Umgang des Unternehmens machte er seinem Frust in den sozialen Medien Luft. Dies führte zur fristlosen Entlassung.
Kurz darauf ging eine GoFundMe-Kampagne online. Ziel war es, ihn und seine Familie in dieser schwierigen Phase zu unterstützen. Einige Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich daran, darunter Chelsea Green, Omos, Kyle Fletcher und Nick Jackson.
Neben viel Zuspruch gab es jedoch auch Kritik: In den sozialen Netzwerken wurde Menzies plötzlich vorgeworfen, Spendengelder missbräuchlich anzunehmen.

War alles nur ein großer Betrug?

Er betonte, dass er mit der Spendenaktion nichts zu tun hatte. Seine Mutter habe sie aus Sorge um die finanzielle Lage der Familie eingerichtet. Ohne ihn vorher zu konsultieren.
„Ich wurde als Betrüger und Stück Scheiße bezeichnet. Das ist alles falsch. Die GoFundMe-Kampagne wurde ohne mein Wissen ins Leben gerufen“, so der gebürtige Engländer weiter.
„Als ich davon erfuhr und mir ansah, wer gespendet hatte, war ich zuversichtlich, dass die Leute die Situation verstehen würden. Als eine bestimmte Summe erreicht war, dachte ich: ‚Damit komme ich über die Runden, bis ich wieder auf eigenen Beinen stehe.‘“
Inzwischen ist die Kampagne beendet. Zudem kündigte der Ex-WWE-Star an: Sobald er genügend verdient habe, möchte er dieselbe Summe für wohltätige Zwecke spenden. Als Dank für die Großzügigkeit, die ihm entgegengebracht wurde. Und aus eigener Tasche. „Aus einem unbekannten Grund wurde das als Betrug ausgelegt. Ich bin kein Betrüger!“

Zu stolz für Hilfe?

Auf die Frage, warum er die Unterstützung ursprünglich nicht annehmen wollte, antwortete Menzies: „Als stolzer Mann bin ich fest davon überzeugt, dass ich mein eigenes Kreuz zu tragen habe. Ich habe nie um Hilfe gebeten. Vielleicht bin ich zu stolz für mein eigenes Wohl.“
Die kritischen Beiträge im Internet sorgten für zusätzliche Belastung. „Ich habe negative Kommentare von Leuten bekommen, die meine finanzielle Situation nicht begreifen konnten. ‚Warum benötigt dieser Typ ein GoFundMe?‘“ Es sei darum besser gewesen, all das rasch zu beenden.
„[Die Kampagne] war keine schlechte Sache. Aber wenn sie mich vorher gefragt hätten, ob sie eine GoFundMe-Kampagne ins Leben rufen sollen, hätte ich abgelehnt. Diese Situation muss ich selbst bewältigen.“

WWE bezahlt trotzdem wichtige OP

Trotz der harten Trennung gibt es in gesundheitlicher Hinsicht positive Nachrichten: Menzies hat einen Termin bei einem Chirurgen wegen seines Nackens. Eine Fusion der Wirbel C5–C6 sei wahrscheinlich. Er rechnet mit einer Rückkehr im Mai 2026.
Auf die Frage nach den Kosten für die Operation erläuterte er: „Da es sich noch um einen offenen Fall handelt, wird WWE die Operation bezahlen.“ Auch die Kosten für die Reha werde sein ehemaliger Arbeitgeber voraussichtlich übernehmen.
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