WWE-Ex Tegan Nox bricht ihr Schweigen nach AEW-Backstage-Vorfall

AEW News
Mittwoch, 12 November 2025 um 12:26
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Tegan Nox sorgte bei AEW für Wirbel. Nun rechtfertigt die Ex-WWE-Wrestlerin ihren Abgang und kritisiert die Community.
Vor wenigen Tagen berichteten wir über einen Backstage-Vorfall bei AEW Collision. Nixon Newell (Tegan Nox bei WWE) und Miranda Alize weigerten sich, ein angesetztes Drei-Minuten-Match zu bestreiten. Noch vor Showbeginn verließen sie die Halle.
Während eines Twitch-Livestreams sprach die Waliserin mit ihrer Partnerin über den Shitstorm, der seitdem hereinbrach.
„Es ist herrlich, wieder mit Morddrohungen aufzuwachen. Nur weil man für das einsteht, woran man glaubt, und versucht, das Unternehmen zu schützen. Heute waren es gleich mehrere, drei Stück“, erklärte sie sarkastisch und nahm die Wrestling-Community in die Pflicht.

„Kein Streit, kein Ego-Problem“

Anschließend widersprach Newell den Gerüchten über angebliche Spannungen mit AEW: „Zwischen den Parteien gibt es kein böses Blut. Wir wurden für ein paar Shows angefragt, und das haben wir auch gemacht. Wir waren bei den letzten vier Tapings dabei.“
Dann schilderte die 30-Jährige, wie sich die Situation aus ihrer Sicht verschärft hatte. „Wir kamen am Mittwoch an und blieben den ganzen Abend.“ Zwar habe sich dabei kein Auftritt ergeben, dafür folgte die Einladung für Collision am Samstag.
„Kurz nachdem die Tore [für das Publikum] geöffnet wurden, hieß es: ‚Ihr kämpft gegen TayJay.‘ Cool! Wir machten uns Gedanken und bereiteten Ideen vor.“ Doch dann folgte der Schock: „Übrigens, das Match dauert nur drei Minuten!“
„Viele Leute teilten unsere Auffassung.“
- Nixon Newell
Newell behauptete, dass sie und Alize ruhig reagiert hätten. „Niemand freut sich über drei Minuten. Wir haben nicht gesagt: ‚Was zum Teufel, drei Minuten?‘ So war das nie. Wir haben nur gefragt: ‚Sind es wirklich nur drei Minuten?‘“ Dies wurde bejaht.

„Drei Minuten helfen niemandem“

Dabei habe es ursprünglich geheißen, dass sie sich als glaubwürdiges Team präsentieren sollten. Da dies in ihren Augen nun nicht möglich sei, passten sie.
Newell ergänzte: „Wir entschieden gemeinsam – als Team, als Paar, als Wrestlerinnen –, dass drei Minuten niemandem helfen. Keiner steigt dabei gut aus. Wir verhielten uns höflich und respektvoll. Wir riefen unseren Producer und sagten: ‚Drei Minuten bringen keinem etwas.‘“
Das Match ging kurzfristig an ein anderes Team, nämlich die ROH-Wrestlerinnen Hyan und Maya World. „Es floss kein böses Blut“, sagte die 30-Jährige. Sie betonte noch einmal, dass man keine Szene gemacht habe.
„Es war kein ‚Scheiß drauf, wir gehen!‘ Wir haben mit vielen Leuten darüber gesprochen. Und alle waren sich einig, dass drei Minuten niemandem etwas bringen würden."
Für Nixon Newell neigt sich die Zeit im Wrestling ohnehin dem Ende zu. „Ich habe zu Beginn des Jahres allen gesagt, dass dies meine letzten zwei Jahre im Wrestling sind. Eines ist bereits vorbei. Ich möchte dieses letzte Jahr genießen.“
Am Dienstag streute Miranda Alize noch einmal Salz in die Wunden. In ihrer Instagram-Story schrieb sie:
„In dem Moment, in dem du anfängst, für dich selbst einzustehen, verändert sich alles. Plötzlich bist du das Problem, nicht, weil du dich verändert hast, sondern weil du dich nicht mehr ausnutzen lässt. Sie werden dich als Bösewicht darstellen, aber das ist okay, denn du wählst endlich dich selbst. Hier beginnt deine Freiheit.“

Die Wrestling-Szene meldet sich zu Wort

Die Reaktionen auf den Vorfall fielen größtenteils negativ aus. Vor allem aus dem Umfeld von AEW.
So schrieb beispielsweise Dustin Rhodes auf X:
„Wenn du die Chance bekommst, im Fernsehen aufzutreten, sagst du Ja! Andernfalls: Viel Glück für deine Zukunft.“
Taya Valkyrie erinnerte an den professionellen Umgang mit TV-Möglichkeiten:
„Letztlich ist das ein Geschäft, es ist unser Job. Es spielt keine Rolle, ob man 1 Minute oder 45 Minuten Zeit hat, man muss jede Sekunde vor den Fans und im Fernsehen nutzen. Es ist eine Ehre und ein Privileg, Teil der Show zu sein.
Ich mache das seit 15 Jahren und habe jede Position durchlaufen, gute, schlechte, Champion, Enhancement … jeder einzelne Aspekt der Show, ob klein oder groß, ist wichtig.“
Der ehemalige AEW-Star Joey Janela verwies auf die weisen Worte einer Wrestling-Legende:
„Chris Jericho hat es immer am besten ausgedrückt: Im Grunde bist du ein Schauspieler. Wenn du für eine kleine Rolle gebucht wirst – vor allem als Enhancement-Talent –, dann sei kein Störenfried und gib dein Bestes. Das wird höchstwahrscheinlich zu weiteren Chancen führen.
Junge Wrestler sollten sich NIEMALS so verhalten. Ich kann dir gar nicht sagen, wie viele Leute sich in diesem Geschäft für immer sabotiert haben, indem sie solchen Mist gemacht haben. Sogar bei den Indys. In diesem Business verbreiten sich solche Geschichten wie ein Lauffeuer.“
Leila Grey ergänzte:
„Währenddessen würden manche Leute hinter den Kulissen alles dafür geben, um diese drei Minuten im Fernsehen zu bekommen!”
Unterstützung erhielten die beiden Wrestlerinnen von der ehemaligen ROH-Wrestlerin Mandy León:
„Einige der Mädels, die sich hier gerade auf sie stürzen, sind genau dieselben, die sich schon zu 100 % über ihre Matchzeiten, Gegnerinnen oder Storylines beschwert haben. Ekelhaft … Hört damit auf! Nicht euer Zirkus, nicht eure Affen. Egal, wie das gehandhabt wurde: Kümmert euch um euch selbst. Widerlich.“

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Klar ist: Nach diesem Wochenende dürfte für Nixon Newell und Miranda Alize das Kapitel AEW beendet sein. Hinter den Kulissen scheint man kein Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit zu haben.
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