Während eines Twitch-Livestreams sprach die Waliserin
mit ihrer Partnerin über den Shitstorm, der seitdem hereinbrach.
„Es ist herrlich, wieder mit Morddrohungen aufzuwachen. Nur
weil man für das einsteht, woran man glaubt, und versucht, das Unternehmen zu
schützen. Heute waren es gleich mehrere, drei Stück“, erklärte sie sarkastisch
und nahm die Wrestling-Community in die Pflicht.
„Kein Streit, kein Ego-Problem“
Anschließend widersprach Newell den Gerüchten über
angebliche Spannungen mit
AEW: „Zwischen den Parteien gibt es kein böses Blut.
Wir wurden für ein paar Shows angefragt, und das haben wir auch gemacht. Wir
waren bei den letzten vier Tapings dabei.“
Dann schilderte die 30-Jährige, wie sich die Situation aus
ihrer Sicht verschärft hatte. „Wir kamen am Mittwoch an und blieben den ganzen
Abend.“ Zwar habe sich dabei kein Auftritt ergeben, dafür folgte die
Einladung für
Collision am Samstag
.„Kurz nachdem die Tore [für das Publikum] geöffnet wurden, hieß es: ‚Ihr kämpft gegen TayJay.‘ Cool! Wir machten uns
Gedanken und bereiteten Ideen vor.“ Doch dann folgte der Schock: „Übrigens, das
Match dauert nur drei Minuten!“
„Viele Leute teilten unsere Auffassung.“
- Nixon NewellNewell behauptete, dass sie und Alize ruhig reagiert hätten. „Niemand freut
sich über drei Minuten. Wir haben nicht gesagt: ‚Was zum Teufel, drei Minuten?‘
So war das nie. Wir haben nur gefragt: ‚Sind es wirklich nur drei Minuten?‘“ Dies wurde bejaht.
„Drei Minuten helfen niemandem“
Dabei habe es ursprünglich geheißen, dass sie sich als
glaubwürdiges Team präsentieren sollten. Da dies in ihren Augen nun nicht
möglich sei, passten sie.
Newell ergänzte: „Wir entschieden gemeinsam – als Team, als
Paar, als Wrestlerinnen –, dass drei Minuten niemandem helfen. Keiner steigt
dabei gut aus. Wir verhielten uns höflich und respektvoll. Wir riefen unseren
Producer und sagten: ‚Drei Minuten bringen keinem etwas.‘“
Das Match ging kurzfristig an ein anderes Team, nämlich die
ROH-Wrestlerinnen Hyan und Maya World. „Es floss kein böses Blut“, sagte die
30-Jährige. Sie betonte noch einmal, dass man keine Szene gemacht habe.
„Es war
kein ‚Scheiß drauf, wir gehen!‘ Wir haben mit vielen Leuten darüber gesprochen.
Und alle waren sich einig, dass drei Minuten niemandem etwas bringen würden."
Für Nixon Newell neigt sich die Zeit im Wrestling ohnehin
dem Ende zu. „Ich habe zu Beginn des Jahres allen gesagt, dass dies meine
letzten zwei Jahre im Wrestling sind. Eines ist bereits vorbei. Ich möchte
dieses letzte Jahr genießen.“
Am Dienstag streute Miranda Alize noch einmal Salz in die
Wunden. In ihrer
Instagram-Story schrieb sie:
„In dem Moment, in dem du anfängst, für dich selbst
einzustehen, verändert sich alles. Plötzlich bist du das Problem, nicht, weil
du dich verändert hast, sondern weil du dich nicht mehr ausnutzen lässt. Sie
werden dich als Bösewicht darstellen, aber das ist okay, denn du wählst endlich
dich selbst. Hier beginnt deine Freiheit.“
Die Wrestling-Szene meldet sich zu Wort
Die Reaktionen auf den Vorfall fielen größtenteils negativ
aus. Vor allem aus dem Umfeld von
AEW.
So schrieb beispielsweise Dustin Rhodes auf X:
„Wenn du die Chance bekommst, im Fernsehen aufzutreten,
sagst du Ja! Andernfalls: Viel Glück für deine Zukunft.“
Taya Valkyrie erinnerte an den professionellen Umgang
mit TV-Möglichkeiten:
„Letztlich ist das ein Geschäft, es ist unser Job. Es
spielt keine Rolle, ob man 1 Minute oder 45 Minuten Zeit hat, man muss jede
Sekunde vor den Fans und im Fernsehen nutzen. Es ist eine Ehre und ein
Privileg, Teil der Show zu sein.
Ich mache das seit 15 Jahren und habe jede
Position durchlaufen, gute, schlechte, Champion, Enhancement … jeder
einzelne Aspekt der Show, ob klein oder groß, ist wichtig.“
Der ehemalige
AEW-Star
Joey Janela verwies auf die
weisen Worte einer Wrestling-Legende:
„Chris Jericho hat es immer am besten ausgedrückt: Im Grunde
bist du ein Schauspieler. Wenn du für eine kleine Rolle gebucht wirst – vor
allem als Enhancement-Talent –, dann sei kein
Störenfried und gib dein Bestes. Das wird höchstwahrscheinlich zu weiteren
Chancen führen.
Junge Wrestler sollten sich NIEMALS so verhalten. Ich kann
dir gar nicht sagen, wie viele Leute sich in diesem Geschäft für immer
sabotiert haben, indem sie solchen Mist gemacht haben. Sogar bei den Indys. In
diesem Business verbreiten sich solche Geschichten wie ein Lauffeuer.“
Leila Grey ergänzte:
„Währenddessen würden manche Leute hinter den Kulissen alles
dafür geben, um diese drei Minuten im Fernsehen zu bekommen!”
Unterstützung erhielten die beiden Wrestlerinnen von der
ehemaligen ROH-Wrestlerin Mandy León:
„Einige der Mädels, die sich hier gerade auf sie stürzen,
sind genau dieselben, die sich schon zu 100 % über ihre Matchzeiten,
Gegnerinnen oder Storylines beschwert haben. Ekelhaft … Hört damit auf! Nicht
euer Zirkus, nicht eure Affen. Egal, wie das gehandhabt wurde: Kümmert euch um
euch selbst. Widerlich.“
Klar ist: Nach diesem Wochenende dürfte für Nixon Newell und
Miranda Alize das Kapitel
AEW beendet sein. Hinter den Kulissen scheint man
kein Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit zu haben.
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