Jim Johnston würde gern wieder für WWE komponieren
Seine Arbeit ist bis heute eng mit einigen der größten Namen
verbunden. Etwa Undertaker, „Stone Cold“ Steve Austin, D-Generation X, The
Rock, Vince McMahon und Brock Lesnar.
Nach mehr als drei Jahrzehnten bei WWE
endete seine Zeit im Unternehmen jedoch Ende 2027. Grundsätzlich könnte sich
Johnston aber sehr wohl vorstellen, wieder für WWE tätig zu werden. Das verriet
er im Gespräch mit
All
Access Entertainment.
„Ich würde es gerne machen, aber man müsste mich schon
fragen“, stellte Johnston klar. Ein solches Szenario sei jedoch nicht
realistisch.
„Die Wahrscheinlichkeit, dass Triple H mich fragt, liegt nahezu
bei null. Dass mich die WWE Music Group anruft, halte ich für ausgeschlossen.
Und auch bei denjenigen, die derzeit die Themes komponieren, sehe ich keine
Chance.“
Unstimmitkeiten mit Paul Levesque?
Der Konflikt mit dem WWE-Macher Paul „Triple H“ Levesque
scheint tiefergehend zu sein: „Ich denke, dass Hunter nach wie vor daran
festhalten will, dass Motörhead diese Songs geschrieben hat. Ich glaube, er ist
kein großer Fan von mir!“
Der Kult-Komponist bezog sich hier konkret auf drei WWE-Songs:
„Time to Play the Game“ (2000), „Bow Down to the King“ und „Evolution“.
Sie
alle sind untrennbar mit Triple H verbunden – und mit der Stimme des legendären
Rockstars Lemmy Kilmister, dem Frontmann von Motörhead. Levesque ist ein
riesengroßer Fan der Band und wünschte sich diese Zusammenarbeit.
Auch wenn Levesque es in der Vergangenheit mitunter anders
darstellte: Die Musikstücke wurden von Jim Johnston geschrieben und später von
Lemmy und seinen Mannen für WWE vertont.
„Als er sich aus dem Wrestling zurückzog und zunehmend
hinter den Kulissen arbeitete, wollte er zweifellos seine eigenen Leute haben“,
führte Johnston weiter aus. „Für ihn war ich [Vince McMahons] Mann. Das ist wahrscheinlich
der Grund, warum ich nicht mehr mit dem Schreiben von Themen beauftragt werde.“
Fans und Wrestler kritisieren aktuelle WWE-Themes
Zuletzt wurde die Kritik an den aktuellen Einzugsmusiken bei
WWE immer lauter. Sowohl von Seiten der Fans, aber auch der WWE-Stars selbst. Die
Themes seien zu generisch und austauschbar. Ohne Wiedererkennungswert wie
einst.
Hinzu kommt der Vorwurf, dass die neuen Stücke mitunter zu eine großen Teil KI-generiert
seien. Seit einigen Jahren zeichnet sich das Produktionskollektiv „Def Rebel“
für die allermeisten Stücke verantwortlich.
Davor hatte das Duo „CFO$“ (Michael
Lauri und John Adams) Themes u. a. für Roman Reigns, Seth Rollins, Bray Wyatt
und zahlreiche NXT-Stars geliefert. Die Trennung soll aufgrund von Unstimmigkeiten bezüglich der Tantiemen erfolgt sein.
Dabei könnte Johnston offenbar sofort wieder aushelfen. Denn
das Komponieren hat er keineswegs aufgegeben. Nach eigener Aussage verbringt er
weiterhin Zeit in seinem Studio und entwickelt regelmäßig neue Ideen für
Wrestling-Themes. Ganz zufällig, ohne Hintergedanken.
Anthony Mirabella ist Teil von Def Rebel
„Ich habe ständig Ideen
für all diese Jungs. Wenn ich ein bisschen auf der Gitarre herumspiele, denke
ich mir oft: ‚Das wäre ein richtig gutes Einzugslied‘“, erklärte er. Bis heute würden ihn Wrestler kontaktieren. Aber nur jene, die nicht bei WWE unter Vertrag stünden.
Abschied nach 32 Jahren bei WWE
Johnston war knapp 32Jahre bei WWE tätig. Bis das Unternehmen am 30. November 2017 seinen Abschied verkündete.
In den Achtzigerjahren teilte er sich die Aufgabe teilweise
mit Jimmy Hart. Nach dessen Abschied im Jahr 1993 übernahm er die alleinige
Hauptverantwortung. Sein letztes WWE-Lied war „I Bring the Darkness“ für Baron
Corbin.
Kurios: Eben jener Baron Corbin feierte kürzlich seine
WWE-Rückkehr. Vielleicht ein gutes Omen hinsichtlich Jim Johnstons Comeback? Es
wäre sicherlich eine großartige Geschichte für langjährige Fans, die den typischen WWE-Klang vermissen.
Für wahrscheinlich halten wir sie
aber ehrlich gesagt nicht. Denn in Zukunft dürfte TKO noch stärker als bisher
auf KI-generierte und damit kostengünstigere Inhalte setzen.
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