Dabei
ließ der Hall-of-Famer kein gutes Haar an der Kreativarbeit. Vor allem die
Tatsache, dass die Abläufe immer stärker durchgeplant waren, stieß ihm sauer
auf.
Rückblick auf die letzte WWE-Phase
„Alles war viel zu inszeniert, viel zu einstudiert, einfach überzogen“,
erinnerte er sich. „Mir wurden regelrecht Handschellen angelegt, sodass ich
kaum noch etwas ausprobieren konnte!“
Edge stieg beim
Royal Rumble am
26. Januar 2020 nach langer Pause
erstmals wieder in den Ring. Sein Comeback wurde von den Fans frenetisch
gefeiert und markierte den Beginn seiner zweiten WWE-Karriere. Die ganz große
Magie wie einst wollte aber nur noch vereinzelt entstehen.
Neben einer Fehde mit Randy Orton blieb vor allem die Gründung
des Judgment Day im Frühjahr 2022 in Erinnerung. Der Kanadier rekrutierte
Damian Priest und Rhea Ripley, später stieß noch Finn Bálor hinzu.
Beim WWE Royal Rumble 2020 brachte sich Edge noch mal in Stellung
Beim Judgment Day eliminiert
Die Idee war es, eine düstere Gruppierung im Stil der Brood
zu etablieren. Edges lange, oft verschwurbelte Promos und das wiederholte
Abrechnen mit den Fans wirkten auf viele Zuschauer jedoch übertrieben und
unglaubwürdig.
Im Oktober 2023 wechselte der 52-Jährige zu AEW. Sein Ziel sei
es, die Karriere in dieser Liga zu beenden. Denn dort müsse er sich nicht mit
ständigen Einschränkungen von oben auseinandersetzen.
Von den eigenen Schützlingen verraten!
Dabei hatte er die krassesten Vorschläge des damaligen
WWE-Bosses Vince McMahon sogar abgelehnt.
Copeland
berichtete später von Ideen mit einem Kessel voller schwarzer Flüssigkeit,
einer Mistgabel und sogar einem „Schweben” zum Ring. Bereits nach wenigen
Monaten wurde er schließlich aus seinem eigenen Stable geworfen.
AEW als Gegenentwurf zu WWE
„Das Großartige an AEW ist die Freiheit, Neues zu entdecken
und auszuprobieren. In dieser Hinsicht ähnelt es viel mehr der Attitude-Ära bei
WWE“, offenbarte er. Damals habe es zwar oftmals einen rudimentären Plan gegeben,
aber selbst das nicht immer.
Damals habe es zwar oftmals einen rudimentären Plan gegeben,
aber selbst das nicht immer. Manchmal seien Dinge und Ideen einfach live im TV
entwickelt worden, so Copeland.
Bei AEW sehe er sich inzwischen als eine Art Leitfigur für
den Locker Room: „Ich wurde schon früher in Führungsrollen eingesetzt und hatte
damit Erfolg. Ich denke, das war ein Grund für meine Verpflichtung.“
Edge: „Bei AEW ziehen alle am selben Strang!“
Nach eigener Aussage habe sich im vergangenen Jahr vieles in
der Liga zum Positiven gewendet. Inzwischen ziehe die Mannschaft an einem
Strang, was sich auch in den kreativen Ergebnissen der Shows widerspiegele. Er
selbst sei jedenfalls hochzufrieden.
Zwar musste Adam Copeland bei AEW aus rechtlichen Gründen
den Namen Edge offiziell ablegen. Ansonsten änderte sich wenig. An der Seite
seines alten Freundes Christian hält er derzeit die
AEW-Tag-Team-Champion-Titel.
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