Trotz gesundheitlicher Bedenken träumt Mick Foley von einem finalen Match. Allerdings nicht bei WWE, sondern bei
AEW.
Mick Foley lässt den Traum von einem letzten Match nicht
los. Obwohl der 60-Jährige seit seinem Gastauftritt beim
WWE Royal Rumble 2012
kein reguläres Match mehr bestritten hat, beschäftigt ihn der Gedanke an einen
würdigen Abschied weiterhin. Dies offenbarte er in einem
Interview mit Ariel Helwani.
In der Vergangenheit wurden immer wieder Gerüchte über einen
finalen Ringsauftritt von Mick Foley laut. So offenbarte beispielsweise Jon
Moxley in seiner Autobiografie, dass vor einigen Jahren an einem Match
gebastelt wurde.
Damals standen beide bei der WWE unter Vertrag, Moxley war als
Dean Ambrose bekannt. Allerdings wurde der Hardcore-Ikone die
Ringfreigabe verwehrt, sodass alle Pläne auf Eis gelegt wurden.
Seitdem ist viel Zeit vergangen. Der Gedanke an einen
würdigen Abschied im Seilgeviert beschäftigt den 60-Jährigen weiterhin. „Der
Gedanke [an ein weiteres Match] ist mir definitiv schon gekommen. Die Cinematic
Matches haben die Tür für Leute geöffnet, deren Kondition vielleicht nicht mehr
die beste ist“, erklärte Foley.
Sogenannte Cinematic Matches sind vorproduzierte, filmisch
inszenierte Kämpfe. Sie werden manchmal an mehreren Orten gedreht und zeichnen
sich durch Schnitte, Spezialeffekte und eine stärker erzählte Story aus.
Bekannte Beispiele sind das „Boneyard Match“ zwischen AJ Styles und The
Undertaker sowie das „Firefly Fun House Match“ mit John Cena und Bray Wyatt.
Beide fanden bei WWE WrestleMania 36 statt.
Kreative Lösungen für alte Probleme
Der Gewichtsverlust von rund 45 Kilogramm hat Foleys Leben
grundlegend verändert. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, wie er verriet:
„Früher musste ich auf einem mäßig steilen Hügel ein paar Mal stehen bleiben.
Heute merke ich, dass ich nicht mehr so außer Atem gerate wie früher.“
Er sei sich aber bewusst: Sollte er noch einmal in den Ring
steigen, müsse er bestimmte Sicherheitsvorkehrungen treffen. Attacken gegen den
Kopf seien aufgrund seiner Leidensgeschichte ein absolutes No-Go. „Zum Glück
gibt es unterhalb meines Halses noch jede Menge von mir, das man malträtieren
kann“, scherzte der WWE-Hall-of-Famer
„Ich traue mir noch ein letztes gutes Match zu. Dafür müsste allerdings alles perfekt zusammenpassen. Es müsste Sinn ergeben!“ Sowohl Foley als auch Jon Moxley stehen inzwischen bei AEW unter Vertrag.
Als Mankind darf Mick Foley nur bei WWE auftreten
Das bedeutet: Mankind ist tabu, denn die Rechte an diesem Gimmick hält WWE. Umso besser, dass sich Foley auch unter seinem bürgerlichen Namen etabliert hat. Und dann gibt es ja noch Cactus Jack ...
Vor
AEW
Double or Nothing kam es zu kontroversen Szenen, als Top-Heel MJF den
60-Jährigen unter der Gürtellinie attackierte. Nicht nur verbal, sondern
buchstäblich. Vorzeichen für ein mögliches Match irgendwann? Zumindest vorstellbar.
Neben dem Gewichtsverlust hätten vor allem die Hüft- und
Knieprothesen Micks Leben zum Positiven verändert. So komisch es klingt. Aber
genau das ist auch der Grund, warum er an einem finalen Match immer wieder
zweifelt.
„Die Chance steht 50 zu 50, dass ich damit alles wieder zunichte
machen könnte. Ich weiß nicht, ob ich bereit bin, dieses Risiko einzugehen“,
gab er zu. „Trotzdem ertappe ich mich dabei, wie meine Gedanken abschweifen und
ich Ideen entwickle, die besser aussehen, als sie wehtun. Ideen, die bei meiner
spontanen Foley-Risiko-Nutzen-Analyse eine gute Bewertung bekommen!”
Allzweckwaffe für AEW
Letztendlich hänge das davon ab, ob es genügend solcher
Moves gäbe. Und ob er körperlich dazu in der Lage wäre, sie entsprechend
durchzuführen oder zu kassieren. „Schauen wir mal, was sich machen lässt. Es
sind schon verrücktere Dinge passiert!“
Grundsätzlich betrachte er sich bei AEW als Allzweckwaffe,
vergleichbar mit einem Schweizer Taschenmesser. „Ich erledige die Arbeit, die
ich am besten kann. Und bei der man mich am dringendsten braucht“, erklärte er.
Das könne die Moderation der Pre-Show an der Seite von Renee Paquette sein,
Öffentlichkeitsarbeit oder seine Rolle als Manager. Und vielleicht auch ein
Match – sofern alle Sterne richtig stehen.
Vorher kommt Mick Foley aber noch
für einen speziellen Abend nach Wien. Restkarten für den 18. Oktober gibt es im
Prater-Catchen-Shop.
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