LA Knight kritisiert WWE-Booking: „Mir fehlt die klare Richtung!“

WWE News
Freitag, 05 Juni 2026 um 12:48
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WWE-Star LA Knight spricht über fehlende Storys, sinkenden Fan-Zuspruch und warum sein Abschied still verlaufen wird.
LA Knight gehört zweifellos zu den beliebtesten Superstars bei WWE Raw. Trotzdem haben viele Fans das Gefühl, dass die Company bis heute nicht wirklich auf ihn setzt. Im Interview mit Chris Van Vliet erklärte er, wie er damit umgeht. Und warum die Reaktionen der Fans abgekühlt sind.
Den Beginn seines Aufstiegs verortet der 43-Jährige vor etwas mehr als drei Jahren. „Im März 2023 fielen mir die Publikumsreaktionen zum ersten Mal auf. Ab diesem Moment nahmen sie immer mehr zu und wurden immer lauter“, erinnerte er sich.
„Das Verrückte daran ist: Viele Leute waren überzeugt, dass es sich nur um einen kurzen Hype handle. Viele hielten es für einen Trend oder eine Modeerscheinung, die schnell wieder verschwindet. Und jetzt haben wir 2026!“
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Wenn LA Knight zum Mikrofon greift, hören alle zu

Warum die WWE-Fan-Reaktionen zuletzt abkühlten

Er gab aber auch zu, dass der Beifall schon mal lauter war. „Vielleicht sind die Reaktionen heute nicht mehr ganz so beeindruckend wie damals. Der Grund ist: Ich bin derzeit wie ein Mann ohne Heimat.“ Dem Wrestling-Charakter fehlt es an einer konkreten Rolle und einer fesselnden Storyline. Anders gesagt: Die Schuld liegt in erster Linie bei der WWE und dem Kreativteam.
„Es geht einfach darum, dass ich ein klares Ziel habe. Etwas, woran die Leute Anteil nehmen können. Etwas, in das sie sich richtig hineinsteigern können. Das hebt die Stimmung dann von einer Acht auf eine Zehn oder sogar noch darüber hinaus“, stellte er klar.
Als Beispiel nannte Knight seine Rivalität mit Seth Rollins im vergangenen Jahr. Damals habe er ein konkretes Ziel gehabt, wodurch die Begeisterung der Fans sofort wieder angestiegen sei.
„Ich habe mich in meiner gesamten Karriere unterschätzt gefühlt.“
- LA Knight
Gleichzeitig zeigte er sich aber auch froh darüber, dass er überhaupt noch Reaktionen vom Publikum erhalte. Vor allem, weil viele WWE-Verantwortliche niemals mit einem solchen Zuspruch gerechnet hätten: „Zu diesen Leuten sage ich: Ihr habt es wohl nicht so mit Zahlen!“

Und was, wenn plötzlich niemand mehr reagiert?

Kurioserweise verlasse man sich in der Liga – trotz mangelnder Pläne – trotzdem immer wieder auf den 43-Jährigen. „Das Lustige ist: Wenn ich mit den Jungs backstage rede, sagen sie oft: ‚Wir spielen gleich deine Musik, dann gibt's wieder einen riesigen Pop.‘ Und ich antworte dann: ‚Seid euch da mal nicht so sicher.‘ Man weiß nie. Vielleicht ist heute genau der Tag‘“, gestand er.
„Ich mache zwar Witze darüber, aber gleichzeitig könnte das tatsächlich der Fall sein. Und wenn es passiert, dann ist das eben so. So funktioniert dieses Geschäft. Wenn die Reaktionen plötzlich nachlassen, dann arbeite ich eben daran, sie wieder nach oben zu bringen. Und wenn ich dafür meine Rolle komplett verändern muss, dann mache ich das. Ich werde die Leute dazu bringen, irgendeine Reaktion zu zeigen, egal ob positiv oder negativ.“
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Der größte Erfolg: LA Knight als WWE-United-States-Champion

Vergleiche mit Steve Austin und Bryan Danielson

Im weiteren Verlauf des Interviews zog Knight Parallelen zu Topstars wie Steve Austin und Bryan Danielson. Beide hätten ihre größten Begeisterungsstürme erst erlebt, nachdem WWE sie mit wichtigen Siegen und Titelgewinnen aufgebaut hatte. Seine eigene Entwicklung sei dagegen völlig anders verlaufen. Quasi aus dem Nichts, komplett organisch.
Obwohl er regelmäßig Niederlagen einstecken musste, avancierte er zum absoluten Publikumsliebling. Und wurde sogar zu einem der erfolgreichsten Merchandise-Verkäufer der Company.
„Und das nicht, weil man mich in diese Richtung gedrückt hätte. Nicht, weil die [WWE-Bosse] hinter mir standen. Aber irgendwann mussten sie natürlich aufspringen. Ab einem gewissen Punkt konnte man das einfach nicht mehr ignorieren.“ Trotzdem fühlt der ehemalige United States Champion nach wie vor einen gewissen Widerstand hinter den Kulissen.

Der WWE-Abschied ist absehbar

Wohl auch deswegen scheint ein Abschied vom Ring bereits absehbar. LA Knight feiert im November seinen 44. Geburtstag. Ein Leben als Wrestler bis in die 50er Jahre schloss er mit den Worten „Verdammt noch mal, auf keinen Fall! Bist du verrückt?“ aus.
Ein großes WWE-Abschiedsszenario wie beim Undertaker oder John Cena sei für ihn aber ebenfalls kein realistisches Szenario. „Wenn ich entscheide, dass es genug ist, werde ich einfach in den Sonnenuntergang verschwinden und ihr werdet mich nie wieder sehen“, kündigte er an.
„Wenn sie irgendwann völlig verrückt werden und sagen: ‚Wir nehmen ihn in die Hall of Fame auf‘, dann würde ich dafür wahrscheinlich noch einmal zurückkommen“, gab er zu.
„Aber ich habe das Gefühl, dass selbst das eher nicht passieren wird. Vielleicht liegt das einfach daran, dass ich mich in meiner gesamten Wrestling-Karriere – egal, wo ich gewesen bin – immer ein Stück weit unterschätzt gefühlt habe.“
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