Sein Hauptkritikpunkt: „Heutzutage weiß niemand mehr, wie man richtig
arbeitet!”
Seit 1989 ist Gunn bereits im Wrestling-Geschäft tätig.
Seine erfolgreichste Zeit erlebte er in den Neunzigerjahren bei
WWE. Als
Mitglied der New Age Outlaws an der Seite von „Road Dogg“ Jesse James zählte er
zu den Helden der WWE-Attitude-Ära.
Heute ist er als Trainer für
AEW im
Einsatz. Und in dieser Funktion rechnete er im
All
Real Wrestling Podcast mit seinen Nachfolgern ab.
Die Leute wissen nicht, wie man richtig arbeitet. Und sie sind faul!
- Billy GunnHarte Worte für die heutige Wrestling-Generation
Ihm ginge es nicht darum, die Vergangenheit zu
glorifizieren. Die Achtziger würden heute nicht mehr funktionieren, gab er zu.
Die Grundlagen seien aber nach wie vor gültig.
In der modernen Wrestling-Landschaft habe sich seiner
Meinung nach eine gefährliche Dynamik entwickelt. Die Wrestler jagten der
sofortigen Befriedigung hinterher und definierten sich in erster Linie durch
halsbrecherische Manöver. Wahre Verbindung entstehe aber anders.
Der 62-Jährige zog einen Vergleich mit der Vergangenheit.
„In der Attitude-Ära hatte ich so viel Energie. Alles, was ich sagte, war: ‚Ich
habe zwei Wörter für dich!‘“, erinnerte er sich. Mehr habe es nicht gebraucht,
um die Arenen zum Beben zu bringen.
Billy Gunn: „Schaltet eine Gang zurück!“
„Mit Wrestling-Moves kann man das genauso machen. Aber die
Leute wissen nicht, wie man richtig arbeitet. Und sie sind faul!“, stellte er
klar. Nicht faul aus athletischer Sicht. Aber faul, wenn es darum geht, einen
entsprechenden Matchverlauf zu kreieren.
„All diese Leute mit ihren Sprüngen und dem ganzen anderen
Zeugs … Klar, das hat seinen Platz [im Wrestling]. Aber lasst uns daran
arbeiten, dorthin zu gelangen, anstatt gleich alles zu zeigen“, erklärte er.
Die Wrestler seien inzwischen so athletisch, dass das Publikum gar nicht mehr
folgen könne.
Die Kritik betrifft WWE ebenso wie AEW
Er betonte jedoch, dass es sich nicht um ein ligenspezifisches Problem handele. Das gesamte Wrestling-Business sei gefragt.
„Betrifft es
AEW? Ja! Betrifft es
WWE? Ja. Es ist überall ein Problem, weil man
glaubt, dass genau das nötig ist. Wir nehmen uns nicht die Zeit, um uns langsam
heranzuarbeiten. Wir springen direkt von 50 auf 100.“
Gunns Fazit: Irgendwann habe das Publikum genügend „Autounfälle” gesehen und wende sich ab.
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