WWE-Ex Billy Gunn schimpft: „Nur noch Moves, kein Wrestling“

AEW News
Freitag, 16 Januar 2026 um 17:40
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Zu viel! Zu schnell! Zu gefährlich! Ex-WWE-Star und AEW-Coach Billy Gunn erklärt, was im Wrestling heute falsch läuft.
Billy Gunn hat genug! Nach über drei Jahrzehnten im Ring zieht die WWE-Legende eine Bilanz. Und die fällt alles andere als positiv aus.
Sein Hauptkritikpunkt: „Heutzutage weiß niemand mehr, wie man richtig arbeitet!”
Seit 1989 ist Gunn bereits im Wrestling-Geschäft tätig. Seine erfolgreichste Zeit erlebte er in den Neunzigerjahren bei WWE. Als Mitglied der New Age Outlaws an der Seite von „Road Dogg“ Jesse James zählte er zu den Helden der WWE-Attitude-Ära.
Heute ist er als Trainer für AEW im Einsatz. Und in dieser Funktion rechnete er im All Real Wrestling Podcast mit seinen Nachfolgern ab.
Die Leute wissen nicht, wie man richtig arbeitet. Und sie sind faul!
- Billy Gunn

Harte Worte für die heutige Wrestling-Generation

Ihm ginge es nicht darum, die Vergangenheit zu glorifizieren. Die Achtziger würden heute nicht mehr funktionieren, gab er zu. Die Grundlagen seien aber nach wie vor gültig.
In der modernen Wrestling-Landschaft habe sich seiner Meinung nach eine gefährliche Dynamik entwickelt. Die Wrestler jagten der sofortigen Befriedigung hinterher und definierten sich in erster Linie durch halsbrecherische Manöver. Wahre Verbindung entstehe aber anders.
Der 62-Jährige zog einen Vergleich mit der Vergangenheit. „In der Attitude-Ära hatte ich so viel Energie. Alles, was ich sagte, war: ‚Ich habe zwei Wörter für dich!‘“, erinnerte er sich. Mehr habe es nicht gebraucht, um die Arenen zum Beben zu bringen.

Billy Gunn: „Schaltet eine Gang zurück!“

„Mit Wrestling-Moves kann man das genauso machen. Aber die Leute wissen nicht, wie man richtig arbeitet. Und sie sind faul!“, stellte er klar. Nicht faul aus athletischer Sicht. Aber faul, wenn es darum geht, einen entsprechenden Matchverlauf zu kreieren.
„All diese Leute mit ihren Sprüngen und dem ganzen anderen Zeugs … Klar, das hat seinen Platz [im Wrestling]. Aber lasst uns daran arbeiten, dorthin zu gelangen, anstatt gleich alles zu zeigen“, erklärte er. Die Wrestler seien inzwischen so athletisch, dass das Publikum gar nicht mehr folgen könne.

Die Kritik betrifft WWE ebenso wie AEW

Er betonte jedoch, dass es sich nicht um ein ligenspezifisches Problem handele. Das gesamte Wrestling-Business sei gefragt.
„Betrifft es AEW? Ja! Betrifft es WWE? Ja. Es ist überall ein Problem, weil man glaubt, dass genau das nötig ist. Wir nehmen uns nicht die Zeit, um uns langsam heranzuarbeiten. Wir springen direkt von 50 auf 100.“
Gunns Fazit: Irgendwann habe das Publikum genügend „Autounfälle” gesehen und wende sich ab.
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