WWE-Star CM Punk kritisiert US-Politiker: „Wir entwickeln uns zurück!”

WWE News
Donnerstag, 16 April 2026 um 16:38
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Warum der WWE-World-Champion CM Punk seine Reichweite nutzt, um über Themen zu sprechen, die andere lieber meiden.
Manche nennen ihn einen Heuchler. Andere wiederum bewundern ihn für seine klaren Worte. Er selbst bezeichnet sich als „Stimme der Stimmlosen“. Und als solche spricht CM Punk auch immer wieder sozialkritische oder politische Themen an. Warum er dies heute seltener tut als früher und warum er trotzdem nie damit aufhören wird, verriet er im Podcast All The Smoke.
„Es ist immer der richtige Zeitpunkt, um das Richtige zu tun“, stellte Punk klar. Gleichzeitig gab er zu, dass er seine sozialkritischen Kommentare bewusst dosiere. „Mein Blick darauf hat sich heute etwas verändert“, erklärte er. Bei einer Wrestling-Show gehe es dem Publikum in erster Linie darum, vom Alltag abzuschalten und sich unterhalten zu lassen.

Die Balance zwischen Unterhaltung und Haltung

„Da will man nicht unbedingt ständig mit realen Themen konfrontiert werden. Wer ist Republikaner? Wer ist Demokrat? Und all dieser politische Kram …“ erklärte der World-Champion.
„Aber für mich ist die Welt gerade jetzt im Jahr 2026 ein ziemlich hässlicher Ort geworden!“ Er verstehe zwar das Bedürfnis nach Eskapismus, doch manche Themen seien schlichtweg zu relevant, um sie zu ignorieren.
„Ich spreche über Dinge, die mir wichtig sind. Auf meinem Instagram-Kanal zum Beispiel. Das ist mein Account, da kann ich das machen. Im Fernsehen halte ich mich eher zurück. Ich verstehe, dass man, sobald man sich klar positioniert, automatisch einen Teil des Publikums verliert. Das ist mir bewusst“, stellte er klar.
Dabei gehe es dem 47-Jährigen weniger um Politik als um Menschenrechte und Gerechtigkeit. Um die Frage, was richtig oder falsch ist. Um seine Motivation zu verdeutlichen, teilte Punk eine persönliche Geschichte. „Das erste Tattoo, das ich jemals gesehen habe, befand sich auf dem Arm meines Großvaters. Es handelte sich lediglich eine Nummer“, erzählte er.

CM Punks Abrechnung mit der US-Politik

Sein Großvater habe darüber nie mit ihm gesprochen. Aber aus Geschichtsbüchern lernte er, worum es sich dabei handelte. Nämlich um die serielle Häftlingsnummer aus dem KZ Auschwitz. Dieselben Geschichtsbücher lehrten ihn, dass es sehr wohl ein Richtig und ein Falsch gebe. Und falsch laufe derzeit auch einiges in seinem Heimatland.
„Wenn ich mir anschaue, wo wir als Land derzeit stehen, habe ich das Gefühl: Wir entwickeln uns zurück. Es wird darüber gesprochen, bestimmten Gruppen Rechte wegzunehmen“, bemängelte er.
Zudem kritisierte er, dass die amerikanische Bevölkerung überhaupt noch nie von ihrer Regierung korrekt repräsentiert worden sei. Die acht Jahre unter Präsident Barack Obama von 2009 bis 2017 hätten das Pendel so weit in eine Richtung ausschlagen lassen, dass es danach umso heftiger zurückgeschwungen sei.
„Ja, ich bin der Typ mit dem großen Maul. Manchmal spreche ich direkt aus dem Herzen. Manchmal liege ich daneben. Aber meistens habe ich das Gefühl, dass ich richtig liege. Und am Ende glaube ich an die Menschlichkeit. Ich glaube an Menschen, nicht an Regierungen.“
WWE bzw. der Mutterkonzern TKO pflegt einen guten Draht zur aktuellen UZS-Regierung. Vielleicht auch ein Grund, warum er heute vorsichtiger agiert als beispielsweise noch zu AEW-Zeiten?

Unterschiedliche Regeln für unterschiedliche WWE-Stars?

„Ich glaube nicht, dass das Unternehmen will, dass wir uns öffentlich politisch äußern. Ich habe allerdings das Gefühl, dass es wahrscheinlich unterschiedliche Regeln für verschiedene Leute gibt“, offenbarte er bereits vor einem Jahr. Mit Triple H, Paul Heyman oder Roxanne Perez spreche er lediglich über Wrestling, sonst nichts. Aber: „Es ist wohl ziemlich offensichtlich, wie meine ‚politische Haltung‘ aussieht.“
Das stimmt. In der Vergangenheit machte er sich unter anderem für die Rechte von LGBT+-Personen stark. Er unterstützte die „Black Lives Matter“-Bewegung und nahm an einer „No Kings“-Demonstration teil.
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Im vergangenen Juni entschuldigte sich CM Punk bei den Fans in Saudi-Arabien
Zudem verglich er vor einigen Monaten Mitglieder der Republikanischen Partei mit dem Horrorfilm-Charakter Freddy Krueger. Für seine heftige Kritik an dem WWE-Partner Saudi-Arabien hat er sich inzwischen öffentlich entschuldigt. Dafür nannte er Pat McAfee in der vergangenen Woche bei Raw „Pat MAGAfee“.
Für seine Fans bleibt CM Punk dadurch genau das: eine Stimme, die selbst in Zeiten des Eskapismus nicht verstummt. Kritiker bemängeln jedoch, dass seine Haltung nicht immer zu 100 Prozent konsistent wirkt.
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