Warum Ronda Rousey bei AEW auftauchte
Rousey und Shafir kennen sich seit Kindheitstagen. Sie
trainierten gemeinsam Judo, wechselten dann beide in den MMA-Sport und begannen
schließlich zur gleichen Zeit mit dem Wrestling-Training. Ronda wollte ihrer
Freundin beim großen PPV-Auftritt beistehen.
„Marina ist meine beste Freundin auf der ganzen Welt“, sagte
Rousey. „Sie macht das absolut großartig, und ich bin so stolz auf sie.“
Gleichzeitig bot sich die Chance, mit der Vergangenheit aufzuräumen.
„Das ist auch ein cooles, kleines ‚F*ck you‘ an die TKO
Group“, sagte sie und grinste breit. Die TKO Group Holdings, Inc. ist ein
Medienkonglomerat und der Mutterkonzern von WWE und UFC. Mit beiden Ligen
verbindet sie eine Geschichte.
Eine Abrechnung mit WWE und UFC
Ronda Rousey ist eine der prägendsten Figuren im modernen
Kampfsport. Als MMA-Pionierin dominierte sie von 2012 bis 2016 die
UFC-Frauendivision. Nach ihrem Rücktritt vom Kampfgeschehen heuerte sie von
2017 bis 2019 sowie von 2022 bis 2023 bei WWE an.
Über ihre Zeit dort fand sie
anschließend aber nur wenige positive Worte. Vor allem Ex-WWE-Boss Vince
McMahon bekam dabei harsche Kritik ab.
Doch damit endete der Konflikt noch nicht. Zuletzt hatte es
Gespräche mit TKO gegeben, den großen MMA-Comeback-Kampf unter deren Banner
abzuhalten. Doch die Verhandlungen scheiterten.
Stattdessen unterschrieb sie
bei MVP, dem Unternehmen von Jake Paul und dem ehemaligen UFC-Finanzstrategen
Nakisa Bidarian.
Am 16. Mai trifft sie unter dem MVP-Banner in auf Gina Carano.
Der Fight wird auf Netflix ausgestrahlt. Genauso wie
WWE
Raw.
Was uns wiederum zu ihrem Auftritt bei AEW bringt, dem
größten Konkurrenten von WWE. „Es ist irgendwie lustig”, sagte sie und fügte
hinzu: „Aber ich dachte mir: Es ist einfacher, im Nachhinein um Verzeihung zu
bitten, als vorher um Erlaubnis zu fragen.
Ich bewerbe im Grunde ja eure Show,
also passt das schon. Wir haben es nicht angekündigt, wir pushen keine Ratings,
also sollte es kein Problem sein.“
Ronda Rousey lobt AEW
Über die Wrestling-Liga von Tony Khan hatte sie indes nur
Positives zu sagen: „Ich war noch nie bei einem AEW-Pay-Per-View. Darum wusste
ich nicht genau, was mich erwartet. Aber ich sehe es als eine weniger
restriktive, erwachsenere Version von WWE. Und das klingt nach Spaß!“
Die Idee zu ihrem Gastauftritt hatte sie übrigens selbst:
„Es hat sich irgendwie perfekt ergeben, dass ich diesen großen Moment mit
Marina teilen konnte. Das ist wirklich cool!“ Ob es jemals ein Follow-up geben wird? Das steht aktuell
noch in den Sternen.
Klar ist, dass ihr Fokus derzeit – neben ihrer Familie –
vor allem auf dem erwähnten Kampf mit Gina Carano liegt. Mehrere Quellen
berichten übereinstimmend, dass es aktuell keine konkreten Pläne für weitere
AEW-Auftritte gibt. Entsprechend hat sie auch keinen Vertrag unterzeichnet.
Wer Ronda Rousey jedoch kennt, weiß: Wenn sich wieder eine
passende Gelegenheit ergibt, der TKO Group eins auszuwischen, wird sie es sich
zumindest gut überlegen.
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