Der WWE NXT-Superstar erklärt im exklusiven Interview, wie er eine pandemiebedingte Auszeit nutzte, um seine Ziele neu zu erfassen und noch besser zu werden. (PW+)

2020 war ein ungewöhnliches wie verrücktes Jahr. Für dich ging es im März aus den USA zurück nach England, gerade als die Pandemie in beiden Ländern ihren Ursprung nahm. Es folgte die bisher längste Wrestling-Pause deiner Karriere. Wie war das für dich?

Natürlich war da anfangs auch Frustration mit im Spiel. Nicht absehen zu können, wann ich wieder in den Ring steigen würde. Aber gleichzeitig gab es genügend Gründe, um positiv zu bleiben: Ich konnte bei meiner Familie sein, war in Sicherheit und fokussierte mich im Training darauf, in bestmöglicher körperlicher Verfassung zurückzukehren. 

Ich rückte meine Performance komplett in den Mittelpunkt. Ich wollte für den Tag bereit sein, an dem der Anruf kam, dass die Reisebeschränkungen es zuließen und sie mich zurück in die USA bringen konnten. Jetzt bin ich wieder voll am Start und komplett fokussiert. Ich will die Sache nun richtig ins Rollen bringen. 

„IN DER AUSZEIT HABEN SICH DINGE ZUM POSITIVEN GEÄNDERT“

Als du die USA verlassen hast, warst du gerade NXT Tag Team Champion. Dein Partner: Matt Riddle. Er bekam stattdessen Timothy Thatcher als Ersatzmann an die Seite. Als die beiden Jungs quasi eure Gürtel verloren, warst du nicht dabei. Auch das war kurios …

Ganz ehrlich: Das fühlt sich wie eine andere Lebenszeit an, auch wenn das tatsächlich alles in diesem Jahr passierte. Wir waren zu der Zeit ständig unterwegs, standen unter Strom. Mit voller Kraft voraus. Es lag gerade ein TakeOver hinter uns, wo wir die Tag-Team-Titel gewinnen konnten. Jetzt fühlt sich alles komplett anders an. 

Doch durch die Auszeit haben sich Dinge zum Positiven geändert. Ganz klar bin ich besser geworden. Ich habe diese Phase genutzt, um mich noch mehr auf meine Aufgaben einzuschießen. Auch die leicht negativen Aspekte, die mit unserem großartigen Job einhergehen, konnte ich abschütteln: Ein Gefühl von Müdigkeit und sich körperlich abgenutzt fühlen – das konnte ich komplett in der Vergangenheit belassen. Jetzt habe ich wieder meine Ziele klar im Blick und bin einfach glücklich, zurück sein zu können. 

WWE NXT Star Pete Dunne bei einem Festival-Event in England
WWE NXT Star Pete Dunne bei einem Festival-Event in England

Bevor es für dich wieder in die USA ging, haben wir ein Match von dir an der Seite von Ilja Dragunov gegen Walter und Alexander Wolfe bei NXT UK gesehen. Wie war es, erstmals nach gut sieben Monaten wieder ein Match vor Kameras zu bestreiten und dann gleich in so einer beanspruchenden Besetzung? 

Bei einer Rückkehr nach so vielen Monaten musst du dich im ersten Moment daran erinnern, wie das überhaupt alles geht. Gerade wenn du direkt mit solchen Talenten im Ring stehst, die zudem schon wieder im Thema drin waren. Ja, auch für sie war es unregelmäßig, aber jeder hatte schon wieder Zeit im Ring verbracht. 

Und wenn du über Walter oder Ilja spricht, dann hast du Performer, die ihren Job auf einem extrem hohen Level angehen und körperlich richtig was investieren. Schau dir nur das Einzelmatch an, das beide kürzlich zeigten. Das ist körperlich total beanspruchend. Aber ich würde es ehrlich gesagt gar nicht anders wollen. 

Ich wollte direkt in den tief…