In der Nacht zum Sonntag hat der frühere WWE-Superstar CM Punk (Phil Brooks) seinen zweiten Anlauf im Octagon der UFC gestartet. Anderthalb Jahre nach dem schnellen Scheitern in seinem Debüt, schaffte es der 39-jährige immerhin über die Distanz. Doch die Leistung bei UFC 225 aus Chicago war einer solchen PPV-Übertragung nicht würdig.

CM Punks Traum von der Mixed-Martial-Arts-Karrriere ist bei seiner zweiten Niederlage im Octagon in der Nacht zum Sonntag endgültig mit der Realität konfrontiert worden. Der frühere WWE-Star blieb gegen den im MMA ebenfalls erfolglosen Gegner Mike Jackson chancenlos.

Punk schaffte es zwar über die komplette Distanz, verlor aber jede Runde eindeutig (30-26 von allen drei Punktrichtern). 

Die Kommentatoren attestierten dem früheren Wrestling-Star, der am Dienstag einen Rechtsstreit gegen einen WWE-Arzt gewann, großes Kämpferherz. Vielmehr Positives konnten sie der Performance, die auf einer Pay-Per-View-Card der UFC nichts verloren hatte, allerdings kaum abgewinnen.

Für CM Punk müsste unter normalen Umständen eine Laufbahn bei UFC damit endgültig vom Tisch sein. Womöglich wird Phil Brooks aber dennoch in einer anderen Liga weiterkämpfen. Aus den Interviews im Vorfeld war zumindest rauszuhören, dass Brooks an den Mixed Martial Arts festhalten möchte. Eine Rückkehr ins Pro-Wrestling schloss er dagegen aus.

Bei UFC 225 gab der Kampfsportverband die Aufnahme von WWE-Star „Rowdy“ Ronda Rousey in ihre Hall of Fame bekannt. Die Aufnahme in die Ruhmeshalle steht am 5. Juli an.


MEHR CM PUNK-NEUIGKEITEN AUS DIESER WOCHE:

WER IST CM PUNKS GEGNER MIKE JACKSON?

Der 33-jährige betreibt seit etwa 10 Jahren Kampfsport. Doch auf der ganz großen Bühne hat er nahezu keine Erfahrung. Genau genommen: Er unterlag im Juni 2016 nach 45 Sekunden gegen einen gewissen Mickey Gall durch Aufgabe im Rear Naked Choke. Mickey Gall war derjenige, gegen den CM Punk wiederum bei seinem Debüt-Fight im September 2016 verlor. Nun bekommt es CM Punk auf dem Papier also mit einem Fighter zu tun, der noch einmal eine Nummer schlechter ist als sein ursprünglicher Gegner. Darf man da von Fallobst sprechen? Immerhin bringt Jackson unter anderem Erfahrung in Sachen Boxen und Kickboxen mit. Zuschlagen kann er! Es ist nicht so, als hätte CM Punk hier gar keine Gegenwehr zu erwarten …

UND WIE STEHT ES UM CM PUNK?

Der 39-jährige hat einen identischen MMA-Kampfrekord wie Mike Jackson, nämlich 0:1. Der gebürtige Phil Brooks verlor sein MMA-Debüt am 10. September 2016 gegen den bereits erwähnten Mickey Gall nach 2:14 Minuten durch Aufgabe im Rear Naked Choke. Seitdem hat CM Punk allerdings weiter munter trainiert und sich unter anderem um seine Jiu-Jitus-Fähigkeiten bemüht. Ob das für den früheren WWE-Superstar ausreichen wird?


LIVE-TICKER

FOTO: CM Punk macht sich bereit. 

Die Übertragung aus Chicago. beginnt. Austragungsort ist das United Center.

Mit dem Fight von CM Punk geht es nach der Präsentation der Top-Fights des Abends in Kürze los.

„Ich bewundere, dass er es versucht“, stellte der langjährige Experte Joe Rogan zu CM Punks zweiten UFC-Fight fest. In seinem Gesicht las man allerdings heraus, als würde er den Opener des Pay-Per-Views nicht so ernst nehmen.

„Ich bin mehr als ein 0:1-MMA-Fighter. Das will ich beweisen“, meinte Mike Jackson im Vorab-Video.

„Ihr werdet einen CM Punk mit deutlich mehr Erfahrung sehen“, versprach der frühere WWE-Star. „Es wäre einfach, aufzugeben und wegzugehen. Doch den einfachen Weg habe ich nie gewählt. Meinen Heim-Vorteil kann ich nicht verlieren. Ich will einen Sieg für Chicago holen.“

Jackson bringt 4 Siege als Boxer, einen Sieg als Kickboxer mit. Im MMA steht er, wie Punk, bei 0:1.

Nach Jackson macht sich CM Punk auf den Weg zum Octagon. Mit seiner früheren WWE-Hymne „Cult of Personality“ von Living Colour. „Ein besseres Trainingscamp könnte er nicht haben“, urteilt Rogan über CM Punks Trainingsstab. „Wir werden jetzt sehen, was er tatsächlich gelernt und wie sehr er sich verbessert hat.“

Beide kämpfen um ihre UFC-Karrieren, so der Tenor der Experten.

CM Punk erhält bei der Vorstellung den Zuspruch der Fans. Erwartungsgemäß als Lokalmatador. „CM Punk“-Rufe vor der ersten Runde.

RUNDE 1

Punkte zeigte sich im Stand durchaus souverän. Er versuchte aber den Takedown, um seine Stärke ausspielen zu können. Jackson brachte er mit 40 Sekunden auf der Uhr erstmals zu Boden, Punk konnte dies letztlich aber nicht nutzen. Punk startete motiviert, wirkte aber zum Ende der ersten Runde erschöpft und blutete nach Treffern von Jackson aus der Nase. Insgesamt brachte Jackson die deutlich besseren Treffer in der ersten Runde, dafür Punk immerhin einen Takedown. Die Runde ging aber sicher an Jackson.

RUNDE 2

Punk kassierte einige harte Treffer vom deutlich besseren Boxer auf der Gegenseite. Punk wirkte müde, konnte mit einem Guillotine Jackson zu Boden bringen. Die Guard brachte Punk hier aber nicht durch, stattdessen kassierte Punk am Boden weitere harte Treffer ins Gesicht. Punk konnte Jackson am Boden in die Closed Guard-Position bringen. Doch wirklich gefährlich wurde hier Punk bis auf kleinere Versuche nicht. Diese Runde ging klar an Jackson.

RUNDE 3

Der Ratschlag an CM Punk aus der Ecke: Den Takedown möglichst früh versuchen. Mike Jackson wirkte in seiner Körpersprache zu Rundenbeginn völlig überlegen. Punk stolperte nach 90 Sekunden durch den Ring und kassierte eine harte Rechte. CM Punk bewies weiter Kämpferherz, aber wirkte nicht wirklich wie eine Gefahr. Zum Ende der dritten Runde rollten beide am Boden umher. Ein MMA-Kampf für eine PPV-Übertragung war das nicht, sondern eher was für den Hobbykeller. Leichte Buh-Rufe aus dem Publikum. Vor der Punktevergabe ist klar, dass Jackson den Fight haushoch gewonnen hat.

PUNKTEVERGABE

30-26 von sämtlichen Punktrichtern zum Sieg für Mike Jackson.

Die Performance von Jackson sollte ihn für weitere Auftritte bei einem UFC-PPV allerdings auch disqualifizieren.

Fazit: Dana White kann CM Punk mit so einer Leistung nicht mehr ernsthaft auf einer PPV-Card platzieren bzw. auch auf keiner TV-Card.

Nach dem Punk-Fight gab UFC die Aufnahme von WWE-Star Ronda Rousey in die Hall of Fame für den 5. Juli bekannt.


ANGEBOTE – NUR FÜR KURZE ZEIT:

#264: Power-Wrestling Juni 2018