Deutlicher hätte der Megastar die oft zitierte Fackel beim WWE
Summerslam nicht weiterreichen können als hier in Minneapolis. Vorausgegangen war ein „Hell in a Cell“-Match, bei dem der Käfig kaum eine
Rolle spielte. Dafür kamen ein Tisch, Stühle und sogar die blanke Ringmatte zum
Einsatz.
Oba Femi bezwingt Brock Lesnar
Oba ging gleich zu Beginn des Main Events in einen Angriff
über. Brock reagierte mit German Suplexes. Außerhalb des Rings holte der „King
of the Ring“ einen Tisch hervor, lehnte ihn an die Käfigwand und schleuderte
Lesnar hindurch.
Zurück im Ring überraschte Brock Lesnar mit der Ringtreppe
gegen Obas Kopf, und das mehrmals. Danach ließ er weitere German Suplexes und
einen Stuhlschlag folgen. Lesnar selbst musste indes eine „Fall from
Grace“-Powerbomb verkraften.
Im weiteren Verlauf des Matches kassierte Femi ganze drei
F-5s in Serie. Doch als selbst das nicht reichte, entwickelte Lesnar einen
teuflischen Plan. Er riss die Ringmatte auf und verpasste seinem Gegner einen
harten Tombstone auf blankem Holz.
Schließlich riss er die Ringmatte auf, um seinem Gegner
einen Tombstone auf blankem Holz zu verpassen. Erinnerungen an WrestleMania XXX
wurden wach, als Brock Lesnar die legendäre Siegesserie des Undertakers
beendete.
Femi überlebte auch diese Aktion! Lesnar griff erneut zum Stuhl,
doch Oba schlug ihm diesen aus der Hand und führte eine weitere „Fall from
Grace“-Powerbomb aus! Zum Glück – oder auch nicht – landete Lesnar dabei nur
knapp neben den Holzplanken. Es sollte trotzdem zum entscheidenden Pinfall
reichen.
Wachablöse: Lesnar überlässt Femi das Rampenlicht
Nach dem Match zollte das „Biest“ dem Shootingstar großen
Respekt und umarmte ihn. Er schnappte sich das Mikrofon und stellte klar: „Das
hier ist die Zukunft von WWE! Ich bin die Vergangenheit!“ Die letzten Szenen
des Abends gehörten entsprechend dem feiernden Oba Femi ganz allein.
Randy Orton kehrt zurück!
Im vorletzten und mit 30 Minuten gleichzeitig auch längsten
Match des Abends ging es um den Undisputed WWE-Champion-Titel. Anders als im
Hauptkampf gab es im Duell zwischen dem Titelverteidiger CM Punk und Cody
Rhodes ein sehr kontroverses Ende.
Grund war Randy Orton, der einen Ref-Bump ausnutzte und
Rhodes mit dem RKO zu Boden streckte. Bis dahin hatten sich Punk und Rhodes ein
teilweise recht langsames Match geliefert, das vor allem von Emotionen geprägt
war.
Lange Zeit verlief es ausgeglichen. Beide kamen zu mehreren
Nearfalls, ehe das Tempo in der Schlussphase deutlich anzog. Punk und Rhodes
überstanden jeweils mehrere harte Aktionen des anderen, darunter die Anaconda
Vice, den GTS und die Cross Rhodes.
Bei einem Flying Elbow nach draußen, der eigentlich den
Herausforderer treffen sollte, krachte Punk selbst durch den
Kommentatorentisch. Als der Champion es zurück in den Ring schaffte, wollte
Rhodes mit dem Cody Cutter”vom Seil nachsetzen. Dabei erwischte er jedoch
versehentlich den Ringrichter, der daraufhin ausfiel.
Es folgte der erwähnte Eingriff von Randy Orton. Es war
dessen erster Auftritt seit seinem
WrestleMania-Match gegen Cody am 18. April!
Was genau CM Punk davon mitbekam, war vorerst unklar. In jedem Fall nutzte er
die Situation für einen weiteren GTS, der ihm den Sieg einbrachte.
Liv Morgan bleibt Women’s World Champion
Im Opener setzte sich Liv Morgan gegen Iyo Sky durch und
verteidigte ihren Women’s-World-Champion-Titel. Zum ersten Mal seit mehr als
100 tagen wohlgemerkt. Dabei erhielt die Titelträgerin Unterstützung
vom Judgment Day.
Als Iyo Sky zum Over-The-Moonsault ansetzen wollte, tauchten
Roxanne Perez und Raquel Rodriguez auf. Roxanne lenkte die Ringrichterin ab,
während Raquel die Herausforderin von den Seilen stieß. Iyo ließ sich davon aber
nicht aus dem Konzept bringen. Tatsächlich sollten weder Perez noch Rodriguez
im Finish eine Rolle spielen.
In der Schlussphase verfehlte Sky – die zuvor einen eigenen
Oblivion durchgebracht hatte - den Over-The-Moonsault. Stattdessen kassierte
sie einen Codebreaker. Kurz darauf rutschte Morgan bei einem weiteren
Oblivion-Versuch durch die Seile. Iyo nutzte die Gelegenheit und beförderte sie
mit der Bullet-Train-Attack gegen den Ringpfosten.
Dann wollte Iyo erneut den Over-The-Moonsault zeigen. Morgan
zog jedoch die Knie an und fing Sky ab. Es folgten ein Oblivion, ein weiterer
Codebreaker und schließlich noch ein zweiter Oblivion. Ein deutlicher Sieg für
die Titelträgerin!
Nick Aldis klopft ab!
Das erste WWE-Match des ehemaligen NWA- und TNA-Champions
Nick Aldis könnte auch sein letztes gewesen sein. Er hatte sich viel
vorgenommen und schlug sich gegen Gunther wacker. Die Fans feuerten ihn an,
zwischendurch gab es sogar „You still got it“-Rufe.
Insgesamt hielt der Brite gut mit und brachte den
Österreicher mit einem Running Powerslam, einem Michinoku Driver sowie zwei
Elbow Drops in Bedrängnis. Auch sein alter Finisher, der King's Lynn
Cloverleaf, saß. Doch Gunther rettete sich in die Seile.
Nach gut zehn Minuten war es schließlich so weit: Zunächst
wehrte Aldis den Sleeperhold ab. Gunther antwortete mit einer Powerbomb und
mehreren Ellbogen-Strikes.
Danach bekam der „Ring General“ seinen Sleeperhold
erneut durch. Aldis kämpfte vergeblich gegen den Griff an und musste sich
schließlich geschlagen geben. „Das war härter, als ich erwartet habe“, gab der
Wiener im Anschluss zu.
Für „The National Treasure“ Nick Aldis hat sich der Auftritt
trotz der Niederlage gelohnt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Mickie James und
seinem Sohn Donovan durfte er das Erlebnis anschließend noch ein wenig
auskosten. Nun geht es für ihn wieder zurück in die alte Rolle als
General Manager bei SmackDown. Schade eigentlich.
Die Bellas zeigen ihr wahres Gesicht
Im vierten Match des Abends setzte sich Fatal Influence
gegen Nikki und Brie Bella sowie Paige durch. Danach kam es zum überraschenden
Turn der Bellas gegen Paige. Bereits früh wurde Brie aus dem Match genommen:
Bei einer Cannonball von Jacy Jayne gegen die Ringtreppe verletzte sie sich
wohl an der Schulter, sodass sie größtenteils aussetzen musste.
Nikki übernahm später das Kommando und wechselte schließlich
mit Paige. Diese brachte Jacy Jayne mit einem Sunset Flip in Bedrängnis, wurde
dabei aber von Fallon Henley von außen getroffen. Paige taumelte direkt in
Jaynes Rolling Encore und wurde gepinnt.
Nach dem Match standen Nikki und Brie zunächst noch
gemeinsam mit Paige im Ring. Plötzlich griff Nikki Bella die Engländerin an,
schickte sie auf die Matte.
Dem nicht genug, attackierte sie auch noch den
Nacken und verpasste ihr die Rack Attack 2.0!
Aus den genannten Gründen hielt sich Brie zurück. Ihre Mimik machte
jedoch deutlich, dass sie voll und ganz hinter der Attacke stand.
Ein seltener Sieg für LA Knight, yeah!
LA Knight, Royce Keys und Solo Sikoa setzten sich gegen
Jacob Fatu sowie Jimmy und Jey Uso durch. Für etwas Stimmunf sorgte dabei
ausgerechnet Solo, der plötzlich zu „yeeten“ begann. Und damit seinen Bruder
Jey auf die Palme brachte.
Royce Keys bekam anschließend Gelegenheit, seine Power unter
Beweis zu stellen. Er zeigte unter anderem einen World’s Strongest Slam und
einen Powerslam von den Seilen gegen Jimmy Uso. Später beförderte er auch Jacob
Fatu mit einem Powerslam über die Absperrung.
LA Knight musste mehrere harte Aktionen der Usos einstecken,
überstand jedoch sowohl Jeys Spear als auch Jimmys Uso Splash. Als die Usos den
1-D vorbereiteten, griff Solo Sikoa ein und erwischte Jimmy mit dem Samoan
Spike. Jey lief kurz darauf in LA Knights BFT. Der Three-Count war perfekt!
WWE SummerSlam – 1. August 2026 (Night 1) – alle
Ergebnisse in der Übersicht:
(1) Match um den Women's-World-Champion-Titel: Liv
Morgan (c) bes. Iyo Sky per Oblivion (13:35)
(2) 6-Mann-Tag-Team-Match: LA Knight, Royce Keys,
Solo Sikoa bes. The Bloodline (Jacob Fatu, Jimmy & Jey Uso); Knight pinnte
Jey per BFT (11:00)
(3) Gunther bes. Nick Aldis durch Aufgabe per Sleeperhold (11:40)
(4) 6-Frauen-Tag-Team-Match: Fatal Influence (Jacy
Jayne, Fallon Henley, Lainey Reid) bes. Nikki & Brie Bella + Paige; Jayne
pinnte Paige per Rolling Encore (7:30)
(5) Match um den Undisputed-WWE-Champion-Titel: CM
Punk (c) bes. Cody Rhodes per GTS (30:10)
(6) „Hell in a Cell“-Match: Oba Femi bes. Brock Lesnar
per Fall-From-Grace-Powerbomb (11:40)
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