WWE-Stars wütend: Chaos und Fan-Übergriffe am WrestleMania-Wochenende

WWE News
Mittwoch, 22 April 2026 um 17:00
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Wrestling-Fans außer Kontrolle! Am Wochenende wurden WWE-Stars und -Legenden belästigt, verfolgt und sogar körperlich attackiert.
WrestleMania 42 ist Geschichte. Doch es bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Denn: Viele WWE-Superstars haben massive Sicherheitsprobleme angeprangert, die das gesamte Wochenende überschatteten.
Der wohl bekannteste Vorfall ereignete sich am späten Sonntagabend kurz nach dem Main Event. CM Punk schlug einem Fan das Handy aus der Hand und musste anschließend von einem engen Freund zurückgehalten werden.
Der Betroffene hatte versucht, eine private Begegnung zwischen AJ Lee und Bayley zu filmen. Auch nach mehrmaligem Auffordern ließ er davon nicht ab und verfolgte die Wrestlerinnen regelrecht.

WWE-Fans überschreiten die Grenzen

Doch das war nur die Spitze des Eisbergs. Laut übereinstimmenden Berichten war die Sicherheitslage das gesamte Wochenende über mangelhaft.
Den Stars wurde kaum Privatsphäre gewährt. So sollen Fans bei verschiedenen Meet-and-Greet-Sessions versucht haben, die Talents ungefragt zu umarmen. Was aus persönlichen wie auch aus gesundheitlichen Gründen ausdrücklich nicht erwünscht war.
Bereits am Samstag berichtete Elayna Black (Cora Jade bei WWE) von einem Übergriff auf der WrestleCon: Ein Besucher soll sie gegen ihren Willen begrapscht haben. Nach einem kurzen Schockmoment konfrontierte die TNA-Wrestlerin den Mann und filmte die Situation mit ihrem Handy.
Das Material veröffentlichte sie anschließend in den sozialen Medien. Verbunden damit war die Forderung nach einem dauerhaften Hausverbot für Wrestling-Veranstaltungen.
Besonders schlimm war es im MGM Grand, wo der Großteil der WWE-Stars und -Mitarbeiter untergebracht war. Dies ist auch der Ort, an dem sich der CM-Punk-Vorfall ereignete.

WWE-Star: „Wir waren aufgeschmissen!“

Beispielsweise musste Damian Priest eingreifen, als Fans eine Wrestlerin regelrecht bedrängten. Außerdem wurde berichtet, dass ein WWE-Ringrichter beinahe von einer vor dem Hotel versammelten Menschenmenge umgerannt worden wäre.
Gegenüber dem Portal Fightful äußerten mehrere WWE-Superstars ihre Besorgnis über die unzureichende Sicherheit.
„Viele Fans nutzen ihre Kinder aus, um uns dazu zu bringen, Autogramme zu geben”, sagte ein ehemaliger WWE-Champion. „Wenn wir das nicht tun, halten sie uns ihre Handys vor die Nase und versuchen, uns ein schlechtes Gewissen einzureden.“
Eine Wrestlerin kommentierte: „Das ist Vegas, wir waren von Anfang an aufgeschmissen!“ Sie prangerte an, dass WWE nicht proaktiv tätig werde. Erst wenn etwas passiert oder die Situation eskaliert, sei das Unternehmen bereit, Schadensbegrenzung zu betreiben oder mehr Sicherheitspersonal aufzustellen.

Je'Von Evans und Jade Cargill melden sich zu Wort

Je'Von Evans versuchte, die Perspektive der Fans einzunehmen. „Es ist sehr schwierig. Aber ich erinnere mich immer daran, wie ich jünger war und mir keine WrestleMania- oder Wrestling-Tickets überhaupt leisten konnte. Ich war schon glücklich, wenn ich einfach einen Wrestler gesehen habe“, sagte er im Club-520-Podcast.
„Ich versuche mich immer in diese Situation zu versetzen. Wenn ich mit Fans sprechen kann, mache ich das meistens auch. Außer sie übertreiben es, ich habe es eilig oder bin schlecht gelaunt.“
Jade Cargill schilderte die absurden Auswüchse der Fan-Begegnungen. „Die Leute lassen ihre Kinder um Autogramme bitten. Die Eltern stehen direkt daneben! Um vier Uhr morgens, direkt am Flughafen! Warum ist dein Kind hier, es muss doch zur Schule?!“
Natürlich schätze sie die Fans sehr. „Dass Menschen auftauchen, ihr hart verdientes Geld ausgeben und stundenlang anstehen, nur um uns die Hand zu schütteln, bedeutet uns sehr viel.“ Am vergangenen Wochenende sei die Situation jedoch außer Kontrolle geraten. „Sie waren überall in den Lobbys und ähnlichen Bereichen. Wir haben Termine, Signierstunden. Wenn ihr uns sehen wollt, kommt zu unseren Meet-and-Greets!“

Booker T: Bis auf die Toilette verfolgt!

WWE-Legende und NXT-Kommentator Booker T offenbarte in seinem Podcast, dass er so etwas wie am Mania-Wochenende noch nie erlebt habe:
„Sie waren überall, wirklich überall. Man konnte nirgendwo hingehen. Und sie haben einen verfolgt. Sogar bis aufs WC. Ich erinnere mich daran, wie mich dort jemand gefilmt hat. Als ich rauskam, sagte er: ‚Hey, Booker.‘ Ich bin einfach weitergegangen, weil ich so wütend war!“
Er wunderte sich, warum im MGM Grand nicht mehr Sicherheitskräfte zur Verfügung standen. „Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sich das für die aktiven Superstars angefühlt haben muss“, sagte er. Zudem forderte er die Fans auf, den Wrestlern in Zukunft mehr Privatsphäre und Raum zu geben.

Drew McIntyre differenziert

Eine dieser aktiven Stars ist Drew McIntyre. Der Schotte wandte sich via X direkt an die Fans. Sowohl mit Dank als auch mit einer deutlichen Warnung: „An die Fans, die ihr hart verdientes Geld ausgegeben haben, um Hallo zu sagen, ein Foto zu machen, etwas signieren zu lassen oder mir eines meiner vielen Armbänder zu schenken: Ich schätze jeden einzelnen von euch“, schrieb er.
„Und an diejenigen, die meine Familie und mich im Hotel bedrängt haben, ihre Kinder bis 2 Uhr morgens wach gehalten und sie vor uns geschoben haben oder mir ohne zu fragen eine Kamera ins Gesicht gehalten haben: Ihr habt Glück, dass ich außerhalb des Rings ein ruhiger Mensch bin. Bitte macht das nie wieder.“
Auch WWE-Legende Sean Waltman (X-Pac) erlebte ein Horror-Wochenende. In einem Beitrag auf X machte er deutlich, wie die Situation eskalierte: „Es war unfassbar, wie sich diese Leute verhalten haben! Ich wurde körperlich angegriffen, mir wurde eine Kamera ins Gesicht gedrückt, ich wurde auf der Toilette gestalkt und mehr!
Waltman stellte klar, dass er grundsätzlich kein Problem damit habe, wenn Fans in der Öffentlichkeit Fotos machen oder filmen. Die Grenze sei jedoch überschritten, wenn Wrestler in ihrer Privatsphäre bedrängt würden. Interessanterweise berichtete er, dass die Situation im Horseshoe Hotel, in dem die WrestleCon stattfand, deutlich besser gewesen sei.

WWE in der Pflicht

Die Vorfälle rund um WrestleMania 42 werfen ernste Fragen über die Verantwortung von WWE und TKO gegenüber ihren Mitarbeitern auf. Schließlich haben Wrestlerinnen wie Rhea Ripley bereits in der Vergangenheit ähnliche Probleme angesprochen.
WrestleMania ist eine wahre Goldgrube, TKO setzt dabei Millionen um. Auch dank Rekordpreisen für Tickets, Merchandise und allem Drum und Dran. Meet-and-Greets inklusive. Doch ausgerechnet beim Schutz der eigenen Stars, also derer, die das große Geschäft überhaupt erst möglich machen, wird offenbar gespart. Kein gutes Bild für WWE. Man kann nur froh sein, dass am Ende nicht noch mehr passiert ist.
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