„Ich wollte dieses Thema schon seit Langem ansprechen. Aber
ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass ich das tun sollte. Jetzt hat sich
meine Meinung geändert“, begann Hail ihre Ausführungen. Dabei machte sie
deutlich, wie sehr sie die ständige Feindseligkeit belastet.
Ein emotionaler Appell an die WWE-Fans
„Ich bin ein 22-jähriges Mädchen. Denkt doch einmal darüber
nach“, forderte sie ihre Kritiker heraus. „Wenn ich zur Uni gegangen wäre,
hätte ich noch nicht einmal mein Studium beendet!“ Stattdessen hatte sie
bereits in jungen Jahren ihr gewohntes Umfeld hinter sich gelassen.
„Ich bin während der Highschool-Zeit weggezogen, um meinen
Traum zu verfolgen. Weil mir das [Wrestling] wichtiger ist als ein bequemes
Leben“, offenbarte sie.
Umso schmerzhafter ist für sie die tägliche
Konfrontation mit Hass im Netz: „Es ist widerlich, jeden Tag meine
Twitter-Timeline oder die sozialen Medien anzuschauen und negative Kommentare
über mich als Mensch zu sehen.“
Hail betonte, dass sie fünf Jahre lang hart für ihren
größten Karrieremoment gearbeitet habe.
Nur um zu erleben, dass viele Fans
diesen als Witz abtun. „Ihr verhaltet euch so, als wäre ich der schlimmste
Mensch der Welt. Nur wegen dieses einen kleinen Erfolgs, den ich endlich feiern
durfte. Das ist frustrierend“, sagte sie.
Thea Hail: „Ich bin auch nur ein Mensch!“
Seit fünf Jahren stelle sie das Wrestling an erste Stelle
und gebe der Meinung anderer sehr viel Gewicht. Dies sei inzwischen jedoch
äußerst erschöpfend.
„Ich liebe das mehr als alles andere. Aber was ich nicht
liebe, ist, ständig von anderen Leuten niedergemacht zu werden. Am Ende des
Tages bin ich ein Mensch. Ich bin ein 22-jähriges Mädchen, das gerade seinen
Traum leben darf“, erklärte sie unter Tränen.
„Aus irgendeinem Grund soll das falsch sein. Und aus
irgendeinem Grund entscheidet ihr euch, mich zu hassen, nur weil ihr mit euch
selbst unzufrieden seid. Meint ihr das ernst? Ich verstehe dieses Ausmaß an
Hass im heutigen Wrestling nicht.“
Am Ende richtete Thea Hail noch einen Appell an die Fans:
„Ich würde mir wünschen, dass ihr nur für einen Moment innehaltet und euch
fragt: ‚Würde ich wollen, dass jemand so über mich spricht?‘
Denkt darüber
nach. Nehmt euch bitte zehn Sekunden Zeit, bevor ihr etwas in den sozialen
Medien postet. Bitte! Und denkt daran, dass auf der anderen Seite auch ein
Mensch sitzt.“
Stein des Anstoßes: der plötzliche Titelgewinn im Dezember bei NXT.
WWE, AEW, Legenden: Zustimmung aus der Wrestling-Welt
Hails Statement stieß auf prominente Unterstützung, ligen-
und generationenübergreifend.
WWE-Women’s-World-Champion Stephanie Vaquer
antwortete mit den Worten: „Ich bin für dich da, wenn du mich
brauchst.
Wrestling-Legende Gail Kim schrieb: „Wenn sie Gegenwind
bekommt, nur weil sie ehrlich darüber spricht, wie sehr sie diese Negativität
belastet, dann scheiß auf diese Leute! Nur weil du eine öffentliche Person
bist, heißt das noch lange nicht, dass du kein Mensch mehr bist. Behandelt
andere so, wie ihr auch persönlich behandelt werden wollt!“
Auch AEW-Star Thunder Rosa meldete sich zu Wort: „Ich kann
definitiv sagen, dass sie all die Liebe und Unterstützung verdient! Sie ist
eine der fleißigsten Frauen, die ich kenne. Bleib stark, Baby Girl. Und an
einige Leute aus der Internet-Wrestling-Community: Wie ich schon in einer
früheren Stellungnahme gesagt habe, gilt auch hier: Das ist kein Fandom. Das
ist Hass.“
WWE-Hall-of-Famer Bully Ray nahm wie gewohnt kein Blatt vor den Mund: „Scheiß
auf sie alle, Thea! Halte den Kopf hoch und arbeite weiter hart. Onkel Bully
hat [in seiner Radioshow] nur mit zwei Leuten Jack Daniels getrunken: mit dem
Undertaker und mit Thea Hail. Mach sie fertig, Kid.“
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