In der vergangenen Woche lud der Journalist Ariel Helwani
die 77-jährige Wrestling-Legende
zu einem Interview ein.
Ric Flair präsentierte sich – wie leider in den vergangenen Jahren häufig –
nicht in bester Verfassung. Aber immer noch angriffslustig.
WWE-Verbot dank Ludwig Kaiser? Der Eklat im Interview
Im Verlauf des Gesprächs gab er zu, dass er bei sämtlichen
WWE-Veranstaltungen in Las Vegas Hausverbot hatte. Dies betraf nicht nur
WrestleMania 42, sondern auch die Hall-of-Fame-Zeremonie. „Wo immer ich
auftauche, sollte mir der rote Teppich ausgerollt werden! Doch in diesem Jahr
erhielt ich nicht einmal eine Einladung“, ärgerte er sich.
„Ich habe letztes Jahr gedroht, Tiffany Strattons Ehemann zu
verprügeln. Darum durfte ich nicht hingehen“, sagte er. „Dieser englische Junge
wird es im Wrestling niemals zu etwas bringen! In einem Jahr wird er nur noch
eine Fliege an der Wand sein“, fuhr Flair fort.
Ausgangspunkt war eine SmackDown-Promo im vergangenen
Jahr zwischen Charlotte Flair und ihrer damaligen Rivalin Stratton. Dabei
hielten sich beide nicht ans Skript. Unter anderem machte sich Stratton über
Charlottes gescheiterte Ehen lustig. Diese konterte mit der Behauptung, dass
Strattons damaliger Freund Ludwig Kaiser heimlich mit ihr chatte.
Ric Flair droht mit Schlägen
Eine Unterstellung, die der Deutsche mit klaren Worten
schnell widerrief. Dies wiederum schmeckte dem „Nature Boy“ nicht. Er habe sich
umgehend die Telefonnummer Kaisers besorgt, um ihm eine Standpauke zu halten.
„Ich habe sie bekommen. Ich kann mir die Nummer von jedem
besorgen, und das zu jeder Zeit. Und ich habe ihn angerufen“, führte er aus.
Ich sagte: ‚Hey, wenn ich dich sehe, werde ich dir die Scheiße aus dem Leib
prügeln.‘ Wie eine kleine Bitch ist er dann zu Hunter (Paul Levesque) gelaufen
und hat sich beschwert. Darum durfte ich nicht hingehen! Der wird es bestimmt
weit bringen im Business. Ist der überhaupt im Kader? Was für ein Punk!“
Wer das Interview (und viele vorherige) gesehen hat, kommt
möglicherweise zu einem anderen Schluss. Es wäre zumindest nachvollziehbar,
warum WWE bzw. TKO dem „Nature Boy” zumindest derzeit keine Bühne mehr bieten
möchte. Trotz seiner großen Verdienste im Wrestling.
Inzwischen dürfte er zumindest in Bezug auf die
Kaiser-Vorwürfe zur Vernunft gekommen sein. Womöglich hat ihn jemand in seinem
Umfeld darüber informiert, dass er gleich mehrfach falsch lag. Denn: In einem
Beitrag auf X hat er sich nun öffentlich für seine Worte entschuldigt.
Die öffentliche Entschuldigung
„Herr Ludwig Kaiser! Ich habe niemals angedeutet, dass du
nicht arbeiten könntest oder kein Talent hättest. Wie ich vernehme, läuft es
derzeit sehr gut für dich in der Liga des Undertakers.“
Tatsächlich zählt Kaiser in der Rolle des El Grande
Americano inzwischen zu den größten Stars beim mexikanischen WWE-Ableger AAA.
Der Undertaker ist hinter den Kulissen der Promotion in einer führenden
Kreativrolle tätig.
„Es tut mir leid, dass ich mich aufgeregt habe. Ich bin von
Natur aus sehr beschützend, wenn es um meine Töchter geht. Und ich bin mir
sicher, dass du das mit zunehmendem Alter auch sein wirst“, so Flair weiter.
„Weiterhin viel Erfolg! Ich entschuldige mich für alles, was
ich persönlich über dich gesagt habe. Das hatte nichts mit deinen beruflichen
Fähigkeiten zu tun, von denen ich gehört habe, dass sie sehr gut sind.“
Ludwig Kaiser, Sohn der deutschen Wrestling-Legende Axel
Dieter und alles andere als ein „unerfahrener Punk“, verhielt sich indes
hochprofessionell. Er ließ sich zu keiner Zeit auf das traurige Geplänkel mit
Flair ein.
In seiner Rolle als El Grande Americano wird er es am 30. Mai mit
dem Original El Grande zu tun bekommen. Dabei stehen die Masken beider Wrestler
auf dem Spiel. Ric Flair wird wohl nicht anwesend sein.
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