Kevin Nash legt nach! Nach seiner Attacke vor zwei Wochen geht die WWE-Legende erneut auf die TKO-Führung los und verteidigt Triple H.
Die Vorwürfe von Kevin Nash gegen die TKO Group Holdings,
Inc. werden immer lauter. In der neuesten Ausgabe seines Podcasts Kliq This nahm der
66-Jährige die Führungsebene des WWE-Mutterkonzerns deutlich in die Pflicht. „Lasst
Paul ‚Triple H‘ Levesque in Ruhe seine Arbeit machen!“ Zudem kritisierte er die
Einsparungen im Kader.
Schon
vor zwei Wochen hatte Nash seinen Unmut geäußert. Damals bemängelte er
unter anderem den mangelnden Respekt von TKO gegenüber den Topstars der
Branche. Zudem merkte er an, dass sich WrestleMania 42 in seiner Gesamtheit „seelenlos“
angefühlt habe.
Grund dafür sei, dass die Führungsebene falsche Prioritäten
setze und sich zudem immer wieder ins Booking seines Freundes Paul „Triple H“
Levesque einmische. Und das, obwohl sie laut Nash keine Ahnung davon haben.
Scott Hall (l.) und Kevin Nash
Kevin Nash: „Die TKO-Leute haben keinen Plan!“
Eine Zeitlang sei alles gut gelaufen. „Levesque übernimmt
das Ruder. Alle waren begeistert davon, wie er das WWE-Programm in die neue
Netflix-Ära führte. Doch siehe da: Wie in jedem anderen Unternehmen auf der
Welt beschließen die Typen über ihm, sich in Dinge einzumischen, die sie nichts
angehen“, wetterte er. Sie hätten keinen Plan, sondern nur einen Gedanken: „Wie
holen wir noch mehr Kohle raus?“
Im Vorfeld von WrestleManiahatte TKO massiven Ärger mit den Fans auf sich gezogen. Von ganz oben war
die Entscheidung getroffen worden, Pat McAfee in die Story zwischen Cody Rhodes
und Randy Orton einzubauen. Die Fanbase lehnte McAfee in dieser Position jedoch
ab. Der Ex-Footballer hatte ein Einsehen und zog sich nach dem PLE freiwillig
zurück.
Triple H nahm Nash jedoch explizit von seiner Kritik aus.
„Paul Levesque weiß immer noch genau, was er tut“, stellte er klar. Falls sich
irgendjemand angesprochen fühlt: Wie wäre es, wenn ihr die verdammte Firma
einfach in Ruhe lasst? Haltet eure verdammten Nasen aus dem Creative-Bereich
raus!“
„F***t euch doch einfach! Lasst Paul die verdammte Company führen!“
- Kevin Nash
Gegenstand des Gesprächs waren auch die Entlassungen der
vergangenen Wochen. TKO hatte versucht, diverse Verträge neu auszuhandeln. Der
offizielle Grund hierfür ist, dass es weniger Live-Events gibt und die
WWE-Stars deutlich seltener auftreten müssen.
Darum sollen einigen von ihnen
Gehaltskürzungen zugemutet werden. Die Namen der Betroffenen wurden unter
Beteiligung der Kreativabteilung ausgewählt.
WWE-Sparmaßnahmen wegen UFC?
„Ihr wollt Leute entlassen? Dann schiebt es nicht Paul in
die Schuhe und macht ihn zum Bösewicht! Sagt ihm nicht: ‚Gib mir sechs Jahre
Creative-Planung bis Mittwoch. Und wenn ich bestimmte Namen da nicht sehe,
kürze ich [ihr Gehalt] um 50 Prozent‘, schimpfte er.
„Wie wäre es, wenn ihr
euch stattdessen einfach ein paar Eier wachsen lasst?!“ Der Grund für die
Sparmaßnahmen hätte mit WWE nämlich gar nichts zu tun, so Nash weiter.
„Nur weil die UFC trotz aller Maßnahmen weiter finanziell
ausblutet, werden Leute bei WWE entlassen. Es geht darum, die Verluste der
gekauften Company aufzufangen. Die UFC verliert Unmengen an Geld, WWE dagegen
nicht!“
Dass sich im Gegenzug die TKO-Top-Manager hingegen erst kürzlich
saftige Gehaltserhöhungen und Boni genehmigt haben, stieß ihm ebenfalls sauer
auf.
Deshalb sei für ihn nun der richtige Zeitpunkt gekommen, um
ernsthaft über die Gründung einer Wrestling-Gewerkschaft nachzudenken. So wie
damals in den Achtzigerjahren, als Jesse „The Body“ Ventura entsprechende
Maßnahmen ergreifen wollte.
Darum haben Nashs Worte Gewicht
Die Aussagen haben es in sich! Nicht nur, weil Kevin Nash
erst kürzlich im Zuge der Hall-of-Fame-Zeremonie für WWE aufgetreten ist. Vor
allem aber, weil er als einer der engsten Freunde von Paul Levesque gilt. Seine
Informationen dürften also durchaus fundiert sein.
„Falls irgendetwas passiert und Triple H nicht mehr an der
Spitze steht - beispielsweise, weil irgendein Machtkampf stattfindet - hoffe
ich, dass ihr meinem Beispiel folgt“, so Nash weiter. „Sobald sie ihm übel
mitspielen, will ich mit diesem Produkt für den Rest meines Lebens nichts mehr
zu tun haben.“
Levesque übernahm 2022 die kreative Kontrolle bei WWE,
nachdem sich Vince McMahon aus dem Unternehmen zurückgezogen hatte. Rund um
WrestleMania unterschrieb er einen neuen Vertrag mit dem Unternehmen.
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