Die Fackelübergabe beim SummerSlam als Schlusspunkt
Schon bei WrestleMania 42 hatte Brock Lesnar sein WWE-Ende angedeutet. Erst wurde der 10-fache WWE/Universal-Champion von Oba Femi gepinnt. Dann ließ Brock seine Wrestling-Stiefel im Ring zurück. Ein unmissverständliches Signal für das Karriereende.
Daraus wurde über den Sommer dann eine Story: Lesnar meldete sich „während seines Ruhestands“ zurück und glich bei
„Clash in Italy“ zum 1:1 aus. Die entscheidende Schlacht folgte an diesem Samstag im „Hell in a Cell“-Käfig beim SummerSlam.
Eigentlich hatte Brock nach WrestleMania 42 bereits genug
Die Vorzeichen für das Käfig-Match waren eindeutig: Erwartungsgemäß bestätigte Oba Femi seinen ursprünglichen WrestleMania-Erfolg. Oba pinnte Brock nach der Fall-from-Grace-Powerbomb und ließ keinen Zweifel an seinem kometenhaften Aufstieg.
Im Anschluss an seine Niederlage signalisierte Lesnar die klare Fackelübergabe an das neue WWE-Aushängeschild. Brock umarmte seinen letzten Rivalen sogar und teilte den Fans mit: „Ich bin die Vergangenheit, er ist die Zukunft!“
Das soll’s jetzt wirklich bei WWE gewesen sein
Der großen Symbolik im Stadion in Minneapolis/Minnesota schickte Lesnar heute klare Worte hinterher. Bei einem Auftritt in der "Pat McAfee Show" erklärte Brock, dass er mit dem Wrestling durch ist.
Lesnars Worte: „Ich bin heute hier, um dieses Interview zu geben und der ganzen Welt mitzuteilen, dass ich meine Karriere beendet habe. Und ich möchte mich bei allen von Herzen bedanken.
Der Samstag war ein sehr emotionaler Tag für mich. Es war irgendwie seltsam, denn als Oba Femi mich bei WrestleMania mit seiner Aktion auf die Matte beförderte, dachte ich: ‚Ich kann das nicht noch einmal machen.‘
Ich sagte mir: ‚Ich glaube, ich bin fertig.‘ Aber dieses Geschäft und die Tatsache, dass ich noch etwas im Tank hatte, brachten mich zurück. Doch seit Samstag gilt für Brock Lesnar: Das war’s. Das war’s für mich im Wrestling-Ring und auch darüber hinaus.“
Brock Lesnar präsentiert seinen handverlesenen Nachfolger
Brock Lesnar sagt Danke
In Zukunft möchte sich der Wrestling-Veteran seinen privaten Leidenschaften widmen – allen voran der Jagd. Vor allem aber will Brock seine Kinder bei deren eigenen Träumen unterstützen. Seine Söhne spielen Eishockey, während seine Tochter als Kugelstoßerin auf eine Olympia-Qualifikation hofft.
Lesnar zeigte sich geehrt und dankbar für die Unterstützung der Fans. Gleichzeitig dankte er explizit WWE, TKO, Dana White, der UFC sowie der University of Minnesota, wo er damals am College als Ringer durchstartete.
Der Amateursport öffnete ihm die Türen zur WWE, zur UFC und zwischenzeitlich - auch wenn dieser Traum nicht so aufging wie erhofft - zur NFL.
Lesnar lobte zudem Femi, der „großartig“ sei.
Brocks persönliche Worte: „Ich möchte allen da draußen danken, die mich begleitet haben - von meiner Kindheit bis zu diesem Samstag. Ich war einfach nur ein Farmjunge aus South Dakota mit einem großen Traum, einem großen Herzen und einer riesigen Portion Ehrgeiz. Ich bin einfach dankbar. Dankbar, mit 49 Jahren auf das zurückblicken zu können, was ich in meinem Leben erreichen durfte. Ich danke Gott und allen, die mich unterstützt haben.“
Typisch Wrestling: Zweifel am Rücktritt werden bleiben
War es das nun also wirklich für Brock Lesnar? Zweifel an Wrestling-Rücktritten sind historisch gewachsen, denn viele bekannte Stars kamen trotz ursprünglicher Intentionen später doch noch einmal zurück.
Und im Fall Lesnar kommt erschwerend hinzu, dass er den Rücktritt bereits im April antäuschte, die Geschichte um Femi dann aber noch bis zum SummerSlam planmäßig weitererzählt wurde.
Der SummerSlam in Minneapolis - dort, wo für Lesnar vor über 25 Jahren sportlich die Weichen gestellt wurden - passte jedenfalls als perfekter Ort für dieses Retirement.
Dennoch dürften einige Fans darauf spekulieren, dass sich Lesnar einen lukrativen Paycheck für WrestleMania 43 in Saudi-Arabien nicht entgehen lässt.
Womöglich reist Brock im April 2027 aber auch nur in den Nahen Osten, um in die WWE Hall of Fame einzuziehen. Denn einen Platz in der Ruhmeshalle hat "The Beast" zweifellos sicher.
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