Die enttäuschenden Zahlen im Detail
Zuletzt hatten Analysten mit einem US-Einspielergebnis
zwischen 65 und 60 Millionen US-Dollar am Startwochenende gerechnet. Ein
enttäuschendes Ergebnis für Disney. Doch es kam noch schlimmer: Tatsächlich
setzte der Film auf dem heimischen Markt lediglich 43 Millionen Dollar um.
International sah es nicht besser aus. Statt der von Disney
intern anvisierten 70 bis 75 Millionen kamen international nur enttäuschende 52
Millionen hinzu. Dem gegenüber steht ein Produktionsbudget von rund 250
Millionen Dollar. Die hohen Marketingkosten sind hier noch nicht mitgerechnet.
Ein Mega-Flop für Disney – und für Dwayne Johnson
Damit verfehlt der Film knapp den Spitzenplatz der
Flop-Liste von Disneys Realfilm-Adaptionen. Das „Schneewittchen“-Remake mit
Rachel Zegler und Gal Gadot aus dem Jahr 2025 startete mit 42,2 Millionen
Dollar (weltweit: 87 Millionen) noch schwächer.
Doch das ist nur ein schwacher Trost. Zum Vergleich: Die
Realverfilmung von „Lilo & Stitch” erzielte im vergangenen Jahr am ersten
US-Wochenende 146 Millionen Dollar und liegt weltweit inzwischen bei über einer
Milliarde.
Ein Wert, von dem „Vaiana“ nur träumen kann. Das
Branchenportal
Deadline
geht inzwischen davon aus, dass „Vaiana“ am Ende einen Verlust zwischen 100
und 125 Millionen Dollar einfahren könnte.
Klar ist: Lange Zeit galt ein Film mit Dwayne „The Rock“
Johnson in der Hauptrolle als fast sichere Erfolgsgarantie an den Kinokassen.
Doch diese Zeiten scheinen vorerst vorbei zu sein.
The Rock zieht nicht mehr
Natürlich gibt es mehrere Faktoren, die über den Erfolg oder Misserfolg eines Films entscheiden. Die Verantwortung allein Johnson zuzuschreiben, wäre zu billig – und auch nicht gerecht. Trotzdem dürfte er mit dem Zuschauerzuspruch seiner jüngsten Kinoausflüge nicht zufrieden sein.
2022 spielte er die Titelrolle im Superheldenfilm
„Black Adam”. Entgegen aller Hoffnungen spielte der Film weniger als 400
Millionen Dollar ein und bescherte Warner Bros. einen deutlichen Verlust.
Dieser wiegte so schwer, dass alle Pläne für das DC-Universum zwischendurch auf Eis
gelegt wurden.
Zwei Jahre später folgte der Weihnachtsfilm „Red One“, der mit
insgesamt knapp 186 Millionen Dollar ebenfalls deutlich unter dem Budget von
250 Millionen Dollar blieb.
Künstlerisch wertvoll, aber beim Publikum durchgefallen: „The Smashing Machine”.
Noch bitterer verlief es zuletzt mit „The Smashing
Machine“, dem Drama über UFC-Ikone Mark Kerr: Nur 5,8 Millionen Dollar am
Startwochenende und am Ende gerade einmal 21 Millionen Dollar Gesamteinspiel
bei einem Budget von 50 Millionen Dollar.
Zumindest bei vielen Kritikern konnte
der 54-Jährige, der mit diesem Projekt Mut bewiesen hatte, aber punkten. Seine größten finanziellen Erfolge feierte er zuletzt als
Synchronsprecher in den Animationsfilmen „Zootopia 2“ (2025) und – irgendwie
ironisch – „Moana 2“ (2024).
Kehrt der „Final Boss“ zu WWE zurück?
Die Enttäuschung an den Kinokassen kann gleichzeitig ein
Hoffnungsschimmer sein. Und zwar für all jene, die ein Comeback von
The Rock
bei WWE herbeisehnen. Sein letzter Auftritt liegt schon lange zurück.
Bei
„Elimination Chamber“ im Februar 2025 animierte er John Cena zum Turn gegen
Cody Rhodes. Seitdem wartet die Wrestling-Welt auf ein Comeback des „Final
Boss“-Charakters.
The Rock (r.) hat noch eine Rechnung offen mit Cody Rhodes
Angesichts der jüngsten Kino-Pleiten könnte The Rock nun
deutlich offener für eine Rückkehr in den Ring sein. Beispielsweise bei der
nächsten WrestleMania, die 2027 erstmals in Saudi-Arabien stattfinden wird.
Vielleicht nutzt Dwayne Johnson aber auch bereits den kommenden Herbst, um
wieder vorbeizuschauen. Als Vorstandsmitglied bei der TKO Group Holdings dürfte
er über die Vorkommnisse bei WWE bestens informiert sein.
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