John Cena: „Damit tötest du das WWE-Publikum!“
Bruce Prichard, die rechte Hand von Paul Levesque und einer
der mächtigsten Männer bei WWE, hatte eine klare Vorstellung. Der
Saturday
Night’s Main Event sollte nur aus einem einzigen Match bestehen. John
Cena vs. Gunther, sonst nichts. Kein Rahmenprogramm, keine anderen Stars.
„Damit tötest du das Publikum. Du wirst das Live-Publikum
komplett umbringen“, erinnerte sich Cena. Für die Zuschauer zu Hause hätte es
eventuell funktioniert. Aber in Washington, D.C., wäre die Stimmung im Keller
gewesen! Der 48-Jährige lehnte darum dankend ab.
John Cenas Gegenvorschlag
„Ich sagte: ‚Nein, scheiß drauf!‘ Macht hier und da zwei-
oder dreiminütige Video-Pakete. Aber lasst uns Matches bringen. Holt große
Namen und Leute, mit denen man diesen Kreislauf des Lebens erzählen kann.‘“
Sein Konzept: Duelle zwischen etablierten WWE-Stars und aufstrebenden
NXT-Talenten. Ähnlich wie damals vor 25 Jahren, als er völlig überraschend
gegen Kurt Angle bei SmackDown antrat.
Zum Glück setzte sich der Hauptdarsteller damit durch. Nicht
auszudenken, wie langweilig die Veranstaltung mit Pritchards Schnapsidee
gewesen wäre. Ein Schnarchfest, für das den Zuschauern in Washington, D.C.,
auch noch viel Geld abgeknöpft worden war.
Die Nachwirkungen wären verheerend
gewesen. Bereits jetzt bekommen die Fans in der Halle für teures Geld oftmals
nur ein eher mageres Programm geboten. Dies wäre wohl der Gipfel der
Dreistigkeit gewesen.
AJ Styles statt Drew McIntyre
Doch nicht nur der letzte WWE-Abend hätte anders aussehen
können. Auch sein gefeiertes Match gegen AJ Styles bei
Crown Jewel in Perth
war ursprünglich so nicht geplant.
„AJ sollte eigentlich Drew [McIntyre] sein“, offenbarte
Cena. „Aber es hat sich geändert. Wir wollten den Fans einen Feelgood-Moment
geben.“
Die WWE-Bosse hätten einen genauen Blick auf die Daten geworfen und
sich deshalb umentschieden. „Sie hören euch zu, wirklich“, stellte der
Publikumsliebling klar.
Auch in diesem Fall lässt sich festhalten: Die Wahl war die
richtige. Immerhin war das Duell mit dem „Phänomenalen“ eines der besten
Wrestling-Matches des vergangenen Jahres. In Bezug auf die Arbeit im Ring
stellte es für uns sogar den Höhepunkt von John Cenas Abschiedstour dar.
Es ist schon irgendwie verrückt. In der Vergangenheit hat
der ehemalige „Chain Gang Commander“ mehrfach betont, dass er sich in kreative
Entscheidungen eigentlich nie einmischen wollte. Wir als Zuschauer können froh
sein, dass er es dieses Mal trotzdem getan hat.
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