Vielmehr geht es um eine
echte Freundschaft, die vor mehr als zehn Jahren in die Brüche ging. Im
Interview mit Shannon Sharpe
rechnete der „Visionär“ schonungslos mit seinem ehemaligen Kumpel ab.
Seth Rollins: Arbeitsbeziehung ja, Freundschaft nein
Auf das aktuelle Verhältnis der beiden angesprochen,
antwortete der 39-Jährige: „Offensichtlich besteht so etwas wie eine
Arbeitsbeziehung, denn sonst könnten wir nicht gemeinsam rausgehen und Matches
bestreiten. Aber es ist sehr komplex.“
Eine tiefergehende Beziehung bestehe nicht. Und das werde
auch vorerst so bleiben. „Vielleicht gibt es eine Chance auf eine Versöhnung,
wenn wir beide nicht mehr im Business sind oder unsere Karriere beendet haben.“
Der Grund für die Differenzen liegt mehr als ein Jahrzehnt
zurück: Als Punk im Januar 2014 der Liga abrupt den Rücken kehrte und WWE öffentlich scharf
kritisierte, dürfte dies tiefe Spuren hinterlassen. Rollins befand sich damals auf dem Weg nach oben, auf dem Weg zum Top-Star.
Seth Rollins kann CM Punk nicht vergeben
„Es fällt mir einfach so schwer, den CM Punk von heute von
dem CM Punk zu trennen, der vor zehn Jahren ein wirklich mieser Freund war“, stellte er klar.
2012 war die Welt in Ordnung: Rollins als NXT Champion, Punk als WWE-Champion
„Solche Wunden brauchen Zeit, um zu heilen. Ob er sich
überhaupt die Mühe machen will, daran zu arbeiten, und ob es mir wichtig genug
ist, dass er diese Mühe aufbringt, weiß ich nicht. Das weiß ich nicht. Im
Moment haben wir beide keine Zeit dafür.“
Aktuell befindet sich der 39-Jährige ohnehin zwangsweise auf
Abstand. Eine Schulterverletzung zwang ihn dazu, den
WWE-World-Heavyweight-Champion-Titel im vergangenen Oktober niederzulegen.
Die
Ironie der Geschichte: Ausgerechnet CM Punk schnappte sich den vakanten Titel
und ist damit der direkte Nachfolger seines einstigen Freundes.
Realität oder perfektes WWE-Storytelling?
Die Frage bleibt: Wie viel der Rivalität ist echt, wie viel
Show? Dass Seth Rollins einst sauer auf Punk war, ist grundsätzlich
nachvollziehbar. Allerdings sind seit der Rückkehr des selbsternannten „Best in
the World“ im November 2023 mehr als zwei Jahre vergangen. Genügend Zeit, um
sich hinzusetzen und Probleme aus dem Weg zu räumen.
Hinzu kommt, dass der „Visionär“ bekannt dafür ist,
Geschichten auch abseits des Rings weiterzuverkaufen. Und dabei die Grenzen
zwischen Wirklichkeit und Inszenierung verschwimmen zu lassen.
Harte Realität? Perfektes WWE-Storytelling? Am Ende ist es
wahrscheinlich ein bisschen von beidem.
Klar ist: Ein Programm zwischen CM Punk und Seth Rollins
würde Millionen in die WWE-Kassen spülen. Beide wissen das. Und nichts ist im
Pro-Wrestling spannender als eine reale Konfliktsituation zwischen zwei
ehemaligen Freunden.
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