Rowe war von 2014 bis 2020 sowie erneut von 2022 bis 2025
Teil des WWE-Kaders. Die erste Entlassung war eine Folge der Corona-Pandemie.
Damals stellte das Unternehmen eine ganze Reihe von Mitarbeitern frei.
Opfer von WWE-Spaßmaßnahmen
„Als COVD-19 ausbrach, haben sie etwa 150 Wrestler
entlassen. Ich war eine davon“, erklärte sie. Ihr Ehemann Erik (War Raiders)
durfte hingegen bleiben. Für das Paar war dies der Startschuss für ein neues
Kapitel.
Die Viking Raider Erik (l.) und Ivar, begleitet von Valhalla
„Also dachten wir uns: Lass uns ein Baby bekommen und mal sehen, wie
es läuft. Ich hatte schon immer vor, meine eigenen Lebensmittel anzubauen.“
Die Wrestlerin stammt aus einer Bauernfamilie, die Land
gepachtet hatte, um traditionelle Landwirtschaft zu betreiben. Doch sie wollte
es anders machen, basierend auf ihrem eigenen Wissen und ieigenen
Überzeugungen.
Rasch begann sie, die Möglichkeiten auf dem eigenen
Grundstück zu erkunden. Was mit Mais begann, wuchs schnell zu einer großen Farm
mit Heu und Hochlandrindern an. Das Thema blieb auch nach dem Comeback im Jahr 2022
präsent.
„Als ich unterwegs war, dachte ich darüber nach, [nur noch]
Mutter und Landwirtin zu sein. Und ich sagte mir: Wow, das klingt so
friedlich“, erinnerte sie sich.
Neue Sichtweise aufs Leben
„Was wäre, wenn ich nie wieder zum Wrestling zurückkehren
möchte? Was wäre, wenn ich einfach auf der Farm bleibe?“ Und so sollte es auch
kommen.
Der WWE-Abschied fiel ihr dabei wesentlich leichter als gedacht. „Ich wurde entlassen,
bekam ein Baby und wurde wieder eingestellt. Und dann habe ich das Unternehmen
endgültig verlassen.“
Im vergangenen Juni klang das noch anders. Damals hatte WWE
bekanntgegeben, den Vertrag nicht mehr zu verlängern.
„WWE hat mir gestern
mitgeteilt, dass sie meinen Vertrag auslaufen lassen. Um ganz ehrlich zu sein,
kann ich nicht umhin, mich in meinem Ego verletzt zu fühlen. Man geht immer
davon aus, dass man sich am Ende einer lebenslangen Karriere mit einem großen
Abgang verabschiedet“, schrieb sie damals
auf Instagram.
„Aber hier bin ich nun und tippe auf meinem Handy einen
Abschiedsbrief an eine Institution, die vergessen wird, dass ich jemals dort
war. Ich nehme es ihr nicht übel, denn meine bisherige Karriere wird von meiner
Berufung verdrängt. All das geschieht nach einem göttlichen Zeitplan, dem ich
zutiefst vertraue.“
Solide WWE-Präsenz, begrenzte Rolle
Ein Comeback? Das ist praktisch ausgeschlossen. Und das ist
für alle Seiten die richtige Entscheidung. Der Abschied der 32-Jährigen
hinterlässt keine Lücke im Main Event, keine offene Titelgeschichte und auch
keinen dramatischen Cliffhanger. Unterm Strich bleibt eine solide WWE-Karriere,
die jedoch nie über das Mittelfeld hinausging.
In der Riott Squad an der Seite von Liv Morgan und Ruby
Riott war Sarah Logan Teil eines funktionierenden Trios. Es war ihre beste Zeit
bei WWE, keine Frage. Sie reichte von 2017 bis 2019 und war durchaus
überzeugend.
Später hat Valhalla noch einmal versucht, an der Seite der War
Raiders neuen Schwung reinzubringen. Sie blieb aber – aus den bereits erwähnten
Gründen – nicht mehr als eine Begleitfigur mit geringer Halbwertszeit.
Genau
deswegen passt dieser leise Abgang auch zu ihrer Laufbahn: ohne großes Rampenlicht,
aber konsequent und mit vollem Einsatz durchgezogen. Dafür lebt sie ihre Berufung als Bäuerin aus. Sogar
ein Kinderbuch hat sie inzwischen gschrieben.
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