Wrestling-Zoff! Sohn von WWE-Legende AJ Styles sorgt für Wirbel

Wrestling News Worldwide
Dienstag, 11 August 2026 um 17:16
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Mangelt es AJ Styles’ Sohn Avery an Respekt? Der Ex-WWE-Champion gerät deswegen mit einem Wrestling-Veteranen aneinander.
WWE-Legende AJ Styles und Wrestling-Veteran Arik Cannon liefern sich einen öffentlichen Schlagabtausch um eine vermeintliche Lappalie. Im Mittelpunkt steht das Verhalten von AJs Sohn Avery, der aktuell seine ersten Schritte im Wrestling-Geschäft macht.
Auslöser war ein harmloser Beitrag des Wrestling-Portals Fightful. Darin wurde ein Lob von WWE-Star Nattie aufgegriffen.
Sie äußerte sich positiv über ein Match zwischen ihrem Schüler Marcus Mathers und dem 19-jährigen Spross von AJ Styles. Unter anderem hob sie Averys Leidenschaft bei Game Changer Wrestling (GCW) hervor.

WWE-Star Nattie lobt, Indy-Veteran tobt

„Mir gefiel es, dass er sein Match nicht gewonnen hat. Das zeigt mir, dass er bereit ist, sich seine Sporen zu verdienen. Dass er nicht einfach als AJ Styles’ Sohn in diese Branche kommt und erwartet, dass man ihm alles hinterherträgt“, sagte sie.
Und löste damit ein kleines Beben aus. Arik Annon, ein Veteran mit fast einem Vierteljahrhundert Wrestling-Erfahrung, stieß diese Aussage nämlich sauer auf.
Auf X postete er: „Ich habe gesehen, wie dieser Junge sich bei genau dieser Show davor gedrückt hat, bei irgendetwas zu helfen. Zu Natties Aussage kann ich nur sagen: L O F’ING L!“
Das wiederum wollte der stolze Papa AJ Styles nicht auf sich sitzen lassen. „Er wurde dafür bezahlt, bei GCW zu wrestlen. Nicht, um dir beim Auf- und Abbau des Rings zu helfen. Klingt für mich eher so, als wäre das deine Aufgabe. Du kommst wie ein eifersüchtiger Idiot rüber“, konterte er.

Wie verhält man sich richtig als Wrestling-Rookie?

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. „Ich habe den allergrößten Respekt vor dir, AJ. Ich verstehe, warum du deinen Sohn verteidigst, und das ist ehrenwert“, schrieb Annon.
„Tatsache ist: Er kann weiterhin ‚AJs Bub‘ bleiben, sich vor Verantwortung drücken und darum herumkommen, sich seinen Platz zu erarbeiten. Oder er kann sich den Respekt seiner Kollegen erarbeiten und als Avery auf eigenen Beinen stehen.“
Styles reagierte mit einem Vergleich aus dem Alltag: „Man lädt niemanden zum Abendessen ein und lässt ihn anschließend den Abwasch machen. Er wurde gebeten, bei GCW zu wrestlen.“
Ein echter Veteran hätte professionellere Worte gewählt oder dem Rookie zumindest persönlich angesprochen, anstatt im Internet zu meckern. Genau dies sei aber laut Annon geschehen.
„Ein Veteran und Promoter mit mehr als 20 Jahren Erfahrung hat ihn ZWEIMAL gebeten, bei, Aufstellen der Stühle zu helfen. Stattdessen versteckte er sich in der Umkleide, bis alles erledigt war“, offenbarte er.
„Meine Meinung wird seine Zukunft nicht beeinflussen. Aber bei allem Respekt: Wenn du sagst, dass er nicht mithelfen muss, tust du ihm damit keinen Gefallen.“
Um seinen Argumenten Nachdruck zu verleihen, postete er Bilder von bekannten Namen, die es seiner Meinung nach besser machten. Beispielsweise WWE-Topstar Cody Rhodes oder WWE-Legende Jimmy Hart

NXT-Wrestler Lexis King teilt seine Erfahrungen

Der Streit blieb nicht auf die beiden Kontrahenten beschränkt. Neben vielen Fans äußerten sich auch Persönlichkeiten aus dem Wrestling-Business.
Allen voran NXT-Wrestler Lexis King, der Avery Styles zur Seite sprang. Als Sohn der Wrestling-Legende Brian Pillman könne er genau die Situation gut nachvollziehen.
Bei seinen ersten fünf Matches sei er beispielsweise eingeflogen worden und habe nicht beim Aufbau helfen müssen. Erst bei NXT habe er gelernt, wie viel Arbeit hinter einer Wrestling-Show steckt.
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Lexis King startete einst als „Brian Pillman jr.“. Eine zu große Bürde?
„Die Leute behandeln dich anders, wenn du einer von uns bist, und dafür kann er nichts. Dieser Junge trägt eine ganz andere Art von Ballast mit sich herum. Von ihm wird erwartet, dass er dem Vermächtnis seines Vaters gerecht wird. Das werden die meisten Menschen niemals verstehen“, schrieb er.
King sieht deshalb vor allem die Promoter in der Verantwortung. Sie sollen jungen Wrestlern zeigen, was von ihnen erwartet wird. Sie öffentlich im Internet zu kritisieren, hält er für den falschen Weg.

Lexis King: „Dein Tweet verkauft keine Tickets – Avery Styles schon!“

„Er setzt bereits in jungen Jahren seinen Körper aufs Spiel und sorgt mit seinem Auftritt für zusätzliche Aufmerksamkeit für eure Show. Und ihr wollt ihn im Internet anprangern, anstatt persönlich mit ihm zu sprechen.“
An Cannon gerichtet, fügte er hinzu: „Dein Tweet hat für die nächste Show keine zusätzlichen Tickets verkauft. Ich wette aber, dass Avery Styles auf der Card genau das tun wird. Denn es ist sein GEBURTSRECHT.“
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AJ Styles genießt großen Respekt unter Kollegen und Fans.
Eine klare Meinung äußerte auch Moose von TNA. „Bro, entspann dich. Das ist eine Independent-Show. Dieses ganze Gerede davon, dass man sich bei einer Indy-Show erst seinen Platz verdienen muss, ist einfach Quatsch“, stellte er klar.
„Bei einer TV-Promotion wäre das etwas anderes. Wir reden hier über eine verdammte Independent-Show. Dass ein Indy-Veteran mit 20 Jahren Erfahrung dem Sohn eines der größten Wrestler überhaupt auf professioneller Ebene Ratschläge erteilt, ist schon ziemlich lächerlich.“

GCW-Boss versucht zu schlichten

Das Schlusswort hat – zumindest vorerst – der GCW Promoter Brett Lauderdale. Mit einer Reihe von Beiträgen auf X versuchte er die Wogen zu glätten.
„Ich respektiere Arik Cannon und ich respektiere AJ Styles. Egal, auf welcher Seite dieser Situation man steht: Avery Styles ist noch jung. Er verdient dieselbe Nachsicht, die man jedem anderen Teenager entgegenbringen würde, der in dieser frühen Phase seiner Karriere und seines Lebens ins kalte Wasser geworfen wird.“
Natürlich werde er auf seinem Weg weiterhin Fehler machen, wie jeder andere Rookie auch. Mit einem entscheidenden Unterschied: „Aufgrund seines Vaters werden bei ihm höhere Maßstäbe angelegt. Nach persönlichen Gesprächen bin ich mir sicher, dass er aus all diesen Erfahrungen lernen und auf seinem Weg weiterwachsen wird.“
Am Ende stellte er noch klar, dass sich der 19-Jährige seinen Platz bei der Veranstaltung verdient hatte. „Ich habe noch nie einen Wrestler mit weniger als zehn Matches gesehen, der so viel natürliches Talent und Können gezeigt hat“, lobte er.
Und stellt klar: „Hier gibt es keinen Bonus wegen seiner Herkunft. Wenn er nichts draufhätte, wäre er nicht hier!“

Avery Styles bleibt unter besonderer Beobachtung

Avery Styles blieb während des gesamten Zoffs übrigens ruhig. Zweifellos die richtige Entscheidung. Denn zu gewinnen gab es hier für ihn nichts.
Am Ende zeigt der Streit vor allem eines: Ein großer Name kann für einen aufstrebenden Wrestler Fluch und Segen zugleich sein. Einerseits öffnet er Türen. Andererseits garantiert er, dass jedweder Schritt akribisch beäugt wird. Unser Ratschlag: Einfach mal locker durchatmen.
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