Wrestling-Tragödie in Mexiko: Ringrichter stirbt nach Piledriver – Luchador festgenommen

Wrestling News Worldwide
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Ein tragischer Vorfall erschüttert die Wrestling-Szene in Mexiko.
Bei einer Lucha-Libre-Veranstaltung von „El Patrón Espectáculos“ in Mineral de la Reforma (Hidalgo) ist Ringrichter Gerardo Germán Pineda (auch El Búho („Die Eule“) genannt) am frühen Mittwochmorgen (7. Oktober) ums Leben gekommen. Pineda war 75 Jahre alt.

Für El Búho kam nach einem Piledriver jede Hilfe zu spät

Nach einem Match zwischen Hijo del Fishman und Mascara Sagrada zeigte Fishman einen Package-Piledriver gegen den Ringrichter - eine geplante Aktion.
„Superluchas“ berichtet, dass laut Augenzeugen Pineda bewusstlos in der Mitte des Rings liegen blieb und keine Reaktion zeigte.
Besonders tragisch: Pineda soll einige Zeit im Ring gelegen haben, bevor sich jemand um ihn kümmerte - in der Annahme, dass er die Aktion lediglich verkaufte.
Vor Ort gab es weder einen Krankenwagen noch medizinisches Personal. In Hidalgo gibt es nämlich – anders als in den meisten mexikanischen Bundesstaaten – keine Regulierungsbehörde für Lucha Libre.
Als endlich Rettungskräfte eintrafen, konnten sie nur noch Pinedas Tod feststellen.
(Der Clip zeigt einen Ausschnitt aus dem Match.)

El Hijo de Fishman wegen Verdachts auf Totschlag verhaftet

Nach den Ereignissen im Ring wurde Fishman festgenommen; ihm droht eine Anklage wegen Totschlags.
Innerhalb von 48 Stunden entscheidet nun eine erste Anhörung über das weitere Vorgehen – sprich formelle Anklageerhebung oder Freilassung. Bei einer Verurteilung drohen ihm fünf bis 15 Jahre Gefängnis.

Der Veranstalter reagiert

Der Veranstalter „El Patrón Espectáculos Lucha Libre“ teilte in einer Stellungnahme mit, dem Wrestler Hijo de Fishman juristische Unterstützung bereitgestellt zu haben. Gleichzeitig sei man in Kontakt mit der Familie des toten Ringrichters und deren Rechtsbeistand.
„Wir bitten die Fans, die Medien und die Mitglieder der Branche, mit Besonnenheit, Diskretion und Respekt zu handeln und die Verbreitung von Gerüchten oder unbestätigten Informationen aus Respekt vor allen beteiligten Parteien und ihren Familien zu vermeiden und die Ermittlungen nicht zu behindern“, heißt es in der Stellungnahme.
Und weiter: „Wir bedauern den Verlust eines Lebens zutiefst und sprechen seinen Angehörigen, Freunden und Kollegen aus der Lucha-Libre-Branche unser Mitgefühl aus.“
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