WWE feuert NXT-Wrestler Keanu Carver nach massiven Stalking-Vorwürfen – die Hintergründe

WWE News
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WWE hat sich von NXT-Wrestler Keanu Carver (richtiger Name: Kevin Robertson) getrennt.
„Carver wurde aus dem internen WWE-Kader entfernt und ist nicht mehr Teil des Unternehmens“, berichtet PWInsider am Montag. Gegen den 27-Jährigen hatte eine NXT-Wrestlerin am 14. September eine vorläufige Schutzanordnung („Order of Protection“) erwirkt.

Keanu Carver darf sich nach gerichtlicher Anordnung Ex-Freundin nicht mehr nähern

Die NXT-Wrestlerin warf Robertson vor, sie systematisch gestalkt und belästigt zu haben. Beide Personen sollen zuvor ein Paar gewesen sein, hatten sich aber bereits vor einigen Wochen getrennt.
Die gerichtliche Anordnung verpflichtete Robertson dazu, einen Mindestabstand von 150 Metern zur Antragstellerin einzuhalten. Gleichzeitig wurde jegliche Kontaktaufnahme untersagt.
Am 22. September fand vor einem Gericht in Florida eine erste Anhörung statt. Robertson beantragte hier eine Aufschiebung, um sich rechtlichen Beistand zu suchen. Eine nächste Anhörung ist auf den 20. Oktober terminiert.
Doch offenbar hat WWE bereits jetzt eine Entscheidung über Robertsons Wrestling-Zukunft getroffen – die Vorwürfe wiegen zu schwer.
WWE hatte Robertson, der zuletzt einen deutlichen Push in den NXT-Shows erhielt und 2026 bisher gewiss zu den Aufsteigern der Brand zählte, nach dem Antrag auf die Schutzanordnung aus den TV-Shows genommen. Sein letzter Fernsehauftritt datiert auf den 8. September.
Nun steht fest: Weitere Einsätze vor den TV-Kameras wird es bei WWE NXT nicht geben.

Hintergründe zu den Stalking- und Missbrauchsvorwürfen

In der vergangenen Woche hatten wir einen Artikel zu den Stalking-Vorwürfen veröffentlicht und darin einige der Details genannt. POST Wrestling hatte ursprünglich über den Fall berichtet.
Im Gerichtsantrag heißt es, dass sich die Betroffene zuvor in einer Beziehung mit Robertson befand, die allerdings kürzlich endete. In den Tagen nach der Trennung soll Robertson mehrfach unaufgefordert am Wohnort der Antragstellerin aufgetaucht sein und sie exzessiv kontaktiert haben – bis zu 44-mal an einem einzigen Tag.
Dem Antrag liegen sowohl Screenshots dieser Anrufliste als auch Aufnahmen von Securitykameras bei, die Robertsons wiederholtes Auftauchen an der Wohnadresse der Frau belegen sollen.
Weiter heißt es in den Unterlagen, dass die Betroffene am 13. September die Polizei hinzuzog, nachdem sich Robertson geweigert haben soll, ihr Grundstück zu verlassen. Zudem soll der Wrestler damit gedroht haben, sich selbst etwas anzutun. Robertson war jedoch verschwunden, bevor die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen.
In dem Antrag wird darüber hinaus ein Vorfall vom 3. September dokumentiert, als Robertson „um 7 Uhr morgens völlig betrunken und unter Drogen- sowie Alkoholeinfluss“ unerwünscht am Wohnort der Klägerin erschienen sein soll.
In den Ausführungen wird detailliert festgehalten, wie Robertson auch an den darauffolgenden Tagen am Anwesen der Betroffenen auftauchte, nachts an die Tür klopfte und stundenlang nicht wegging. Mehrere Nachbarn sollen den Angeklagten vor der Haustür schlafend gesehen und dies teilweise mit Fotos dokumentiert haben.
Zudem beschreibt der Antrag gewalttätiges Verhalten, das sich bereits während der bestehenden Beziehung ereignet haben soll. Demnach wird Robertson ein missbräuchliches und bedrohliches Verhalten vorgeworfen. Die Klägerin schildert in ihrer Eingabe: „Er hat mich angespuckt und mich körperlich daran gehindert, sein Haus zu verlassen.“
Weiter heißt es im Antrag: „Er hat gedroht, mich und meine Katzen zu töten. Er hat mich im Schlaf geweckt, indem er mir die Nase zuhielt, und er hat mich mehrfach am Hals gepackt und fest zugedrückt, während er mir mit dem Tod drohte.“
Carver reagierte nach Bekanntwerden der Vorwürfe mit einigen Nachrichten auf der Social-Media-Plattform X. Er schrieb unter anderem: „Ihr werdet in einem Monat verdammt dämlich aussehen. Verdammte Scheinheilige. Alles, was im Dunkeln getan wird, kommt ans Licht.“ Doch die Nachrichten verschwanden kurz darauf wieder.
Für WWE stand bereits vor der gerichtlichen Klärung fest, dass anhand der bisherigen Informationslage die Zusammenarbeit mit Robertson beendet wird.
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