Luchador nach Vereinbarung mit Familie freigelassen
Gegen den Wrestler war zuvor wegen fahrlässiger Tötung ermittelt worden. Die Freilassung erfolgte, nachdem eine Entschädigungsvereinbarung mit der Familie des verstorbenen Ringrichters Gerardo Germán Pineda (bekannt als „El Búho“ - deutsch: „Die Eule“) erzielt werden konnte.
Sandoval kündigte zudem an, dass in Kürze eine Pressekonferenz stattfinden wird, um detaillierter über den Vorfall und die weiteren Entwicklungen zu informieren.
Ein Anwalt des Veranstalters stellte zur rechtlichen Lage klar:
„Um es genau zu nehmen: Durch den Einsatz unserer Kanzlei und unseres Teams konnte eine Vereinbarung zur Schadenswiedergutmachung erzielt werden. Auf dieser Grundlage und durch die geleistete Entschädigung befindet sich Herr Hijo del Fishman wieder auf freiem Fuß.
Da es sich um ein tragisches Unglück handelte und keine Anhaltspunkte für ein vorsätzliches Verbrechen vorlagen, gab es keinen Grund für ein weiteres Strafverfahren. Damit konnte der Fall abgeschlossen und seine Entlassung erwirkt werden.“
Was am Mittwoch beim Lucha-Libre-Event in Hidalgo geschah
Im Anschluss an ein Match zwischen Hijo del Fishman und Máscara Sagrada zeigte Fishman bei der Veranstaltung in Mineral de la Reforma (Hidalgo) einen Package Piledriver gegen den Ringrichter – eine eigentlich geplante und abgesprochene Ring-Aktion.
Der 75 Jahre alte Pineda blieb nach dem Einschlag jedoch regungslos in der Mitte des Rings liegen und zeigte keinerlei Reaktion mehr.
Besonders tragisch: Pineda lag offenbar längere Zeit im Ring, ohne dass ihm geholfen wurde – im Publikum und hinter den Kulissen ging man zunächst davon aus, dass er die Aktion lediglich verkaufte (also seinen Zustand vorspielte).
Erschwerend kam hinzu, dass vor Ort weder ein Krankenwagen noch medizinisches Personal bereitstanden. Der Grund dafür: Im Bundesstaat Hidalgo gibt es – anders als in den meisten anderen mexikanischen Regionen – keine offizielle Regulierungsbehörde für Lucha-Libre-Veranstaltungen.
Als die Rettungskräfte schließlich am Veranstaltungsort eintrafen, konnten sie nur noch den Tod von Pineda feststellen.
Unmittelbar nach dem Vorfall äußerte sich die Promotion zutiefst betroffen über den Verlust des Ringrichters, der in der Vergangenheit selbst als Wrestler im Ring stand:
„Wir bedauern den Verlust dieses Lebens zutiefst und sprechen seinen Angehörigen, Freunden und Kollegen aus der Lucha-Libre-Branche unser herzlichstes Mitgefühl aus.“
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