WWE: Brock Lesnar ist zurück! Und jetzt? Gedanken zum raschen Comeback

Meinung
Dienstag, 19 Mai 2026 um 16:57
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*MEINUNG* Einen Monat nach seinem „Rücktritt“ taucht Brock Lesnar bei WWE Raw auf. Hat man damit den WrestleMania-Moment zerstört?
WrestleMania rief in diesem Jahr gemischte Reaktionen hervor. Worüber sich fast alle einig waren: Der Sonntag war deutlich besser als der Samstag. Nicht zuletzt auch darum, weil der Abend mit einem echten Knaller begann.
Shootingstar Oba Femi brauchte nicht einmal fünf Minuten, um den großen Brock Lesnar abzufertigen. Doch das war erst der Anfang. Anschließend zog der Unterlegene Ringerstiefel sowie Handschuhe aus und ließ beides im Ring zurück.
Ein klares Signal: Das war mein letztes Match! Dazu passten auch die Tränen in den Gesichtern von Brock Lesnar und seinem langjährigen Vertrauten Paul Heyman.
Wumms, das war ein harter Schlag! Damit hatte wohl niemand gerechnet.

Warum ein WWE-Comeback absehbar war

Ja, der Rücktritt kam überraschend. Trotzdem hatte ich schon damals Zweifel an der Absicht. Ein Rücktritt, der nicht entsprechend vorbereitet und ausgeschlachtet wurde? In Zeiten von TKO? Puh!
Ich dachte mir: Das wird es noch nicht gewesen sein!
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Große Emotionen: Brock Lesnar „beendet” bei WrestleMania seine Karriere.
Immerhin findet der SummerSlam in diesem Jahr in Minneapolis, Minnesota statt. Also an einem Ort mit großer Bedeutung für Lesnar. Auch konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass WrestleMania 43 im kommenden Jahr ohne den Topstar in Saudi-Arabien über die Bühne gehen wird.
Ich erinnere mich noch, wie ich im Review-Podcast mit Christian Bruns über all diese Dinge durchaus kontrovers diskutierte.
Aber: Dass Brock Lesnar bereits vier Wochen (!) später wieder bei WWE Raw auftauchen würde, hätte ich mir wirklich nicht vorstellen können. Nur zum Vergleich: Der 48-Jährige kehrte damit schneller ins TV zurück als Randy Orton und CM Punk. Und die haben ihre Karrieren in Las Vegas bekanntlich nicht „beendet”.

Wurde der WrestleMania-Moment zerstört?

Damit stellt sich für mich auch die entscheidende Frage: Hat man mit diesem Comeback den wohl größten Mania-Moment des Jahres – und vielleicht sogar darüber hinaus – ad absurdum geführt?
Nun verfolge ich Wrestling schon sehr lange, seit mehr als 33 Jahren. Mir ist natürlich bewusst: Viele Rücktritte in diesem Geschäft nicht von Dauer. Man denke nur an Terry Funk, Ric Flair oder Trish Stratus. Alle drei stiegen nach ihrem angekündigten Karriereende wieder in den Ring, und das nicht nur einmal. Sie sind nur drei von unzähligen Beispielen.
Wie gesagt, habe ich auch in Brock Lesnars Fall irgendwann mit einer Fortsetzung gerechnet. Aber musste es denn wirklich so schnell gehen?
Ich bin der Meinung, dass die Rückkehr des ehemaligen WWE-Champions noch viel größer gewesen wäre, wenn man sich mehr Zeit gelassen hätte. Mindestens noch zwei Monate. Verpackt in eine emotionale Storyline rund um ein (vermeintliches) Finale in Minnesota.
Denn auch das fehlte mir bei diesem Raw-Comeback: eine logische Geschichte, mit der sich die rasche Rückkehr erklären lässt. Aber vielleicht kommt das noch …
Letztendlich wirkt WrestleMania 42 im Rückblick nun aber irgendwie kleiner auf mich.

Fortsetzung folgt: Trilogie mit Oba Femi, Match mit Gunther

Wie es nun weitergeht? Nun, logisch wäre eine Trilogie mit Oba Femi. Das hieße, dass Lesnar das zweite Duell beim Clash in Italy am 31. März für sich entscheidet. Die dritte Paarung kann dann nur einen Sieger haben: Oba Femi. Alles andere wäre enttäuschend.
Immerhin besteht nun doch noch die Hoffnung auf ein großes Match zwischen Lesnar und Gunther. Vielleicht ja bei WrestleMania 43. Also genau ein Jahr, nachdem der 48-Jährige seine Schuhe und Handschuhe im Ring zurückließ.
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