Shootingstar Oba Femi brauchte nicht einmal fünf Minuten, um
den großen Brock Lesnar abzufertigen. Doch das war erst der Anfang.
Anschließend zog der Unterlegene Ringerstiefel sowie Handschuhe aus und ließ
beides im Ring zurück.
Ein klares Signal: Das war mein letztes Match! Dazu
passten auch die Tränen in den Gesichtern von Brock Lesnar und seinem
langjährigen Vertrauten Paul Heyman.
Wumms, das war ein harter Schlag! Damit hatte wohl niemand
gerechnet.
Warum ein WWE-Comeback absehbar war
Ja, der Rücktritt kam überraschend. Trotzdem hatte ich schon
damals Zweifel an der Absicht. Ein Rücktritt, der nicht entsprechend
vorbereitet und ausgeschlachtet wurde? In Zeiten von TKO? Puh!
Ich dachte mir: Das wird es noch nicht gewesen sein!
Große Emotionen: Brock Lesnar „beendet” bei WrestleMania seine Karriere.
Immerhin findet der SummerSlam
in diesem Jahr in Minneapolis, Minnesota statt. Also an einem Ort mit großer Bedeutung
für Lesnar. Auch konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass WrestleMania 43 im
kommenden Jahr ohne den Topstar in Saudi-Arabien über die Bühne gehen wird.
Ich erinnere mich noch, wie ich
im
Review-Podcast mit Christian Bruns über all diese Dinge durchaus kontrovers
diskutierte.
Aber: Dass Brock Lesnar bereits vier Wochen (!) später
wieder bei
WWE Raw auftauchen würde, hätte ich mir wirklich nicht vorstellen
können. Nur zum Vergleich: Der 48-Jährige kehrte damit schneller ins TV zurück
als Randy Orton und CM Punk. Und die haben ihre Karrieren in Las Vegas
bekanntlich nicht „beendet”.
Wurde der WrestleMania-Moment zerstört?
Damit stellt sich für mich auch die entscheidende Frage: Hat
man mit diesem Comeback den wohl größten Mania-Moment des Jahres – und
vielleicht sogar darüber hinaus – ad absurdum geführt?
Nun verfolge ich Wrestling schon sehr lange, seit mehr als
33 Jahren. Mir ist natürlich bewusst: Viele Rücktritte in diesem Geschäft nicht
von Dauer. Man denke nur an Terry Funk, Ric Flair oder Trish Stratus. Alle drei
stiegen nach ihrem angekündigten Karriereende wieder in den Ring, und das nicht
nur einmal. Sie sind nur drei von unzähligen Beispielen.
Wie gesagt, habe ich auch in Brock Lesnars Fall irgendwann
mit einer Fortsetzung gerechnet. Aber musste es denn wirklich so schnell gehen?
Ich bin der Meinung, dass die Rückkehr des ehemaligen
WWE-Champions noch viel größer gewesen wäre, wenn man sich mehr Zeit gelassen
hätte. Mindestens noch zwei Monate. Verpackt in eine emotionale Storyline rund
um ein (vermeintliches) Finale in Minnesota.
Denn auch das fehlte mir bei
diesem Raw-Comeback: eine logische Geschichte, mit der sich die rasche Rückkehr
erklären lässt. Aber vielleicht kommt das noch …
Letztendlich wirkt WrestleMania 42 im Rückblick nun
aber irgendwie kleiner auf mich.
Fortsetzung folgt: Trilogie mit Oba Femi, Match mit Gunther
Wie es nun weitergeht? Nun, logisch wäre eine Trilogie mit
Oba Femi. Das hieße, dass Lesnar das zweite Duell beim Clash in Italy am 31.
März für sich entscheidet. Die dritte Paarung kann dann nur einen Sieger haben:
Oba Femi. Alles andere wäre enttäuschend.
Immerhin besteht nun doch noch die Hoffnung auf ein großes
Match zwischen Lesnar und Gunther. Vielleicht ja bei WrestleMania 43.
Also genau ein Jahr, nachdem der 48-Jährige seine Schuhe und Handschuhe im Ring
zurückließ.
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