WWE-Women’s-United-States-Champion Tiffany Stratton geht das Thema jedoch
anders an.
Im
KFAN-Podcast erklärte die 27-Jährige, warum sie negative Kommentare nicht
einfach ignoriert. Ihr Argument: Wrestling lebt von verschiedenen Sichtweisen.
Tiffany Stratton: „Wir brauchen die Fans!“
„Wrestling ist eine Form der Unterhaltung, bei der Meinungen
eine große Rolle spielen. Das gilt auch für das Booking und ähnliche Dinge. Am
Ende wird dein Schicksal von jemand anderem bestimmt.“ Ob man beispielsweise
einen Titel gewinne oder vom Publikum bejubelt werde, liege nicht in der
eigenen Hand.
Tiffany Stratton ist derzeit WWE-Women's-U.S.-Champion
„Manchmal übernehmen die Fans auch einfach die Kontrolle
über eine Situation. Und ich finde, die Fans sind der Hauptgrund, warum es
diese Company überhaupt gibt. Deshalb hat jeder das Recht auf seine eigene Meinung.“
Darum würde der
SmackDown-Star auch
negative Äußerungen nicht von vornherein abkapseln. „Natürlich sehe ich die
Hasskommentare. Manchmal denke ich sogar: Die haben recht. Manchmal haben die
Fans wirklich gute Ideen oder sprechen Dinge an, bei denen ich mir denke: Ja,
das funktioniert gerade nicht. Oder: Das funktioniert richtig gut.“
„Tiffy“ warnt vor Doom-Scrolling
Die 27-Jährige versucht, sowohl positives als auch negatives
Feedback gleichermaßen ernst zu nehmen. Wer Lob im Netz annehme, müsse eben
auch Kritik akzeptieren. Gleichzeitig warnte sie aber auch davor, sich alle
Kommentare zu Herzen zu nehmen:
„Jeder darf seine Meinung haben. Man darf sich
davon nur nicht zu sehr beeinflussen lassen. Sonst sitzt man irgendwann den
ganzen Tag da und liest nur noch Hasskommentare!” In diesem Fall spricht man
von sogenanntem Doom-Scrolling.
Strattons Fehde mit Charlotte Flair (l.) sorgte im vergangenen Jahr für Furore – auch im Internet.
Trotzdem ist sie eine Verfechterin davon, dass jeder Fan ein
Recht auf freie Meinungsäußerung hat. Insbesondere im Wrestling: „Wir machen
das für die Fans. Ich möchte ihre Meinung hören und sie auch ernsthaft
berücksichtigen.“
WWE sieht das offiziell anders
Eine bemerkenswerte Haltung. Vor allem, weil WWE-Offizielle
zuletzt immer wieder betonten, wie wenig sie auf Internet-Kritik geben. Zwar
prahlt man gerne mit den Social-Media-Zahlen. Wenn es jedoch um Feedback geht,
spielt man das Internet gerne herunter und verweist stattdessen auf TV-Quoten
und Live-Reaktionen.
In gewisser Weise macht sich Tiffany Stratton damit
angreifbar. Gleichzeitig zeigt sie damit aber auch eine Bodenständigkeit, die
ihr bei den Fans womöglich mehr Sympathien einbringt als jede
Hochglanz-Inszenierung.
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