WWE-Ex Road Dogg schimpft: „Es geht nur noch ums Geld!“

WWE News
Montag, 08 Juni 2026 um 16:04
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„Road Dogg“ Jesse James rechnet ab und wirft WWE „reine Geldmacherei“ vor. Wrestling spiele dabei nur die Nebenrolle.
Er wirkte elf Jahre lang hinter den Kulissen bei WWE mit, zuletzt als Co-Chefautor von SmackDown. Doch am Ende wollte der „Road Dogg“ Jesse James nur noch weg.
Bei Busted Open Radio sprach das ehemalige DX-Mitglied über die Gründe für seinen Abschied. Und warum er sich mittlerweile nicht mehr mit WWE identifizieren kann.

Immer mehr Einmischung aus der WWE-Führungsetage

„Ich glaube, früher ging es beim Booking in erster Linie um das Wrestling. Das dachte ich zumindest“, sagte er. „Heute, so scheint es, dreht sich alles nur noch ums Geld. Die Wrestler können [bei AEW] ebenfalls gut verdienen. Darum bestimmt Geld letztendlich alles.“
Die aktuelle Situation bei WWE bezeichnete er gar als „Cash Grab“, also reine Geldmacherei ohne Rücksicht auf das Produkt selbst. „Es hat sich einfach nicht richtig angefühlt“, so der 57-Jährige.
Entscheidungen seien zunehmend über die Köpfe der Autoren und des inneren Zirkels hinweg getroffen worden. Auf der darüberliegenden Ebene. Das Ergebnis: Die Zahlen stimmten, der WWE-Mutterkonzern TKO verbuchte Rekordeinnahmen.

Finanzieller Erfolg – aber um welchen Preis?

„[Die Leute an der Spitze] sind Geschäftsleute, und sie machen verdammt gute Geschäfte“, gab der „Road Dogg“ zu. „Das sind unwiderlegbare Fakten. Dagegen zu argumentieren, wäre wirtschaftlich einfach dumm. Und ein Unternehmen will nicht wirtschaftlich dumm handeln.“
Trotzdem stellte er sich irgendwann die Frage, wann die Grenze überschritten war. An welchem Punkt das Wrestling bei WWE nur noch eine Nebenrolle spielte. „Es war nicht mehr das ‚Wrestling-Business‘, sondern ‚Business-Wrestling‘. Aus meiner Sicht ist das verkehrt herum“, so James weiter.
Aus finanzieller Sicht hätte es durchaus Sinn gemacht – auch für ihn persönlich. Trotzdem wollte er so nicht mehr weitermachen. Im vergangenen März zog er darum die Reißleine und verließ die Company.

Der Spaß ging bei WWE verloren

„Ich hatte einfach keinen Spaß mehr. Es wurde so viel Arbeit, dass der Spaß komplett verloren ging“, offenbarte er. „Ehrlich gesagt bin ich sogar länger geblieben, als ich eigentlich wollte. Und zwar aus Angst vor Arbeitslosigkeit.“

Der „Road“ Dogg mit seiner Familie

Er habe nie gut mit Geld umgehen können. Zudem erinnerte er sich an seine härteste Zeit, die von finanziellen Sorgen sowie Alkohol- und Drogenproblemen geprägt war. Dorthin wollte er nie wieder zurückkehren.
„Diese Angst vor dem Unbekannten hat mich lange dort gehalten“, gab der 57-Jährige zu. Seine Frau habe ihm diese Angst dann aber genommen. „Kurz bevor ich ein Meeting [bei WWE] hatte, sagte sie zu mir am Telefon: ‚Ich habe mit dir sogar in einem Zelt gelebt.‘ Da habe ich geantwortet: ‚Ich komme sofort nach Hause.‘“
Diese Perspektive habe ihm klargemacht, dass finanzielle Sicherheit nicht alles ist. Und damit endete das Kapitel WWE schließlich.
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