350.000 US-Dollar aus veruntreuten Geldern für WWE-Tickets verprasst
Der Fall, über den die
New York Post in dieser Woche berichtete, klingt kurios: Demnach soll die Leiterin einer PreSchool-Einrichtung in Brooklyn, in der ausschließlich Deutsch gesprochen und vermittelt wird (die Jahresgebühr pro Kind beträgt fast 50.000 US-Dollar), insgesamt 2,75 Millionen US-Dollar abgezockt haben.
Der gebürtigen Schweizerin wird vorgeworfen, zwischen Januar 2022 und Oktober 2025 die Schulgelder „für ihren eigenen persönlichen Gebrauch und Nutzen“ auf ihr privates Bankkonto verschoben zu haben.
In der Klage heißt es, die 43-Jährige habe von dem Geld „luxuriöse Wochenend-Trips in gehobene Resorts, Zugang zu WWE-Events und erstklassige Annehmlichkeiten“ finanziert. Mit vielen dieser Erlebnisse wurde auf Instagram geprahlt.
Insgesamt 650.000 US-Dollar der Gelder steckte die Angeklagte in ihren Lifestyle – und allein 350.000 US-Dollar davon in WWE-Veranstaltungen - inklusive teurer VIP-Pakete, die sie für sich und ihre drei Kinder gekauft haben soll.
Auf den ersten Blick ein absurd hoher Betrag für Wrestling-Eintrittskarten. Doch WWE-Fans wissen mittlerweile nur allzu gut, dass solche Summen durch spezielle Ticket-Angebote rasch erreicht werden können. So werden derzeit zum Beispiel Ringside-Tickets für WrestleMania 42 für bis zu 16.000 US-Dollar angeboten. Umfangreichere Meet-and-Greet-Pakete mit Hotelunterbringung und Extras kosten sogar mehrere zehntausend US-Dollar.
Manipulation in der Buchhaltung flog erst nach Jahren auf
Um den Diebstahl zu vertuschen, soll die Frau das interne Buchhaltungssystem der Schule manipuliert haben, sodass die Zahlungen fälschlicherweise als auf dem Schulkonto eingegangen erschienen. Anschließend löschte sie E-Mails, die das System hätten aufdecken können, so die Anklage.
Gegenüber Mitarbeiterinnen der Schule soll die Alleinerziehende ihren Lebensstil damit erklärt haben, aus einer wohlhabenden Schweizer Familie zu stammen und Geld von ihrer Mutter in Basel zu erhalten. Dies stellte sich im Zuge der Ermittlungen jedoch als Täuschungsmanöver heraus.
Der Betrug flog erst nach über drei Jahren auf.
Simona D’Souza, Gründerin von „Kinderhaus Brooklyn“, musste daraufhin persönliche Ersparnisse einsetzen, um den Betrieb der Einrichtung aufrechtzuerhalten.
Nun hofft man, zumindest Teile der Gelder zurückzubekommen - und zeigt sich über den Vertrauensmissbrauch der ehemaligen Mitarbeiterin erschüttert.
Die Angeklagte wird sich derweil fragen müssen, ob diese WWE-Erlebnisse den kriminellen Aufwand wert waren...
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