Der Auftritt erfolgte wenige Monate nach dem überraschenden
WWE-Aus im vergangenen Mai. Nach 16 (Creed) bzw. fast 20 Jahren (Kofi)
entschieden sich die Freunde bewusst für einen Tapetenwechsel.
New Day lehnten WWE-Angebot ab
Seitdem wurde viel spekuliert. Was aber wirklich hinter dem
Abschied steckte, war – wenn überhaupt – nur in Teilen bekannt. Nun schilderten
sie bei
Ariel Helwani,
wie es zur Trennung
Als sich der Vertrag dem Ende näherte, wurde beiden ein
neues WWE-Angebot via Telefon unterbreitet. Die Aussagen hätten sich dabei
weitestgehend gedeckt. WWE habe ihnen Konditionen präsentiert, die weder ihrer
Erfahrung im Wrestling noch ihrem Wert als Performer in irgendeiner Form gerecht wurden.
„Wir waren der Meinung, dass die Bedingungen, unter denen
wir für sie auftreten sollten, nicht fair waren“, offenbarte Kofi. „Wir können
den jüngeren Leuten etwas mitgeben und im Entertainment-Bereich einiges
leisten. Wir können rausgehen und eine Reaktion erzeugen. Ganz egal, ob wir die
Guten oder die Bösen spielen.“ Er verglich ihre Fähigkeiten mit denen eines
Schweizer Taschenmessers, einem Allzweckgerät für alle Lagen.
Mehr als 50 Prozent weniger Geld
Das Telefon klingelte kurz nach WrestleMania. Kofi: „Als ich
auflegte, hatte ich dieses seltsame Gefühl, als wäre die Welt auf den Kopf
gestellt. Du erhältst einen Anruf, mit dem du nie gerechnet hättest. Und dann
musst du eine Entscheidung treffen.“
Die beiden New-Day-Mitglieder sprachen
miteinander und kamen schnell zum selben Schluss. „Wir müssen gehen. Was sie
uns anbieten, funktioniert für uns nicht“, sagte Creed.
Kofi (l.) und Xavier Woods (Austin Creed, r.) fühlten sich bei WWE nicht genügend wertgeschätzt
Aber wie lautete denn nun dieses ominöse WWE-Angebot? Laut
Kofi hätten sie auf mehr als die Hälfte ihres bisherigen Salärs
verzichten sollen. Dieser Aspekt habe bei ihrer Entscheidung natürlich eine
Rolle gespielt.
Aber nicht nur: „Die Bezahlung war definitiv ein großer Faktor.
Noch wichtiger war für uns jedoch, dass wir arbeiten wollten. Wir möchten
unsere Fähigkeiten und Talente unter Beweis stellen!”
Große Chancen für Tag Teams bei AEW
Zum Glück gab es mit AEW inzwischen eine echte Alternative,
sowohl für Fans als auch für Wrestler. AEW lege zudem größeren Wert auf das
Tag-Team-Wrestling als WWE. Besonders die Matches von Teams wie den Young
Bucks, FTR, Adam Copeland und Cage sowie Private Party hätte Kingston
begeistert. Dadurch entstand eine klare Vorstellung: Warum nicht selbst Teil
dieser Tag-Team-Szene werden?
Die Aussicht, wieder regelmäßig hochklassige
Tag-Team-Matches bestreiten zu können, war – neben der finanziellen Absicherung
– ein entscheidender Faktor für die beiden. Das Resultat konnte man am Sonntag
erleben.
Ob WWE letztendlich sogar glücklich darüber sei, dass sie
keinen neuen Vertrag unterzeichneten und dem Unternehmen dadurch Geld sparten,
konnte Creed nicht beantworten. „Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht“, sagte er.
„Ich bin mir nicht sicher. Ich weiß nicht, wer die Entscheidungen trifft. Wir
haben mit niemandem von ganz oben gesprochen.“
Funkstille mit WWE
Seit dem WWE-Aus habe es keinerlei Kontakt mit den
ehemaligen Vorgesetzten gegeben. Keinen Anruf, keine Textnachrichten, nicht
einmal ein Dankeschön. Unsere Meinung dazu: Nach so vielen Jahren, denkwürdigen
Segmenten und großen Matches finden wir das sehr schade. Vor allem, wenn man
bedenkt, wie viel Geld The New Day der Firma in all der Zeit beschert haben.
Kofi betonte jedoch, dass er auf keinen Fall negativ
rüberkommen wolle. Trotz des Abschieds sei er letztendlich dankbar für seine
Zeit bei WWE. Er habe einen Kindheitstraum leben dürfen und sei überzeugt:
„Alles im Leben passiert aus einem bestimmten Grund!“
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