Der Auslöser fand vor dem Wrestling-Match statt
Der 37-Jährige ist für seine frechen Freestyle-Raps bekannt.
Am vergangenen Sonntag ging er jedoch in den Augen der Verantwortlichen zu
weit. Auf dem Weg zum Ring fielen unter anderem die Worte: „This is the firing
squad! I drop bombs, you don’t even have to fly to Riyadh.”
Damit spielte Caster auf die jüngsten Anschläge in
Saudi-Arabien an. Die Stadt war Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen der
Huthi-Rebellen aus dem Jemen. Am 10. Oktober wurde zudem ein Angriff auf den
King Khalid International Airport in Riad gemeldet.
Die Verantwortlichen der Promotion reagierten umgehend und
beendeten bereits am Montag die Zusammenarbeit. „Bei Bound for Glory am
vergangenen Sonntag hat Max Caster unsensible Bemerkungen über Angriffe in Riad
gemacht, bei denen viele Menschen getötet oder verletzt wurden“, erklärte das
Unternehmen in einer offiziellen Stellungnahme.
TNA Wrestling zieht Konsequenzen
„Gewalttätige Angriffe ins Lächerliche zu ziehen, ist
falsch. Diese Aussagen hätten niemals Teil der Show sein dürfen. Dafür tragen
wir die Verantwortung. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und
allen, die von diesen Ereignissen betroffen sind.“
Weiter hieß es: „Wir entschuldigen uns aufrichtig. Wir haben
den Beitrag aus den Wiederholungen und von unseren Social-Media-Kanälen
entfernt und werden Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass so etwas nie
wieder passiert. Max Caster wird nicht mehr für TNA antreten.“
Inzwischen hat sich auch der Wrestler zu Wort gemeldet. In
einem Video auf X bedankte er sich bei TNA-Boss Carlos Silva, mit dem er
persönlich gesprochen hatte. Dieser sei „sehr entgegenkommend und
professionell” geblieben.
Caster zeigte Verständnis für die Entscheidung der
Promotion, ihn nicht mehr zu buchen.
Es sei Silvas Show und er müsse in erster
Linie TNA schützen. „In seinen Augen bin ich zu weit gegangen“, sagte der Wrestler.
Max Caster: „Ich nehme die Konsequenzen in Kauf“
„Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die mir diese
Chance ermöglicht haben. Ich habe das Gefühl, diese Menschen enttäuscht zu
haben. Ein Dankeschön geht auch an Moose, der seine Plattform mit mir teilte.
Ich wünschte, die Dinge wären anders gelaufen. Ich bin stolz auf dieses Match,
aber es tut mir leid, wie es ausgegangen ist.“
Mit seinen Raps wolle er keinesfalls Menschen beleidigen,
sondern lediglich unterhalten.„Wenn
ihr euch davon beleidigt fühlt, ist das euer gutes Recht“, stellte er klar. „Wenn
es eine Reaktion hervorruft, habe ich meiner Meinung nach meinen Job gut
gemacht. Es war ein sehr wichtiger Teil der Show und wurde viel diskutiert. Das
finde ich gut. Aber die Konsequenzen des Ganzen nehme ich in Kauf. Ich kann die
Tatsachen akzeptieren.“
Wie es weitergeht, weiß Caster noch nicht: „Im Leben muss
man manchmal seinen Mann stehen, die Dinge akzeptieren und weitermachen!“
Vermurkster Neustart nach AEW-Abschied
Max Caster war von Juni 2020 bis Anfang Oktober 2025 bei All
Elite Wrestling unter Vertrag. Dort bildete er gemeinsam mit Anthony Bowens und
Billy Gunn das Trio The Acclaimed. Die Gruppe zählte zeitweise zu den
populärsten Acts der Promotion und gewann unter anderem die AEW-Tag-Team- und
die AEW-Trios-Champion-Titel.
Im Januar 2025 wandte sich Caster jedoch der „dunklen Seite“
zu und versuchte sich fortan als Solo-Wrestler. Mit durchwachsenem Erfolg:
Zuletzt wurde er nur noch sporadisch eingesetzt.
Das Match mit Moose bei Bound
for Glory sollte eigentlich einen Neustart bei TNA darstellen. Doch dieser
ist nun schneller wieder zu Ende als gedacht. Es bleibt abzuwarten, ob die Liga
ihn irgendwann zurückholt, nachdem Gras über die Sache gewachsen ist.
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