Williams stand mit seinem Tag-Team-Partner „The Blade“ (Jesse Guilmette) für den Veranstalter „Enjoy Wrestling“ in Millvale (US-Bundesstaat Pennsylvania) im Ring.
Laut Augenzeugenberichten soll Williams gegen Ende des Matches gesundheitliche Probleme gezeigt haben. Nach dem Match brach Williams zusammen und wurde in den Backstage-Bereich gebracht, berichten Augenzeugen.
Dort sollen dann die medizinische Maßnahmen eingeleitet worden sein, unter anderem eine Herz-Lungen-Wiederbelebung und der Einsatz eines Defibrillators.
Williams wurde daraufhin in ein Krankenhaus abtransportiert, der Rest der Show abgesagt.
Der Veranstalter veröffentlichte wenig später dieses Statement auf X: „Andy kollabierte am Ende seines Matches an diesem Abend. Unsere anwesenden Ärzte kümmerten sich sofort um ihn und führten eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durch, bis der Krankenwagen eintraf. Wir schickten alle (Zuschauer) nach Hause und sind jetzt im Krankenhaus und warten auf weitere Informationen. Danke an alle, die geholfen und sich bei uns gemeldet haben.“
Ein Sprecher des The Allegheny County Medical Examiner's Office bestätigte am Sonntagmorgen gegenüber
TMZ Williams' Tod.
In einer von TMZ veröffentlichten Aufnahme des Notrufs heißt es, dass Williams sich während des Matches den Kopf am Ringpfosten angeschlagen habe. Näheres ist dazu nicht bekannt. Ebenfalls unklar ist, ob der Vorfall in direktem Zusammenhang mit seinem Tod steht.
„The Butcher“ stand von 2019 bis 2025 für AEW im Ring
Williams, vor allem ein Fan des japanischen Wrestlings, träumte schon in jungen Jahren von einer Karriere im Pro-Wrestling. Als eine Knieverletzung sein Vorhaben stoppte, ging er seiner musikalischen Leidenschaft nach und wurde Gründungsmitglied der Band „Every Time I Die“, die sich seit der Jahrtausendwende mit ihrem Metalcore-Sound weltweit eine Fangemeinde erspielte. Bis zur Auflösung (2022) veröffentlichte ETID neun Studioalben.
Mitte der 2010er-Jahre wendete sich Williams dann wieder dem Pro-Wrestling zu und trainierte unter anderem mit seinem langjährigen Freund Pepper Parks (Jesse Guilmette), der als „The Blade“ später auch Williams’ Tag-Team-Partner werden sollte. Das Duo trat ab 2017 regelmäßig gemeinsam auf.
Im November 2019 debütierten die Freunde an der Seite von „The Bunny“ (Allie) bei All Elite Wrestling. Die Storyline damals: Butcher & Blade waren von MJF engagiert worden, um Cody Rhodes auszuschalten. In den Folgejahren sahen wir das Duo gegen zahlreiche etablierte AEW-Teams im Ring, darunter die Lucha Brothers (Penta & Fenix), die Young Bucks oder auch Matt & Jeff Hardy.
Im Tag-Team- und Einzelbereich wurde Williams bis Anfang 2025 bei AEW eingesetzt. Sein Vertrag mit der Promotion soll in diesem Sommer ausgelaufen sein. Noch bis zuletzt wurden „The Butcher“ und „The Blade“ allerdings als Teil des AEW-Kaders geführt.
RIP Andy.
Reaktionen auf Andys Tod:
Matt Hardy: "Ich bin zutiefst traurig und schockiert über den Tod von Andy Williams. Die Zusammenarbeit mit Andy war eine große Freude. Er war ein herzlicher, humorvoller und tiefgründiger Mensch sowie ein äußerst talentierter Musiker und Wrestler. Meine Gedanken und Gebete sind bei Andys Familie, seinen Freunden und seinen Fans. Ruhe in Frieden, Bruder."
Paige: "RIP Andy Williams, schreckliche Nachrichten heute Morgen. Einer der besten Menschen überhaupt. Ich fühle mich sehr glücklich, dich gekannt zu haben. Ruhe in Frieden, mein Freund."
Jeff Jones, AEW-Mitarbeiter: "Es macht mich zutiefst traurig, vom Tod von „The Butcher“ Andy Williams zu hören. Schon beim ersten Treffen mit ihm wurde einem schnell klar, dass man ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen sollte. Er sah aus wie ein Monster, war aber in Wirklichkeit einer der herzlichsten und lustigsten Kerle überhaupt. Wir werden dich vermissen, Big Man!"
AEW-Kommentator Taz: "Was für ein großartiger und kreativer Mensch er war. Sein Schaffen als Musiker und Profi-Wrestler ist einfach unglaublich! Er war ein außergewöhnlich talentierter Mensch. Aber wie ihr alle anhand der vielen Beiträge von Menschen lesen könnt, die Andy kannten, war er auch ein großartiger Mensch und eine unglaublich gutmütige Seele. Und das stimmt alles. Er war ein großartiger Kerl, der hart gearbeitet und keine Abkürzungen genommen hat. Er war kein Blender und kein Schwätzer – er war echt. Und genau das ist eine sehr seltene Charaktereigenschaft in allen Bereichen des Unterhaltungsgeschäfts. Er war einfach ein ECHTER KERL. Ich habe ihn jedes Mal, wenn ich ihn gesehen habe, „Big Butch“ genannt, und er hat dann gekichert und gelächelt! Ruhe in Frieden, BIG MAN!"
Brody King: "Andy Williams war eine Legende. Ganz gleich, ob man aus der Musik- oder der Wrestling-Welt kam – wenn man ihn getroffen hat, hat er mit Sicherheit einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Er war auf ganz natürliche Weise lustig, herzlich und unterstützte alles, wofür sich seine Freunde begeisterten.
Ich werde deine zufälligen Nachrichten mit irgendeinem völlig verrückten Bild vermissen oder einfach die Nachrichten, in denen du dich nur mal melden wolltest. Ich werde es vermissen, mit dir über unsere liebsten japanischen Wrestling-Matches zu sprechen. Ich werde unsere nächtlichen Essen vermissen. Aber vor allem werde ich dich vermissen, Bud. Ich bestelle eine Portion Mozzarella Sticks für den Tisch. Ich liebe dich für immer."
Willow Nighingale: "Während der Zeit in Jacksonville (während der Pandemie; Anm. d. Red.) haben sich Andy (zusammen mit Eddie (Kingston; Anm. d. Red.)) wirklich für mich eingesetzt. Er ermutigte mich, weiterzumachen, als meine Träume noch so weit entfernt schienen. Er stärkte mein Selbstvertrauen. Er sorgte dafür, dass sich AEW wie eine Familie anfühlte, obwohl ich offiziell noch gar nicht Teil des Teams war. Und soweit ich gehört habe, erwähnte er meinen Namen bei TK bei jeder sich bietenden Gelegenheit.
Ich erzähle das nicht, um daraus eine Geschichte über mich zu machen, sondern um einen kleinen Einblick darin zu geben, was für ein Mensch Andy war. Obwohl ich ihn seit Jahren kannte, hatte er eigentlich keinen Grund, mir zu helfen oder meinen Erfolg sehen zu wollen – außer dem Wunsch, zu sehen, wie einem guten Menschen Gutes widerfährt.
Dieser Mann hat mit ETID im Grunde einen völlig neuen Sound erschaffen und sich anschließend dem Wrestling zugewandt – und auch dort Großartiges geleistet. Er hätte allen Grund gehabt, ein großes Ego zu haben, aber das hatte er nicht. Er reichte anderen die Hand und tat, was er konnte, um ihnen zu helfen."
AEW-Statement: „All Elite Wrestling ist zutiefst betroffen vom Tod von Andy Williams, bekannt als The Butcher. Als wegweisender Musiker bei ETID und Atomic Rule gelang Williams der erfolgreiche Wechsel in die Welt des professionellen Wrestlings. Sowohl innerhalb als auch außerhalb des Rings genoss er bei seinen Kollegen enormen Respekt. Unser Mitgefühl gilt Williams’ Familie, Freunden und Fans.“
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