WIE STAND ES GESUNDHEITLICH UM CM PUNK?  

In den ersten vier Verhandlungstagen ging es vor allem darum, in welchem gesundheitlichen Zustand sich CM Punk zum Ende seiner WWE-Laufbahn befand – und wie das Geschwulst an seinem Rücken, das er im Podcast mit der Größe eines Baseballs beschrieben hatte, wirklich aussah. Dazu sind verschiedene WWE-Mitarbeiter und -Wrestler in den Zeugenstand gerufen worden, unter anderem Personen aus dem Trainerteam, Ringrichter John Cone und sowie Kane (Glenn Jacobs). Keiner der Beteiligten konnte Punks Aussage aus dem Podcast bestätigen, ein Geschwulst dieser Größe auf dem Rücken Punks war für keinen zu erkennen.

Punks Ausscheiden beim Royal Rumble 2014 war eines der großen Themen. Der frühere WWE-Champion erlitt während des Matches eine Gehirnerschütterung durch Kofi Kingston. Ringrichter John Cone erhielt aus dem Backstage-Bereich die Information, Punk solle sich aus dem Match eliminieren lassen. Die Information gab Cone weiter, doch Punk weigerte sich zuerst und schied erst später aus, als Kane in das Match geschickt wurde. Warum Punk allerdings trotz der Symptome für eine Gehirnerschütterung mit einem Chokeslam durch den Kommentatorentisch gehämmert wurde, blieb eine interessante Randnotiz – und ließ keinen der Beteiligten und vor allem WWE als Firma nicht gut aussehen.

Podcast-Partner Scott Colton (Colt Cabana) sagte aus, das Geschwulst gesehen zu haben und beschrieb es als eine „Blase“ in der Größe von einem „einem halben Ei“.

Patrick Duffy, eine medizinische Fachkraft, der Punk im Februar 2014 nach dem Abgang des Wrestlers aus der WWE behandelte, konnte ebenfalls nicht die Beschreibung aus dem Podcast bestätigen und wies darauf hin, Punk habe sich zu einem zweiten Untersuchungstermin im Februar 2014 nicht mehr blicken lassen. Die Gefahr auf eine Staphylokokken-Infektion habe nicht bestanden. Vielmehr handelte es sich bei dem Gewächs auf Brooks‘ Körper um eine Zyste, die Brooks zwar Schmerzen bereitete, aber nicht die Gefahr ausmachte, wie Punk es auch später im Podcast beschrieb.

WELCHE DARSTELLUNG ENTSPRICHT DEN TATSACHEN?

Im Zeugenstand wies Punk selbst – unter Tränen – allerdings auf seinen schlechten körperlichen Zustand zum Ende seiner WWE-Laufbahn hin. In seinen Ausführungen und denen der WWE-Mitarbeiter kam das Wrestling-Unternehmen im Umgang mit dem Aktiven nicht gerade gut weg – gerade wenn es man aus dem Blickwinkel „normaler Menschen“ statt „Wrestling-Leuten“ betrachtet.

Wie die Geschworenen letztlich mit den Aussagen umgehen sollten, bleib völlig offen: Auf der einen Seite wirkten – nach der Anhörung von Punk, Cabana und verschiedenen WWE-Mitarbeitern – einige Aussagen aus dem Podcast übertrieben. Waren diese Aussagen regelrechte Lügen oder einfach nur der Übertreibung geschuldet, weil im Podcast-Interview auch der Frust aus dem früheren WWE-Star sprach?

Immerhin war der gesundheitliche Gesamtzustand Brooks‘ nach eigener Aussage bis zum Ausscheiden bei WWE schlecht. Er kämpfte regelmäßig mit Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Übelkeit, was sich auf seine Gemütslage auswirkte. Welche Ausmaße das viel diskutierte Geschwulst auf Punks Rücken (oder Gesäß) hatte und welche Gefahr daraus wirklich hervorging, erscheint zweitrangig. Grundsätzlich fühlte er sich medizinisch schlecht betreut, was letztlich die Kernaussage in dem Podcast-Interview war.

THERAPEUTIN BESTÄTIGT PUNKS AUSSAGEN

Am Montag wurden Punks Ehefrau AJ Lee sowie Punks damalige Massagetherapeutin vor Gericht angehört. Die Therapeutin bestätigte, das Gewächs auf der linken Seite von Punks Gesäß vier Tage nach dem Royal Rumble gesehen zu haben. Es sei im Durchmesser etwa siebeneinhalb Zentimeter groß gewesen und habe zweieinhalb Zentimeter aus dem Körper geragt.

Im April 2014 sei dieses Geschwulst dann nicht mehr zu sehen gewesen. Punk habe ihr gegenüber gemeint, „glücklich noch am Leben“ zu sein, da es sich in seinen Augen um eine Staphylokokkeninfektion handelte. Eine im Februar 2014 hinzugezogene medizinische Fachkraft hatte das ausgeschlossen und sprach von einer Zyste.

Die Aussagen der Ehefrau und der Massagetherapeutin untermauerten allerdings CM Punks Standpunkt. Ende der vergangenen Woche hatten verschiedene WWE-Mitarbeiter abgestritten, jemals ein solches Geschwulst bei CM Punk gesehen zu haben.

Am heutigen Dienstag endete die Verhandlung mit dem Schlussplädoyer und dem oben erwähnten Freispruch. Letztlich blieb fraglich, inwiefern Dr. Amann, der bis heute für die WWE arbeitet, finanziellen Schaden nahm. Auch gab es  Zeugenaussagen, die für Punks Darstellung sprachen – selbst wenn einige Formulierungen im Podcast wohl überspitzt wurden.

ZWEITER UFC-FIGHT BEREITS DIESEN SAMSTAG

CM Punk bleibt in dieser Woche weiterhin den Schlagzeilen, denn am Samstag (in der Nacht auf Sonntag ab 4 Uhr) steht in Chicago bei UFC 225 sein zweiter MMA-Fight auf dem Programm. Gegen Mike Jackson wird er den Kampfabend eröffnen. Keine leichte Aufgabe für Phil Brooks, muss man doch vermuten, dass ihn die vergangenen Tage vor Gericht massiv in der Vorbereitung auf den Fight gestört haben müssen. Punk widersprach dieser Annahme und zeigte sich im Interview mit Nick Hausmann positiv: „Ich habe weiterhin zwei Mal am Tag trainiert. Ich musste die Abläufe nur so planen, wo ich wann und mit wem trainieren konnte. Jetzt freue ich mich auf Samstag.“

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