WWE-Verantwortliche unzufrieden über rückläufige Mania-Verkaufszahlen
Wie US-Reporter Dave Meltzer berichtet, gebe es bei
WWE „intern eine Menge Kritik“ an den Plänen für die Stadion-Veranstaltung im April.
In der bisherigen kreativen Vorbereitung für die Show wird der Grund gesucht, warum nach der jüngsten Auswertung des WrestleMania-Vorverkaufs (laut „Wrestletix“) erst rund 37.000 Eintrittskarten für den Mania-Sonntag weggegangen sind. Vor einem Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 45.000.
Meltzer im Podcast "Wrestling Observer Radio": „Mir wurde gesagt, sie sind sehr enttäuscht vom Vorverkauf. Der liegt etwa 18 % unter dem Vorjahreswert zur gleichen Zeit.“
Tatsächlich können die Ideen für WrestleMania selbst aber nicht der direkte Grund für die rückläufigen Verkaufszahlen sein, immerhin wurde bisher erst ein Match für den PLE – Roman Reigns vs. World-Heavyweight-Champion CM Punk – offiziell gemacht.
Wohl aber die Gesamtentwicklung seit der WrestleMania im vergangenen Jahr lässt sich durchaus als ein entscheidender Faktor für das leicht rückläufige Interesse am
WWE-Produkt heranziehen. Einfach ausgedrückt: Das Produkt läuft nicht mehr so heiß.
Gleichwohl spielen auch wirtschaftliche Gründe für den schwächeren Vorverkauf eine Rolle. Denn abseits davon, was
WWE inhaltlich für WrestleMania 42 aufbieten kann, werden sich viele Fans nicht (schon wieder) das teure Wochenende in Las Vegas – mit exorbitanten Ticketpreisen und stetig steigenden Reise- und Hotelkosten – leisten können oder wollen.
Paul Levesque: "Interne Kritik" am ständigen Kurswechsel
Die Schuld für diese Entwicklung wird vielerorts zuerst auf der kreativen Seite der Wrestling-Liga gesucht. Der Druck auf Levesque und sein Team steigt.
Meltzer: „Es gibt viel interne Kritik an Paul Levesque, der seine Pläne ständig ändert. Es ist so wie Vince (in der Vergangenheit). Sie haben eine Idee, dann wird sie verworfen. Momentan ist alles offen, weil der Vorverkauf niedriger ist.“
Und wie soll jetzt die Reaktion ausfallen?
Nüchtern betrachtet wird ein Hin- und Herschieben der Match-Optionen den Vorverkauf über Nacht nicht massiv beeinflussen können. Mit Roman Reigns vs. CM Punk ist bereits eines der größtmöglichen und noch frischen Singles-Matches angekündigt worden.
Wirklich prominente Stargäste oder der Auftritt einer
WWE-Persönlichkeit wie Dwayne „The Rock“ Johnson könnten die Verkaufszahlen deutlich stärker beeinflussen. Allerdings zeichnet sich in diesem Jahr bisher kein Mitwirken von Johnson ab – und darüber hinaus gibt es kaum ehemalige Wrestler von vergleichbarer Zugkraft (allenfalls Steve Austin), die Levesque oder WWE-Präsident Nick Khan kontaktieren könnten.
US-Experte bleibt für WrestleMania optimistisch
US-Reporter Meltzer bleibt dennoch optimistisch: „36.000 Tickets würde ich nicht als ‚schwach‘ bezeichnen.“ Er sehe gute Chancen, dass man das Allegiant Stadium noch gut füllen werde. Allerdings sei man bei
WWE in den vergangenen Jahren gewohnt gewesen, mit WrestleMania ein heiß begehrtes Ticket anbieten zu können.
Sicher ist: Levesque und sein Kreativteam werden sich nun bemühen müssen, deutlich mehr Aufmerksamkeit für die Road to WrestleMania zu erzeugen. Ziel ist es, Fans, die beim Ticketkauf noch zögern, zum Bestellen zu bewegen.
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