Böse Vorwürfe gegen WWE: Werden Mitarbeiter trotz der grassierenden Corona-Pandemie gezwungen, bei den TV-Aufzeichnungen zu arbeiten? Ein anonymer Mitarbeiter hat sich bei den Behörden beschwert – aus Angst um seine Gesundheit und seinen Job. WWE dementiert.

Zwingt WWE ihre Mitarbeiter während der Corona-Krise zur Arbeit? Eine solche Beschwerde ist jedenfalls bei den Orange County Board of County Commissioners eingegangen. Orange County ist der Bezirk in Florida, wo WWE das Performance Center betreibt (Orlando). Darüber haben am Dienstag lokale US-Medien berichtet.

Eine anonyme Person, die sich „John“ nennt, hat gegenüber der Behörde geäußert, mit Angst vor einer möglichen Kündigung von WWE gezwungen zu sein, bei den TV-Aufzeichnungen zu arbeiten. Trotz der in Florida geltenden Stay-at-Home-Anordnung. Die Forderung des angeblichen Mitarbeiters: Die Regierung solle die TV-Aufzeichnungen bis auf weiteres stilllegen.

„HABE ANGST DEN JOB ZU VERLIEREN“ 

Der Wortlaut: „Ich kann meinen Standpunkt nicht äußern, weil ich diesen Job brauche. Und ich weiß, ich werde gefeuert, sollte ich an die Vorgesetzten herantreten. Trotz Hygienemaßnahmen sind wir nicht in der Lage das Social-Distancing einzuhalten, wir müssen andere Personen berühren.

Ich fordere die Regierung auf, diese Tapings stillzulegen und die Stay-At-Home-Anordnung durchzusetzen, so dass meine Kollegen und ich die Social-Distancing-Regeln einhalten können. Ohne Angst oder der Auswirkung unsere Jobs zu verlieren.“

In welcher Rolle die Person „John“ bei WWE arbeitet wurde nicht genannt.

WWE BEZEICHNET DIE AUSSAGEN ALS FALSCH

Gegenüber PWInsider hat WWE mit diesem Statement auf die Anschuldigungen reagiert:

„Diese Anschuldigungen entsprechen nicht der Wahrheit. Die Mitarbeiter wissen, dass sie sich vertraulich an unsere Human-Resources-Abteilung wenden können, nicht die Öffentlichkeit.“

WWE verwies zudem auf die bei der Produktion eingeführten Regelungen, die einen sicheren Umgang garantieren sollen: „Sollte sich dennoch jemand unwohl mit den Bedingungen fühlen, würde er/sie nicht entlassen werden.“ Man habe bereits nach Anfragen Einzelner entsprechende Zugeständnisse gemacht, heißt es.

WWE plant aktuell auch für die kommenden Monate sämtliche TV-Programme (Raw, SmackDown, NXT) aus dem Performance Center auszustrahlen. Von der Absicht, wöchentlich zu senden, ist man hingegen wieder zurückgerudert. Den aktuell gültigen Schedule gibt es hier nachzulesen.

NOCH MEHR ÄRGER FÜR VINCE McMAHON 

Der Ärger für Vince McMahon reißt nicht ab: Nachdem das XFL-Aus verkündet worden ist und die Football-Liga in der Konsequenz Konkurs anmeldete, geht Oliver Luck, der frühere Commissioner, nun gerichtlich gegen WWE- & XFL-Chef Vince McMahon vor. Wegen einer ungerechtfertigten Kündigung.

Luck war als eine der treibenden Kräfte von Vince McMahon für das XFL-Projekt verpflichtet worden und agierte seit Mai 2018 in der Commissioner-Rolle. Nachdem der Spielbetrieb nach nur fünf Wochen wegen der Corona-Krise ein jähes Ende fand, fühlt sich Luck mit der Abwicklung ungerechnet behandelt und will mit einer möglichst ordentlichen Vergütung dieses Kapitel abschließen.


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Power-Wrestling Mai 2020
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