Es war nur eine Frage der Zeit: Bei WWE-TV-Aufzeichnungen hat es bereits im März den ersten COVID-19-Fall gegeben. Unterdessen produziert WWE weiter live.

Ein WWE-On-Air-Talent (kein Teil des aktiven Wrestler-Kaders, wahrscheinlich also ein Kommentator oder Ringrichter…) ist positiv auf COVID-19 getestet worden. Der Vorfall ereignete sich allerdings bereits im März, zum Ende der mehrtägigen TV-Strecke in den Kalenderwochen 12 und 13, als unter anderem die Matches für WrestleMania aufgenommen wurden.

In den vergangenen Tagen haben WWE-Talente und -Mitarbeiter ein Memo von WWE erhalten, mit dem über den Zwischenfall informiert worden ist. Darüber hat am Wochenende zuerst „Fightful“ berichtet. Im internen Memo wurde mit Einwilligung der Person auch die Identität des Erkrankten preisgegeben.

In einem Statement von WWE heißt es zu diesem pikanten Thema: „Ein WWE-Mitarbeiter ist positiv auf COVID-19 getestet worden. Wir sind der Ansicht, dass diese Angelegenheit von geringem Risiko für WWE-Talente und -Mitarbeiter war.“

Demnach habe die Person und ein Zimmergenosse Symptome gezeigt, nachdem man am Abend des 26. März mit zwei Personen aus der Gesundheitsversorgung in Kontakt gekommen war.

Zu diesem Zeitpunkt hatte WWE die TV-Produktion bereits abgeschlossen: „Der Mitarbeiter hatte keinen Kontakt mit irgendwem vom WWE seit dem Aufeinandertreffen mit den zwei Personen.“ Außerdem gehe es dem Erkrankten mittlerweile wieder gut und er habe sich komplett von der Infektion erholen können.

WWE SENDET WIEDER LIVE 

Wie bereits berichtet, will Vince McMahon ab sofort wieder alle Shows live ausstrahlen, um damit auch seine TV-Verträge in den USA mit NBC Universal und FOX zu erfüllen, die bis auf wenige Ausnahmen im Jahr Live-Übertragungen vorsehen.

ESPN hat am Samstag über diese überraschende Vorgehensweise berichtet. Gegenüber dem Sportsender gab WWE ein Statement ab: „Wir sind der Ansicht, dass es nun wichtiger denn je ist, für die Menschen in diesen harten Zeiten für Ablenkung zu sorgen. Wir produzieren Inhalte in einem geschlossenen Set, zu dem nur das notwendigste Personal zugelassen ist.“

Weiter verweist WWE auf klare Richtlinien zum Vorgehen vor Ort, die die Gesundheit und das Wohlbefinden von Performern und Mitarbeitern sicherstellen sollen.

„Als eine Brand, die in die Strukturen unserer Gesellschaft verwoben ist, bringen WWE und ihre Superstars Familien zusammen und liefern ein Gefühl von Hoffnung, Entschlossenheit und Durchhaltevermögen.“

ESPN hat bei Floridas Gouverneur Ron DeSantis um eine Stellungnahme gebeten, um zu klären, wie das Vorgehen von WWE zur „Stay-at-Home“-Anordnung in Florida passt. Die Anordnung sieht vor, dass mindestens bis zum 30. April nur das systemrelevante Geschäftsleben im Sonnenscheinstaat weitergehen darf. Eine Antwort von DeSantis stand zur Veröffentlichung des Artikels bei ESPN noch aus.

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