Sunny: Zwischen Ringside-Foto und dem Mugshot liegen fast 30 Jahre
Sunny: Zwischen Ringside-Foto und dem Mugshot liegen fast 30 Jahre

Im März 2022 verschuldete der 90er-Wrestling-Kult-Star den Tod eines Mannes. Jetzt wurde das Urteil gesprochen.

Der traurige Abstieg von WWE-Hall-of-Fame-Mitglied Sunny (Tammy Sytch) ist endgültig besiegelt.

Ein Gericht in Florida verurteilte die 50-jährige am Montag unter anderem wegen Trunkenheit am Steuer zu 17 Jahren Gefängnis. Auf die Haftstrafe kommen zudem acht Jahre Bewährung. 

Sytch hatte im März 2022 den Tod eines 75-jährigen Großvaters verschuldet. Sie war betrunken an einer Ampel auf sein Fahrzeug aufgefahren. Das Auto krachte auf ein davor wartenden PKW. Dabei erlitt der Fahrer des von Sytch gerammten Autos so schwere Verletzungen, dass er kurze Zeit später im Krankenhaus für tot erklärt wurde. 

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Alkoholfahrten: Tammy Sytch war Wiederholungstäterin

Ein Bluttest ergab: Sytch war mit 2,8 Promille unterwegs, mehr als drei Mal so viel wie in Florida erlaubt (0,8). 

Bitter: Der frühere Schwarm einer ganzen WWE-Fan-Generation war nicht zum ersten Mal besoffen im Auto unterwegs.

Bis dahin war Sytch bereits sechs Mal wegen Trunkenheit am Steuer oder ähnlicher Vergehen festgenommen worden. In der Vergangenheit hatte sie deshalb eine achtmonatige Gefängnisstrafe abgesessen. 

Am Tag der Todesfahrt fuhr Sytch zudem ohne gültigen Führerschein.

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Der Ex-WWE-Star nannte Tod ihren früheren Freundes als Auslöser für Absturz

Das Gericht stellte bei psychologischen Tests fest, dass Sytch Anzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung, einer Borderline-Persönlichkeitsstörung sowie Depressionen und Angstzustände aufweise. Auch auf die Alkohol-Vergangenheit innerhalb ihres Elternhauses wurde hingewiesen.  

Sytch meinte in ihrem Statement vor Gericht, ihr Niedergang sei durch den Tod ihres damaligen Freundes Chris Candido (2005) ausgelöst worden. Allerdings hatten Sytch und Candido bis dahin eine höchst problematische Beziehung geführt: Alkohol- und Drogenmissbrauch gab es im Leben des Wrestling-Stars bereits vor Candidos Tod. 

Sytch entschuldigte sich bei der Familie des Todesopfers

Sytch drückte vor Gericht ihre Reue aus und sprach die Familie des Todesopfers an: „Ich habe etwas Schreckliches getan, aber ich bin so viel mehr als das Schlimmste, was ich getan habe.

Wenn ich allein dasitze und darüber nachdenke, was ich der Familie an diesem tragischen Tag durch eine dumme Entscheidung angetan habe, spüre ich das Bedauern und die Reue tief in meiner Seele. Ich weiß, dass sie nicht in dem Wissen ruhen können, dass er nicht mehr da ist.

Ich weiß, dass meine Worte nicht ausreichen, aber Sie sollen wissen, dass ich jeden Tag an Sie denke. Jede Sekunde eines jeden Tages. Und ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um die notwendigen Veränderungen herbeizuführen, damit so etwas nie wieder passiert.“

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Ihre besten Zeiten bei WWE liegen bereits fast 30 Jahre zurück

Sytch erlebte in den Neunzigern ihre große Zeit in der Öffentlichkeit.

Mit ihrem High-School-Freund Chris Candido stieg sie 1992 ins Wrestling ein. 1994 kam der Wechsel zur damaligen World Wrestling Federation. Hier entwickelte sich Sunny rasch zum Liebling des männlichen Publikums – noch bevor in der Attitude-Ära auf mehr Frauen und nackte Haut gesetzt wurde.

2011 nahm WWE Sunny in ihre Hall of Fame auf.

Doch einen Platz in der Ruhmeshalle des Wrestlings hat Tammy Sytch spätestens seit den Ereignissen vom 22. März 2022 eigentlich nicht mehr verdient. 

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