"Superstar" Billy Graham hat den Legendenstatus verdient wie kaum ein anderer / Bild: (c) WWE

Der frühere WWE-Champion hat das Wrestling bis heute geprägt.

Er war Wegbereiter für das Sports-Entertainment, wie wir es heute bei WWE kennen. 

Am Mittwoch ist „Superstar“ Billy Graham im Alter von 79 Jahren gestorben. Grahams Ehefrau Valerie bestätigte den Tod ihres Mannes auf Facebook. 

Der frühere WWE-Champion hatte seit Jahrzehnten mit teils gravierenden gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Zuletzt stand es so schlecht um ihn, dass seine Ärzte bereits vor Tagen die lebensverlängernden Maßnahmen einstellen wollten. 

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Sein langer Leidensweg: 2002 hatte Graham eine Leber transplantiert bekommen. Daraus ergaben sich über die Jahre immer wieder Probleme und Diagnosen, die Graham nur noch eine verkürzte Lebenszeit voraussagten. Doch Billy blieb bis zuletzt ein Kämpfer und erreichte ein mehr als respektables Alter. 

Einstieg ins Wrestling in Kanada

Im Juni 1943 als Eldrige Wayne Coleman geboren, entwickelte der spätere Wrestler zuerst eine Vorliebe für das Bodybuilding. 1969 fand der aus Phoenix (Arizona) stammende Coleman seinen Weg nach Kanada und erlernte unter Stu Hart das Wrestling-Handwerk. Sein Debüt bei Harts Promotion „Stampede Wrestling“ folgte wenig später. 

Graham, der 1970 zu seinem populären Wrestler-Namen kam, kämpfte in den folgenden Jahren unter anderem in Kalifornien und für die AWA. 

Seinen Spitznamen „Superstar“ eignete er sich 1972 an, inspiriert von der Rockoper „Jesus Christ Superstar“. 

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Bei WWE bezwang er den ikonischen Bruno Sammartino

Ab 1975 kämpfte Graham vornehmlich für die World Wide Wrestling Federation (die heutige WWE) und gewann im April 1977 den WWWF-Champion-Titel von Bruno Sammartino. „Superstar“ beendete Brunos zweite, über 1.200 Tage andauernde Regentschaft mit einem kontroversen Finish – beim Pinfall legte er die Füße auf die Ringseile. 

„Superstar“ hielt den Titel allerdings nicht einmal ein ganzes Jahr. Für damalige Verhältnisse ungewöhnlich. Vielmehr gab Graham im Februar 1978 den WWWF-Titel an Bob Backlund ab, der eine mehrjährige Regentschaft starten sollte. 

In den darauffolgenden Jahren kämpfte „Superstar“ für die NWA, die AWA, kehrte aber auch noch mal zur WWF zurück. Zunehmende gesundheitliche Probleme – er hatte ein künstliches Hüftgelenk bekommen – beendeten Grahams aktive Karriere mit einem letzten Match im November 1987. 

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Mit Vince McMahon hatte Graham lange ein angespanntes Verhältnis

In den darauffolgenden Jahren blieb ein angespanntes Verhältnis zur WWF und seinem früheren Chef Vince McMahon. Graham wurde zu einem öffentlichen Kritiker McMahons, vor allem während des Steroid-Prozesses in den frühen Neunzigern. „Superstar“ soll verbittert gewesen sein, weil ihm McMahon nach seiner aktiven Karriere einen eigentlich versprochenen Job nicht gegeben hatte. 

Graham, der neben seiner Frau Valerie einen Sohn und eine Tochter hinterlässt, wurde 2004 in die WWE Hall of Fame aufgenommen. Paul Levesque bezeichnete Graham als den ersten wahren Sports-Entertainer, der 20 Jahre vor seiner Zeit ins Wrestling gekommen sei.

Und tatsächlich war Graham stilprägend für das bunte Sports-Entertainment-Produkt, mit dem Vince McMahon ab Mitte der Achtziger seine Version des Pro-Wrestlings weltweit populär machte. 

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Graham beeinflusste die allergrößten Superstars

Man muss nur kurz hinsehen, um zu erkennen, dass „Superstar“ Billy Graham eine Inspiration für viele Wrestler war, die nach ihm kamen – zum Beispiel Jesse „The Body“ Ventura oder Hulk Hogan. Und die Art, wie Graham sprach, beeinflusste große Wrestling-Redner wie Dusty Rhodes. 

„Billy Graham war der Hauptgrund, warum ich in dieses Business eingestiegen bin“, gab ein Hulk Hogan unumwunden zu. 

Sean Waltman bezeichnete Graham als „den am meisten kopierten Mann, den es jemals im Pro-Wrestling gegeben hat“. 

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Die Wrestling-Welt verabschiedet sich von einem wahren „Superstar“, der Generationen mit seinen unvergessenen Auftritten, Outfits, Promos und Matches für immer geprägt hat.

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