WWE / Logo: (c) WWE
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Die Wrestling-Liga versucht die unverständliche Verwendung eines Fotos des Massenvernichtungslagers zu erklären. 

Wer am Samstag die „Kickoff-Show“ vor WrestleMania aufmerksam verfolgte, traute seinen Augen kaum! Für den Aufbau des Matches zwischen Rey und Dominik Mysterio verwendete WWE in einem Promo-Clip ein Bild des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, wo zwischen 1940 und 1945 über eine Million Menschen, die meisten jüdischen Glaubens, hingerichtet wurden.

Ausgerechnet bei den Worten „Ich habe überlebt. Gefängnis verändert einen Mann.“ von Dominik Mysterio wurde die Auschwitz-Fotografie im Video eingeblendet. 

„BILD“-Anfrage blieb unbeantwortet

Einige Zuschauer wiesen auf Twitter gleich auf die Verwendung des Fotos hin. 

Am Montag berichtete „BILD“ über den Vorfall und titelte „Nazi-Skandal bei WrestleMania“

Darin hieß es: „Eine BILD-Anfrage, warum dieses Foto im Rahmen der Veranstaltung genutzt wurde und wie es in den Einspieler kam, ließ die Organisation bisher unbeantwortet.“ 

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Statement an WWE: „Diese Ausbeutung beleidigt die Erinnerung an alle Opfer“ 

Am Mittwoch erwähnte der Twitter-Account der Auschwitz-Gedenkstätte den Vorfall und bezeichnete den Vorgang als „schamlos“. 

Der vollständige Tweet: 

„Die Tatsache, dass das Bild von Auschwitz verwendet wurde, um ein WWE-Match zu bewerben, kann man kaum als ‚Schnittfehler’ bezeichnen. Die Ausbeutung des Ortes, der zum Symbol einer enormen menschlichen Tragödie wurde, ist schamlos und beleidigt die Erinnerung an alle Opfer von Auschwitz.“

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WWE gibt Erklärung ab

Der Tweet des „Auschwitz Memorial“ wurde auch von US-Mainstream-Medien aufgegriffen, so dass die Wrestling-Liga am Freitag endlich ein kurzes Statement abgab. Darin heißt es platt, man habe keine Ahnung gehabt, was man überhaupt zeigte. 

Der Original-Wortlaut, den die „Washington Post“ zitiert: „Wir hatten keine Kenntnis von dem, was abgebildet war. Sobald wir davon erfuhren, wurde es sofort entfernt.“ 

Eine aufrichtige Entschuldigung sieht anders aus.

Wer sich über die Holocaust-Gedenkstätte in Auschwitz-Birkenau informieren möchte, kann dies hier tun. 


Der Einschaltquoten-Report 

Das Raw nach WrestleMania kam am 3. April auf 2.260.000 Zuschauer (in der werberelevanten Zielgruppe: 991.000 zwischen 18 und 49). Das war die höchste Zuschauerzahl seit der Ausgabe am 23. Januar (Jubiläumsshow zum 30. Geburtstag) und die höchste Reichweite bei den 18- bis 49-jährigen seit dem 17. Februar 2020 (also einige Wochen vor den Veränderungen durch die COVID-Pandemie). Zur Vorwoche steigerte sich die Zuschauerzahl um satte 23 Prozent. Ein klarer WrestleMania-Effekt! 

Die meisten Zuschauer erreichte die Raw-Ausgabe zwischen 20:15 Uhr und 20:30 Uhr mit durchschnittlich 2,598 Millionen – hier standen sich Roman Reigns und Cody Rhodes im Ring gegenüber. Danach sank das Zuschauerinteresse sukzessiv (Tiefpunkt von 22:15 Uhr bis 22:30 Uhr mit 1,966 Millionen Zuschauern – Liv Morgan & Raquel Rodriguez vs. Damage CTRL). Zum Ende hin nahm das Interesse dann aber wieder zu. Der vermeintliche Main Event, der sich zu einem Beatdown von Brock Lesnar gegen Cody Rhodes entwickelte, steigerte sich auf 2,178 Millionen US-Zuschauer. 

Das WWE SmackDown vor WrestleMania (31. März) kam am vergangenen Freitag auf 2,484 Millionen Zuschauer (900.000 zwischen 18 und 49). Das war die höchste Zuschauerzahl für Raw seit dem 27. Januar und die beste Reichweite in der werberelevanten Zielgruppe seit dem 25. Dezember 2020. SmackDown erreichte 12 Prozent mehr Zuschauer als in der Vorwoche.  

WWE NXT konnte am 4. April nicht vom WrestleMania- und Stand & Deliver-Hype profitieren. Die Show kam am Dienstag auf dem USA Network nur auf 555.000 Zuschauer (170.000 zwischen 18 und 49). Damit verlor NXT zur Vorwoche 10 Prozent der Zuschauer. Nach den Entwicklungen beim Special-Event drei Tage zuvor und dem Titelwechsel an der Spitze, hätten sich die NXT-Macher gewiss ein größeres Zuschauerinteresse vorgestellt. 

AEW Dynamite kam am 5. April im US-Fernsehen auf TBS auf 877.000 Live-Zuschauer. (391.000 zwischen 18 und 49.) Das waren fünf Prozent mehr Zuschauer als in der Vorwoche. Die zweite Ausgabe der Doku-Serie AEW All-Access erreicht im Anschluss ab 22:00 Uhr insgesamt 339.000 Live-Zuschauer (143.000 zwischen 18 und 49). 

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