Vince McMahon und Nick Khan halten derzeit Ausschau nach dem zahlungskräftigsten Käufer für WWE
Vince McMahon und Nick Khan halten derzeit Ausschau nach dem zahlungskräftigsten Käufer für WWE

Wer übernimmt WWE? Die UFC-Besitzergruppe Endeavor geht nicht ins Rennen. Kommen die Milliarden stattdessen aus Saudi-Arabien?

WWE steht zum Verkauf – doch die Interessenten stehen scheinbar nicht gerade Schlange. 

Endeavor (eine Holding, die 2016 die Kampfsport-Liga UFC übernommen hat) war als potentieller Kandidat ins Spiel gebracht worden. Doch Endeavor-Geschäftsführer Ari Emanuel hat am Dienstag bei der Vorstellung des Quartalsberichts freundlich abgewunken. 

UFC-Eigentümer will sich nicht übernehmen

Emanuel bezeichnete WWE als „unglaubliches Produkt“: „Vince hat ein großartiges Unternehmen geschaffen. Wir haben seit über zwei Jahrzehnten eine langjährige Beziehung zu ihnen. Wir machen mit ihnen Geschäfte vor Ort, Streaming-Geschäfte mit ihnen, sein Geschäft ist wirklich wertvoll. Aber wir werden nichts unternehmen, um unsere Position zu ändern.“

Der Hintergrund: Endeavor hat bereits durch die UFC-Übernahme eine hohe Kreditlast zu tragen. Man wolle die eigene Position durch eine weitere Milliarden-Investition nicht weiter belasten. 

TV-Partner angeblich auch nicht interessiert

Die Endeavor-Absage kommt nach der Aussage eines Moderators von CNBC, der WWE-Präsident Nick Khan während eines Live-Interviews mit der Aussage konfrontierte, der NBC-Mutterkonzern Comcast (seit Jahrzehnten die WWE-TV-Heimat) sei ebenfalls nicht an der Übernahme interessiert. 

Bloomberg berichtete im Februar, WWE habe einen Verkaufspreis von 9 Milliarden US-Dollar aufgerufen. Der tatsächliche Börsenwert des Wrestling-Marktführers lag zuletzt bei rund 6,5 Milliarden US-Dollar. 

Kommen die erhofften Milliarden nur aus Saudi-Arabien?

Falls Comcast und Endeavor tatsächlich raus sind, dürfte der tatsächliche Interessentenkreis übersichtlich sein. 

Während die US-Konzerne, gerade aufgrund der angespannten Wirtschaftslage in der Medienbranche, tendenziell außen vor sein könnten, bleibt die Möglichkeit für ausländische Investoren. 

Weiterhin heiß gehandelt wird ein Investment-Fond aus Saudi-Arabien. Die Geschäftsbeziehung zwischen den Saudis und WWE besteht seit mehreren Jahren. Zuletzt zeigte sich der „Public Investment Fund“ bestrebt, große Übernahmen umzusetzen. So soll es beispielsweise ein Angebot über 20 Milliarden US-Dollar für die Formel 1-Rennserie gegeben haben. 

Für viele Fans bleibt die WWE-Übernahme durch Saudi-Arabien ein Schreckgespenst, das weiterhin als sehr realistische Option im Raum steht.

Entscheidung über möglichen WWE-Verkauf soll noch im Frühling falllen

WWE-Geschäftsführer Nick Khan hat im CNBC-Interview Anfang Februar in Aussicht gestellt, die Entscheidung über den Verkauf könne recht schnell – bis Anfang Mai – fallen. 

Falls das Team um Vince McMahon und Nick Khan bis in den Sommer keinen Deal zustande bekommt und alles beim Alten bleibt, will man zügig in die Verhandlungen um die US-Medienrechte für Raw, NXT und SmackDown (ab Herbst 2024) einsteigen. 

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