2001 brauchte die Wrestling-Welt eine WCW-Ersatz zum neuen WWE-Monopol. Die XWF versuchte die Lücke mit einem kuriosen Aufgebot um Hulk Hogan zu schließen. Darunter auch ein „böser Deutscher“ namens „Drezden“. Darsteller Kevin Donofrio ist am Montag gestorben – fast genau 20 Jahre nach dem XWF-Flop.

Dieses Wrestling-Gimmick war ein ähnlicher Misserfolg wie die Liga, die sich dafür verantwortlich zeigte.

Im November 2001 stieg Kevin Donofrio als „Drezden“ für die neugegründete Xtreme Wrestling Federation (XWF) in den Ring. 20 Jahre nach dem Flop um eine mögliche WCW-Nachfolge-Promotion ist Donofrio am Montag im Alter von nur 59 Jahren gestorben. Zur genauen Todesursache ist bislang nichts bekannt.

Donofrio kam aus dem Amateurringen ins Pro-Wrestling. 1988 verpasste er den Sprung ins Olympische Ringerteam der USA.

DER BÖSE DEUTSCHE HIESS „DREZDEN“

Der knapp zwei Meter große Hüne (Kampfgewicht: 135 Kilo) verkörperte in der XWF den bösen Deutschen, der aus der Zeit gefallen zu sein schien. Mit dem Heel-Charakter wurden ein Stereotyp beim US-Wrestling-Zuschauer bedient. Die Namenswahl „Drezden“ wirkte wie eine Anspielung auf Alex Wrights späten WCW-Namen „Berlyn“. Auch das Gimmick schlug in eine ähnliche Kerbe.

In den wenigen XWF-Shows blieb Drezden ungeschlagen, holte Siege gegen Barry Horowitz, Marty Jannetty, Billy Fives und Big Vito.

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DIE XWF WAR EIN ROHRKREPIERER

Doch aus „Drezden“ wurde letztlich nichts – weil die XWF floppte. Jimmy Hart hatte mit Geschäftspartnern versucht, einen WCW-Nachfolger an den Start zu bringen.

Eine TV-Aufzeichnung fand im Herbst 2001 in den Universal Studios in Orlando (Florida) statt, wo viele Hart-Vertraute wie Hulk Hogan, die Nasty Boys aber auch Jungstars wie AJ Styles und Christopher Daniels auf der Card standen.

Für die XWF fand sich aber kein Abnehmer in der Fernsehwelt. Wenige Monate nach der TV-Produktion und mehreren House Shows wurde die Promotion begraben. Die 9 produzierten Sendungen erschienen später immerhin auf DVD.

Der Traum von der neuen landesweiten Alternative zum noch jungen WWE-Monopol war vorerst geplatzt.

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DONOFRIO WAR NACH DEM WRESTLING ERFOLGREICHER

Donofrio wurde für das Pro-Wrestling von „Skinner“ Steve Keirn ausgebildet.

In Florida war er vornehmlich als „Cyborg“ unterwegs. Viel weiter schafft es der Catcher in seiner aktiven Zeit nicht.

Donofrio war er nach seiner Zeit im Wrestling umso erfolgreicher und betrieb mehrere Betriebe in der Fitnessbranche.

Er hinterlässt seine Frau Katrina und den gemeinsamen Sohn Dalton.