Randy Savage war der Wrestling-Held für eine ganze Generation. Doch im Privatleben kontrollierte er seine Frauen auf eine krankhafte Weise. WWE hat in einer Doku neue Einblicke gewährt. (+)

Die Karriere des „Macho Man“ Randy Savage kennt ein jeder WWE-Fan, der die goldenen Jahre der Hulk-Hogan-Ära miterlebte. Savage war lange der zweitgrößte Publikumsliebling hinter dem Hulkster, zeitweise aber auch sein härtester Rivale. Und genauso verhielt es sich im Privatleben zwischen diesen beiden Ikonen. Über Jahre waren sie Freunde in der Nachbarschaft, dann gingen sie sich Jahre über den Weg. Verhöhnten sich sogar über Radiosender und Rap-Songs.  

Und das war nur die Spitze des Eisbergs. Denn so wie Savage mit den Frauen in seinem Leben umging, offenbarte sich eine krankhafte Persönlichkeit. In das berufliche Wirken hat, rund 10 Jahre nach seinem Tod, nun der US-Kabelsender A&E geblickt. Gemeinsam mit WWE werden seit April eine Reihe an Wrestler-Biografien gesendet. Doch keine zeichnete ein so düsteres Bild ihres Hauptprotagonisten wie der knapp 85-minütige Film über den Mann, der am 20. Mai 2011 am Steuer seines Geländewagens infolge eines Herzinfarkts mit nur 58 Jahren ums Leben kam. 

IN DER SCHULE INTERESSIERTE SICH RANDY NICHT FÜR MÄDCHEN

Dabei war dieser Randy Savage als ganz anständiger Bub, der Sohn von Judy und Angelo Poffo, im November 1952 zur Welt gekommen. Sein Vater, ein Italo-Amerikaner, war selbst Catcher in den Fünfziger- und Sechzigerjahren. Die Familie zog oft um. So kamen Randy und sein Bruder Lanny an verschiedene Orte. Die Familie ließ sich schließlich in Lexington, Kentucky, nieder.  

Zu seiner Schulzeit drehte sich für den jungen Randy alles um Baseball. Er strebte die Profi-Karriere an. „Er traf sich zu Schulzeiten nie mit Mädchen“, erklärte seine Mutter Judy. Denn für Randy gab es nur Schlafen, Schule und Trainieren. Nachdem er sich allerdings seine rechte Schulter verletzt hatte, konnte der ambitionierte Sportler seinen eigentlichen Wurfarm nicht mehr einsetzen. Randy blieb so verbissen, dass er auch mit links bald auf hohem Niveau die Bälle werfen konnte. Aber nicht mehr auf einem Niveau, das für eine außergewöhnliche Karriere reichte. 

Daraus ergab sich der nächste logische Schritt: Von seinem Vater ließ sich Randy das Wrestling-Business erklären. Schnell wurde Randy unberechenbar. Mit Bart, Hut und der tiefen Stimme, die zu seinem absoluten Markenzeichen wurde. Übrigens eine geklaute Idee. Daraus machte Bruder Lanny Poffo in der Doku auch keinen Hehl. Er schlug seinem Bruder vor, einen anderen Wilden von der Westküste nachzuahmen: „Wildman“ Pampero Firpo.