Eine „Big Red Machine“ im Main Event. Mit dem starbesetzten Ruhmeshallen-Jahrgang sind zusätzlich Eric Bischoff, Molly Holly, Rob Van Dam und viele mehr geehrt worden. (+)

HELLFIRE AND BRIMSTONE

Die Geehrten des Jahrgangs 2021 mussten nicht (wie ihre Vorgänger) ein Jahr auf ihren Moment im Spotlight warten. Im WWE ThunderDome ist vor den virtuellen Fans und den Zuschauern weltweit die Hall-of-Fame-Klasse ausgezeichnet worden. 

30 JAHRE ALS WHOLE F’N SHOW

Er galt als einer der innovativsten Wrestler der Neunziger: Rob Van Dam war zu dieser Zeit einfach cool, da gab es keine zwei Meinungen. Sein offensiver Kampfstil mit Martial-Arts-Einflüssen war einmalig. Das ECW-Umfeld passte dazu, ihn zeitgemäß wirken zu lassen. ECW war die erste wichtige Station des gebürtigen Robert Szatkowski, der im vergangenen Dezember übrigens 50 Jahre alt geworden ist. 

1990 war Robert dementsprechend noch gar nicht 20 geworden, als er nach der High-School den Entschluss gefasst hatte, Pro-Wrestler werden zu wollen. Dafür ließ er sogar ein Stipendium an der Michigan State sausen. Das mag speziell bei den Eltern nur mäßig angekommen sein. Die Aufnahme im Jahr 2021 passte deshalb gut als Jubiläum, weil genau 30 Jahre vorher ein Promoter in Florida ihm dem Namen „Rob Van Dam“ gab. Damals war der Rookie gerade bei der USWA in Memphis fertig geworden und mit einem heruntergekommenen Ford Mustang, inklusive falscher Nummernschilder, nach Florida gefahren. 

Rob Van Dams Botschaft nach über drei Jahrzehnten im Wrestling: Er hat alles den Fans zu verdanken. Er beschreibt es als einen Energieaustausch, der in beide Richtungen fließt. „Als mich die Nachricht vom Tod meines Vaters ereilte, stand ich kurz vor einer Autogrammstunde. Ich überlegte, die Autogrammstunde abzusagen und gleich zu meiner Familie zu fahren. Doch ich blieb. Niemand wusste von meiner Situation, doch an dem Tag war die Energie der Fans so positiv, dass sich mich unbewusst durch einen schweren Moment gebracht haben“.  

Nun freute sich der Mann, der 2006 für einige Wochen den WWE-Titel hielt, in einen Kreis von Legenden aufgenommen worden zu sein, die er allesamt selbst bewundern würde. Besonders dankte RVD dem Sheik und Sabu. „Beide haben mich dahingehend trainiert, immer originell zu bleiben.“ 

Die Herangehensweise funktionierte, denn RVD wurde wahrlich „One of a Kind“. Oder, wie der Sprecher im Tribute-Video fragte: „Wer hat zwei Daumen und wird in die Hall of Fame aufgenommen?“ Korrekt: Die Whole Damn Show. R-V-D.  

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VOLLER BESCHEIDENHEIT IM RAMPENLICHT

Der weibliche Zuwachs des Jahrgangs 2021 ist bekannt als das dritte Mitglied der Holly-Familie: Molly Holly kam zu der Zeit ins Rampenlicht, als Trish Stratus, Lita oder Victoria ihre Gegenspielerinnen warden. Die heute 43-jährige Nora Greenwald kam 2000 über einen kurzen WCW-Aufenthalt zu WWE. Heute ist sie für Beth Phoenix „ein Pionier der Women’s Division“. Bayley sah ihre Matches als Heranwachsende: „Sie gab mir das Selbstvertrauen, besser zu werden und dieses Level zu erreichen.“ Und für NXT-Star Tegan Nox hat Frau Holly, die später an der Seite von Hurricane Helms zu Mighty Molly wurde, eine ganz besondere Bedeutung: „Für mich hat sie die Women’s Revolution ausgelöst. Als sie den Hardcore-Titel gewann, tat sie Dinge, die sonst keine Frau tat.“ Das schönste Kompliment schob Bayley nach: „Sie ist eine aufrichtige Person, die gezeigt hat, dass es gute Menschen bis ganz an die Spitze schaffen können.“

Nun mag Greenwal…