Er war ein Powerhouse und einer der athletischsten Wrestler der 80er-WWE. Jetzt ist „The Natural“ Butch Reed (Bruce Reed), einst im Kader des NFL-Teams der Kansas City Chiefs, mit nur 66 Jahren verstorben.

In den Achtzigern zog er die Aufmerksamkeit auf sich! Butch Reed war ein Name, den die Fans bei Mid-South, bei WWE und später bei WCW kannten. Als „Hacksaw“, „The Natural“ oder im Tag Team „Doom“. Jetzt ist Reed im Alter von nur 66 Jahren gestorben. Nach massiven Herzproblemen, die ihn über die vergangenen Monate begleitet hatten.

TOP-STAR BEI MID-SOUTH

Der athletische Reed (Jahrgang 1954) wuchs in Kansas City, Missouri, auf, spielte in der High-School und an der Universität Profi-Football. Dann stand Reed auch im Kader der Kansas City Chiefs.

Solche Typen liebte Wrestling-Promoter Bill Watts, der Reed 1983 in seine Promotion, Mid-South Wrestling, holte. Reed war zwei Jahre zuvor im Wrestling gelandet, hatte 1981 sogar die NWA International Championship von Dory Funk jr. in Florida gewinnen können.

Bei Mid-South wurde „Hacksaw“ erst der Schützling vom jahrelangen Publikumsliebling Junkyard Dog. Dies bildete die Grundlage für eine spätere Rivalität und einen Lauf als Top-Bösewicht des Territoriums. Reed besiegte JYD am 16. Juli 1983 um die Mid-South Heavyweight Championship im Superdome von New Orleans, Louisiana.

Später rückte Reed wieder in die Babyface-Rolle, nachdem YJD Mid-South in Richtung der World Wrestling Federation verlassen hatte. Im Sommer 1985 forderte Reed den amtierenden NWA-Champion Ric Flair im Superdome um dessen Titel.

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BEINAHE WWE INTERCONTINENTAL CHAMPION

Auch Butch Reed landete letztlich bei Vince McMahon. Mit blondierten Haaren und Manager Slick an der Seite sahen wir ihn als „The Natural“ in der World Wrestling Federation.

Beinahe wäre Reed derjenige gewesen, der auf Ricky „The Dragon“ Steamboat als Intercontinental Champion folgte. Steamboat hatte nach seinem Sieg über Randy Savage bei WrestleMania III mehr Zeit für die Familie eingefordert. McMahon wollte fortan nicht mehr auf Steamboat setzen. Der Überlieferung nach war Reed auserkoren, auf Steamboat als IC-Champion zu folgen. Wie er später in einem Interview verriet, verpasste er damals eine TV-Aufzeichnung – und McMahon setzte stattdessen auf den Honky Tonk Man.

Reed blieb für seine übrige Zeit in der Federation eine solide Hand in der Midcard, mehr aber auch nicht. Fun Fact: Er war 1988 der erste Mann im allerersten Royal Rumble, der aus dem Wettbewerb eliminiert wurde.

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BEI WCW IM TAG TEAM „DOOM“

Eine weitere große Station in Reeds Karriere war im Anschluss die Promotion von Jim Crockett (NWA), die in dieser Zeit in die WCW aufging. Von 1988 bis 1992 war er hier aktiv.

Ein Highlight war das gemeinsam Team mit Ron Simmons: „Doom“ sorgte mit Woman (Nancy Sullivan/Benoit) für Aufsehen. Im Mai 1990 gewannen sie die WCW-Tag-Team-Titel von den Steiner Brothers bei Capitol Combat.

Das Team zerbrach kurz nach dem Titelverlust im Februar 1991. Beim ersten SuperBrawl, im Mai 1991, trafen sie dann sogar aufeinander – und Simmons landete den Sieg über Reed im Stahlkäfig.

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Als seine Zeit bei der WCW endete, blieb Reed in den kleineren Promotions dieser Zeit (USWA in Tennessee, Global Wrestling Federation in Texas) noch eine Weile aktiv. Auch bis ins neue Jahrtausend tauchte Reed immer wieder bei Shows auf.

Das letzte mit Reed dokumentierte Match fand am 18. Mai 2013 statt – an der Seite von „Cowboy“ Bob Orton unterlag Reed gegen Flash Flanagan und Ron Powers bei einer Show im US-Bundesstaat Illinois.

Unterm Strich lieferte Butch Reed in den Achtzigern eine beachtenswerte Karriere ab.

Nun kann Reed leider nicht mehr miterleben, wie seine Kansas City Chiefs in der Nacht auf Montag gegen die Tampa Bay Buccaneers erneut den Super Bowl für sich entscheiden wollen.

Wir senden unsere Anteilnahme an Butch Reeds Familie und Freunde.

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