„Die schämen sich für Euch!“ Der Hollywood Reporter hat weitere Details zum Mega-TV-Deal der WWE veröffentlicht. Wie FOX die WWE-Verantwortlichen vom Wechsel überzeugt hat. Und wieviel Kohle jetzt wirklich für Raw und SmackDown erhält! 

Der SmackDown-Wechsel vom USA Network zu Fox ist am 17. Mai eingefädelt worden. Das berichtet der Hollywood Reporter am heutigen Mittwoch. Das Medien-Magazin hatte bereits über die vergangenen zwei Wochen zuerst verschiedene Details der WWE-TV-Verhandlungen an die Öffentlichkeit getragen. 

Demnach endete das exklusive Verhandlungsfenster zwischen WWE und dem bisherigen Exklusiv-Partner NBC Universal am 16. Mai. Bis dahin hatte man sich bereits auf einen Langzeit-Deal mit einer Laufzeit von 10 Jahren (bis 2029!) für Raw und SmackDown in Höhe von 360 Millionen US-Dollar grundsätzlich verständigen können.

Doch am 17. Mai legten die Verantwortlichen von Fox nach und luden die WWE-Spitze – Stephanie McMahon und Triple H sowie die beiden Präsidenten George Barrios und Michelle Wilson – zu einem Pitch in den Firmensitz nach Manhattan.

Zu den Gesprächen, die zweieinhalb Stunden gingen, schaltete sich auch Fox-Patriarch und Medien-Mogul Rupert Murdoch höchstpersönlich zu: „Die bei NBC schämen sich für euer Produkt“, soll der 87-jährige gesagt haben. Bei Fox versprach man hingegen, sich komplett hinter die Brand zu stellen – unter anderem mit einer wöchentlichen WWE-Studio-Show auf dem Sportsender FS1.

Am Ende des zweieinhalbstündigen Treffens verständigten sich beide Seiten auf einen 5-Jahres-Deal für SmackDown. Für 205 Millionen US-Dollar im Jahr und damit 1,025 Milliarden US-Dollar über die gesamte Vertragslaufzeit. 

470 MILLIONEN JÄHRLICH FÜR RAW UND SMACKDOWN

Fox wird SmackDown ab Oktober 2019 ins Programm nehmen – für die genannten 205 Millionen US-Dollar im Jahr. Das USA Network behält Raw. Für – das meint der Hollywood Reporter ebenfalls in Erfahrung gebracht zu haben – 265 Millionen US-Dollar im Jahr.

Daraus ergibt sich eine abenteuerliche Summe von 470 Millionen US-Dollar, die dann allein im Kernmarkt kassiert werden. Mit der internationalen Verwertung werden beide Formate der WWE jährlich sogar mehr als eine halbe Milliarde einspielen.

Alle weiteren Geschäftsfelder – vom WWE Network über Live Events bis hin zum Merchandise – werden im Verhältnis dann nur noch zweit- oder drittrangig sein. 

FOX LÄSST UFC ZIEHEN

In der Zwischenzeit hat Fox den Kampfsportverband UFC ziehen lassen, nur noch bis zum Jahresende wird man die TV-Rechte halten. Auch auf den Einkauf eines Teils der Senderechte hat man verzichtet, stattdessen wechselte die UFC komplett zum Sportsender ESPN.

„Mit UFC konnten wir keine Werbung verkaufen“, wird im Artikel vom Hollywood Reporter ein Fox-Mitarbeiter zitiert.

„Wrestling ist dagegen familienfreundlich. Wenn du Wrestling hast, kannst du das Geld finden. Das ist ein großer Gewinn für Fox, ein fantastisches Tauschgeschäft.“

Die WWE-Aktie ist am Mittwoch erstmals über 60 US-Dollar geklettert.

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Den Artikel vom Hollywood Reporter könnt ihr hier nachlesen. 


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